Autor-Archiv:dietra und petrich

dietra + petrich sind mit ihrem rolling home unterwegs die welt zu erkunden

Malaysia – Georgetown–Penang

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Malaysia besteht aus zwei durch das Südchinesische Meer getrennten Landesteilen, der malaiischen Halbinsel im Westen und Teilen der Insel Borneo im Osten. Der Westteil grenzt im Norden an Thailand, im Süden befindet sich auf einer vorgelagerten Insel der Stadtstaat Singapur, der Ostteil teilt sich eine lange Grenze mit Indonesien und umschließt im Norden das Sultanat Brunei. Der Großteil der etwa 28,3 Millionen Einwohner lebt im westlichen Teil.

Malaysia ist ein an Bodenschätzen und Rohstoffen (Zinn, Kautschuk, Palmöl, Erdöl) reiches Land. Zudem beheimatet Malaysia die Automobilhersteller Perodua und Proton sowie den Ölmulti Petronas. Seit Beginn der 1990er-Jahre erfolgte eine rasante industrielle Entwicklung, die das Land in die Reihe der aufstrebenden Schwellenländer aufrücken ließ. Malaysia gilt ökonomisch und politisch als eines der stabilsten Länder Südostasiens, in dem die Konvergenz von Tradition und Moderne, Islam und Kapitalismus zu gelingen scheint. Es ist Mitglied der ASEAN, der D-8 und der G-15. Durch diese Ausrichtung erfuhr das Land einen grundlegenden Wandel von einem zuvor mehrheitlichen Agrarstaat hin zu einem technisierten und kapitalintensiven Industriestandort mit hohem Entwicklungspotenzial. Die ab 1997 aufgetretene Asienkrise traf allerdings auch Malaysia, doch hat sich die Wirtschaft inzwischen wieder erholt und verzeichnet ein erneutes jährliches Wachstum von etwa 5 bis 6 %.

So, nun sind wir also in Malaysia, einem mal wieder großenteils islamisch dominierten Land. Unsere Befürchtungen hinsichtlich religiöser Einschränkungen (Kopftuchtragen etc.) erweisen sich jedoch als unbegründet. Hier wird der Islam – soweit man sich in den westlichen Teilen des Landes bewegt – entspannt und modern gelebt. Überdies ist Malaysia ein boomendes Schwellenland. Ähnlich wie in Thailand gibt es gute Infrastruktur, Autobahnen, Shopping-Center etc.. Das entspannt auch uns.

Zunächst soll es am 13.06.2013 nach Georgtown auf der Insel Penang gehen. George Town zählt zu den wichtigsten Häfen Malaysias und ist ein Umschlagplatz für Gummi– und Agrarprodukte. Der Ort gewann bereits als Anlegeplatz für Handelsschiffe an Bedeutung, die seinerzeit zwischen dem Kaiserreich China und Indien verkehrten. 

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Es geht über die Penang Bridge, eine 1985 eröffnete 13,5 Kilometer lange Schrägseilbrücke. Sie soll die längste Brücke Südostasiens sein.

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George Town selbst ist die Hauptstadt der Insel Penang und des gleichnamigen Bundesstaats. Sie liegt an der nordöstlichen Spitze der Insel Penang und hat knapp 200.000 Einwohner, überwiegend Chinesen, aber auch viele Inder.

Im Jahre 1786 siedelten sich hier Händler der britischen Ostindischen Kompanie an. Benannt ist die Stadt nach dem britischen Monarchen Georg III. Die Einheimischen nennen ihre Stadt aber „Penang”.

George Town wird wegen seiner schönen Altstadt seit 2008 auf der Liste der Weltkulturerbe der UNESCO geführt.

 

Wir lassen uns von unserem etwas außerhalb, am Strand gelegenen Stellplatz mit dem Taxi hineinfahren. Ein Rundgang, zunächst durch`s alte chinesische Viertel.

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Neben chinesischen Juwelieren, die von angsteinflößenden privaten Sicherheitskräften mit Pumpguns bewacht werden vor allem Chinesenkitsch im Angebot.

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Die Kapitän Kling Moschee, die älteste Moschee in Penang. Ursprünglich von Mitgliedern der Ostindien-Kompanie Ende des 18. Jahrhunderts erbaut. Im November 1801 erhielt Kapitän Kling, ein prominenter Tamile und muslimischer Kaufmann, 18 Acres Land, um eine neue Moschee zu bauen. 1916 ersetzte die gegenwärtige Moschee das alte Gebäude. Das ungewöhnliche Ergebnis: islamische Architektur mit indischem Einfluss.

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Apropos indischer Einfluss – wir nähern uns dem kleinen Stadtteil “Little India”. Indische Bollywood-Musik dröhnt aus den Geschäften. Petra will ernsthaft wieder nach Indien (Aussage unter Zeugen!).

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Lakshmi ist die hinduistische Göttin des Glücks, der Liebe, der Fruchtbarkeit, des Wohlstandes, der Gesundheit und der Schönheit, nicht nur Spenderin von Reichtum, sondern auch von geistigem Wohlbefinden, von Harmonie, von Fülle und Überfluss, Beschützerin der Pflanzen. Sie ist die Shakti, die erhaltende Kraft Vishnus, und auch dessen Gemahlin. Aber Jiesseß, was hat sie mit dem zu tun?

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Hindutempel.

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Und dann noch dieser Trailer-Taylor hier:

https://dl.dropboxusercontent.com/u/68801596/Little%20India%20Georgetown.wmv

So richtig glücklich ist der Inder über meine Filmerei der indischen “Elektra” nicht!

 

Den Aufkleber hätte ich schon gerne gehabt!

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Wir wenden und wieder ernsteren Themen zu. Das Rathaus von Georgetown.

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Chinesische Handelskammer aus dem Jahr 1928.

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Mittagspause. In Parkbank verliebt?

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Nach der Landung der Briten (East India Company) im heutigen Georgetown unter Captain Francis Light im Jahre 1786 erbauten diese hier das „Fort Cornwallis”. Es bestand ursprünglich nur aus Palisaden. 1804 wurde es dann mit massiven Steinmauern versehen. Heute befindet sich in dem Fort ein Freilichtmuseum, sowie eine Freilichtbühne. Die Kanonen stammen ursprünglich aus Holland und wurden an den Sultan von Johor geliefert. Nach einigen Umwegen wurden sie schließlich hier aufgestellt.

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Diese jungen Damen – ebenfalls Besucherinnen des Forts wollten unbedingt fotografiert werden. Springerstiefel bei diesen Temperaturen?

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Kein Hollandspiel – Jugendgruppe bei Zuteilung der Lunchpakete.

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Weiter geht`s.

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18 Meter hoher Uhrturm, der 1897 zum sechzigsten Thronjubiläum von Königin Victoria errichtet wurde.

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Lebuh Pantai (ehemals Beach Street), die Bankenstraße von George Town.

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… und mit dem Taxi zurück zum Stellplatz.

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Nee, wir waren auf Penang nicht beim Italiener!

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Leckere Burger und angebliche Originalklamotten von u.a. Madonnas “Who`s That Girl”-Tour.

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Wir verlassen das heiße Georgetown, um in die kühlen Cameron Highlands zu entfliehen.

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Khao Yai NP-Ayutthaya–Bangkok-Krabi

Genug Steine gesehen! Über den Khao Yai Nationalpark, nahe der Stadt Prachinburi, in dessen Herzen wir auf einem Camp Ground sehr entspannt ganz alleine einen Tag und zwei Nächte verbringen, soll es über Ayutthaya direkt nach Bangkok gehen.

Den Camp Ground entdecken wir mehr zufällig, da wir uns im Nationalpark “ein Wenig” verfahren haben (30 Kilometer zu weit!) – es ist schon gegen 18:00 Uhr und wird bald dunkel. Wir fragen einen uns mit dem Auto entgegen kommenden Ranger, ob wir übernachten dürfen und wenn ja, wo? Er zeigt uns den sicheren Camp Ground. Eine kleine Idylle mit grasenden Hirschen, einem Wasserloch – in dem der Geräuschkulisse nach – des Nachts der Teufel los ist.

Wir bleiben einen ganzen Tag, ohne etwas zu besichtigen, entspannen, buchen ein Hotel in Krabi und bleiben noch eine weitere Nacht.

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Unser sich anschließender Besuch in Ayutthaya wird denn auch eher ein Quickie, wir wollen nach Bangkok, Petras Geburtstagsgeschenk abwohnen – drei Übernachtungen im berühmten Hotel Mandarin Oriental (Großereignis).

Dort dürfen wir am übernächsten Tag bereits um 12:00 Uhr einchecken, sodass für die Besichtigung Ayutthayas nur der Nachmittag des Vortages bleibt. Bis es schließlich anfängt zu schütten, schaffen wir nur zwei Tempelanlagen in Ayutthaya, den Wat Phra Si Sanphet und den Wat Chai Wattanaram. Wunderschön – ohne Frage! Hier hätte man sich sicher mehr Zeit nehmen müssen, aber wir sind nach dem Angkor-Marathon einfach sehr, sehr tempelmüde. Spaziergang durch Ayutthaya.

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Wat Phra Ram en passant.

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Wat Phra Si Sanphet.

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Wat Chai Wattanaram.

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Am 01.06.2013 früh los – Mandarin Oriental ins Navi eingegeben und über Freeways hinein ins Verkehrschaos von Bangkok. Wobei ich ehrlicherweise sagen muss, dass ich es gar nicht als so schlimm empfunden habe.

Die Zufahrt zum Oriental ist eine kleine Gasse mit einem Pförtnerhäuschen am Ende. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich mit Sabine S. in den 90er-Jahren hier zum High Tea war bzw. wollte. Da musste ich hinter dem Pförtnerhäuschen eine lange Hose anziehen, da man sonst nicht hineinkam in die berühmte Author`s Lounge des Hotels.

Wir biegen mit dem Wohnmobil in die kleine Gasse ein und schon winkt uns der Pförtner des Hotels zum (auf unser Betreiben hin) bereits vorbereiteten Parkplatz vor dem Hotel. Sieht schick aus unser Wohnmobil vor dem berühmten Hotel. Einzig Strom, den wir brauchen, wenn wir längere Zeit – wie hier – im Schatten stehen, ist noch nicht vorbereitet. Zu diesem Thema habe ich später einen Termin – es erscheint tatsächlich der Hausingenieur mit zwei Mitarbeitern – großes Aufgebot. Entspannung, als ich ihnen erkläre, dass ich nur eine Steckdose brauche und keine komplizierten Sachen. Dann wird erst mal technisch das Wohnmobil inspiziert.

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Wir checken ein – großes Grand-Hotel-Brimborium!

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Unsere Junior Suite.

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Bemerkenswert immerhin, dass wir auch noch bzw. bereits am zweiten Tag von diversen Bediensteten mit Namen angesprochen werden.

Zunächst nehmen wir einen Snack auf der Terrasse zum Chao Phraya und erkunden ein Wenig die Außenanlagen.

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Die Author`s Lounge. Sie befindet sich im ursprünglichen alten Gebäudeteil des Mandarin Oriental, Bangkok, dem Author`s Wing. Ihr Name zollt den vielen berühmten Schriftstellern Tribut, die im Laufe der Zeit die Pforten des Hotels durchschritten haben. Somerset Maugham, Graham Greene, John le Carré, James Michener etc.. Bei einem abendlichen Rundgang durch die Anlage kommen uns heutige Celebrities entgegen: Sigfried und Roy; der eine von den beiden sichtlich gezeichnet durch seine Verletzungen (Tigerangriff).

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Das neue Gebäude – nicht besonders schön, aber der Service im Hotel ist weltklasse.

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… und dann geht`s auf den Chao Phraya Express (eine Art Wasser-Buslinie auf dem Fluss). Wir steigen nahe des Königspalastes aus.

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Kleines Büro in der “Fluß-Bus-Station” nahe des Königspalastes.

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Da kann man den Königspalst mit den Tempelanlagen (Grand Palace und Wat Phra Kaeo) im Hintergrund schon sehen. Es ist sauheiß! Ist es hier eigentlich immer – so war es auch, als ich 1993 mit Sabine Schütznöder hier war. Lieben Gruß an Sabine!

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Wir kaufen ein Ticket, ziehen leihweise erhältliche “züchtige” Klamotten aus Kunstfaser (iihhhhh, bei der Hitze) an und die Besichtigung kann beginnen.

Die Palastanlage besteht aus zwei Bereichen, dem Wat Phra Kaeo Tempel mit dem Smaragdbuddha, Thailands Nationalalheiligtum, und dem eigentlichen Königspalast, der früher von der königlichen Familie bewohnt wurde. Dazu gehören mehrere reichhaltig verzierte Paläste. Mit dem Bau des Königspalastes wurde 1782 begonnen, genau zu dem Zeitpunkt als Bangkok zu Thailands Hauptstadt deklariert wurde. Zur Krönung von König Rama I. wurde der erste Bauabschnitt fertiggestellt. In seiner über 200-jährigen Geschichte wurden der "Große Palast", wie der Königspalast auch genannt wird, und der königliche Tempel zahlreichen Renovierungen und Umbauten unterzogen.

Wat Phra Kaeo Tempel

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Restaurierung der Wandmalereien.

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Hinter der Bibliothek findet man ein Modell des Angkor Wat. Rama IV ließ die wie das Original aus Sandstein gebaute Mini-Tempelanlage errichten, um dem Volk das Kulturgut seiner Herkunft Kambodscha näher zu bringen.

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Ehemaliger Wohnsitz der Könige

Südlich des Wat Phra Keo beginnt das Gelände des Großen Palastes. Offiziell wohnte Rama VII. als letzter König hier. Seit seinem Auszug 1925 dient der Königspalast in Bangkok ausschließlich zeremoniellen Zwecken. Die meisten Gemächer sind nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Die königliche Familie um König Bhumibol (84), dem weltweit ältesten regierenden Monarchen, lebt seit 1946 in einem Palast im Norden von Bangkok. Der Königspalast wird jedoch weiterhin für Feierlichkeiten und bei Staatsempfängen für ausländische Gäste genutzt.

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Vom Königspalast zurück zum Chao Phraya Express. Nach einigem Warten …

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… und nur einer Station bereits erreichen wir den Wat Pho, unser nächstes Besichtigungsziel. Man hätte auch laufen können, aber bei der Hitze!

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Nur wenige Meter von Fluß entfernt dann der Wat Pho mit dem berühmten Reclining Buddha, einem riesigen goldenen liegenden Buddha (46 Meter lang!).

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Eigentlich nicht auf ein Foto zu bekommen.

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Fußzehen.

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Am Ostende des Tempelbezirkes bietet die renommierte Wat Po Massageschool Massagekunst auf höchstem Niveau. Hier hat, wir erinnern uns, auch unsere Masseurin aus Wiesbaden in der Taunustraße ihr Diplom erworben.

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Wieder zurück zum Chao Phraya. Wir wollen zum auf der anderen Flussseite gelegenen Tempel Wat Arun übersetzen.

Kinderaufbewahrung in einem Laden am Bootsanleger.

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Überfahrt.

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Wat Arun. Der Tempel hatte zur Zeit der Regentschaft von König Taksin einen anderen Namen und hieß "Wat Chaeng". Er gehörte zu seinem königlichen Palastgelände, das damals auf dieser Seite des Flusses lag.

Später – in der Rama Periode – zog der Palast dann zur anderen Seite des Flusses und man reduzierte das Palastgelände. Der Wat Chaeng war zunächst verwaist, wurde dann aber unter dem Kronprinz Rama II. aufwendig renoviert und um die eindrucksvolle Pagode gebaut und auf die jetzige Höhe aufgestockt, um der "Stadt der Engel" (Bangkok) würdig zu sein. Die 70 Meter hohe Pagode ist auch heute noch das auffälligste Bauwerk des Tempels. Es ist komplett mit einem Mosaik aus chinesischem Porzellan dekoriert.

Im Laufe der Zeit bekam der Tempel dann den Namen Wat Arun.

Heute noch befinden sich die Überreste, bzw. die Asche von König Rama II. unter der Haupt-Buddha Statue in der Ordinationshalle. Der Legende nach soll er diese Statue selbst modelliert haben.

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Porzellanorgie.

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… so, für den ersten Tag war das Programm schon mal recht stramm. Zurück zum Oriental. Wir müssen ein Wenig ruhen, denn wir haben noch ein abendliches Nach-Geburtstags-Diner zu absolvieren.

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Langsam wird es dunkel in Bangkok – wir bereiten uns vor.

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Wir nehmen ein Taxi und es geht grob Richtung Lumpini Park ins Vertigo Grill Restaurant des Banyan Tree Hotels. Wir steigen aus, sind aber noch nicht ganz am Ziel – hinein in den Aufzug! Wir sind in luftiger Höhe im 61. Stock. Atemberaubend!

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Zurück im Oriental – der Grand-Hotel-Service hat zugeschlagen und unsere Badutensilien neu drapiert.

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Frühes Frühstück. Graubrot mit Aussicht.

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Wir haben schon wieder was vor. Bangkok-Stress. Im Hotel gebucht – Die große Khlong-Tour durch den Khlong Mon in Thonburi.

Als Khlong werden die Kanäle bezeichnet, die in der Zentralebene Thailands als Transportweg dienen. Insbesondere in der Hauptstadt Bangkok dienten sie jahrhundertelang als Weg zur Arbeit, als schwimmender Marktplatz und letztlich zur Entsorgung der Fäkalien.

Im Rahmen von Baumaßnahmen wurden einige Khlongs zugeschüttet, dies führte unter anderem zu besseren, hygienischeren Verhältnissen in den Stadtteilen. Hauptsächlich wurden aber die kleinen Khlongs die zur Fäkalienentsorgung genutzt wurden, zugeschüttet und durch Abwasserrohre ersetzt. Die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Straßen, führt heutzutage zu einem endlosen Verkehrsstau in Bangkok und der damit einhergehenden Luftverschmutzung.

Vom Steg des Hotels aus geht es los für 2 Stunden durch die Kanäle des Stadtteils Thonburi. Zunächst aber noch ein paar Kilometer den Fluss hinauf.

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Kirche Santa Cruz in Thonburi.

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Wat Arun.

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… und dann biegen wir in den Khlong Mon in Thonburi ab.

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… angeblich ungefährlich. Ein nicht ganz kleiner Waran.

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Zurück am Hotel, nehmen wir ein zweites Frühstück, denn wir sind bereits früh um 7:00 Uhr los zur Khlong-Tour. 

 

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Danach bringt uns ein Taxi zum berühmten Jim Thompson House.

Jim Thompson (geboren 21. März 1906 in Greenville, Delaware; † unbekannt) war ein US-amerikanischer Unternehmer, der wesentlich dazu beitrug, die Seiden- und Textilindustrie Thailands zu revolutionieren.

Um sein mysteriöses Verschwinden in den Cameron Highlands am Ostersonntag im Jahr 1967 ranken sich bis heute die wildesten Gerüchte: Er sei entführt worden, von einem Tiger gefressen, umgebracht, habe Selbstmord begangen oder sei in ein anderes Leben untergetaucht.

Nach erfolglosen Versuchen, beim alten Oriental-Hotel einzusteigen, gründete er Anfang 1948 ein eigenes Seidengeschäft und Ende 1948 die Thai Silk Company Limited. Zu dieser Zeit war die Seidenproduktion in Thailand kein kommerzieller Faktor. Vielmehr webten Familien Seide für den Eigenbedarf, beispielsweise zum Gebrauch bei Zeremonien.

Durch die Kombination von industriellen Fertigungsstandards und traditioneller Weberei gelang es ihm, Qualität und Volumen der produzierten Seide überproportional zu erhöhen. Er bediente sich dabei in erster Linie eines Netzwerkes muslimischer Weberfamilien, die er gegenüber seinem 1959 erbauten, aus sechs Häusern bestehenden Wohnkomplex, in Bangkok ansiedelte. Fünf alten Teakholz-Häuser entdeckte Thompson bei Ayutthaya, ließ sie dort abbauen und in Bangkok wieder aufbauen.

Das Haus ist heute ein Museum. Darin finden sich noch heute hochwertige Antiquitäten, die Thompson sammelte. Viele alte asiatische Motive nutzte er für das Design von Seidenmaterialien.

Thompson galt als hochtalentierter Verkäufer. Innerhalb weniger Jahre machte er thailändische Seide populär. Internationale Hotels und Prominenz zählten zu seinen Kunden und Gästen.

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Tempeltänzerin vor dem Jim Thompson House.

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Iced Coffee, bevor es weiter geht.

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Zurück auf der Rama I Rd., auf dem Weg zum Siam Square und den dortigen Konsumtempeln, streifen wir kurz das Bangkok Art & Culture Center.

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Die Straßenansicht hat sich seit meinem letzten Besuch in Bangkok durch den SkyTrain und die Laufwege parallel zu diesem (im ersten Stock) total verändert. Unten ist es dunkel und laut.

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Und hinein geht es ins luxuriöse Shopping-Center-Vergnügen. Hier kann man sich tot-shoppen, so etwas hatten wir noch nicht erlebt. In Europa und den USA schon gar nicht; selbst China hinkt da hinterher. Ähnliches finden wir später allerdings noch in Kuala Lumpur und Singapur. Alles sehr clean und geschmackvoll, bis hin zur Kunst.

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Auf dem Weg von einem solchen Tempel zum anderen treffen wir zufällig Bella, unsere australische Freundin, die wir in Siem Reap kennengelernt haben. So etwas gibt es eigentlich gar nicht. Wir shoppen gemeinsam weiter und gehen danach einen Happen essen.

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Genug vom Shoppen – wir haben lebe wohl zu Bella gesagt – besichtigen wir den nahe gelegenen Erawan Schrein.

Während der Bauarbeiten des Erawan Hotels im Jahre 1956 ereigneten sich zahlreiche Unglücksfälle, Arbeiter starben auf der Baustelle und ein Schiff, das Marmor für das Hotel transportierte, sank auf hoher See. Die abergläubischen Arbeiter weigerten sich, weiter zu arbeiten, sie fürchteten durch die Bauarbeiten erboste Geister. Ein Experte für Astrologie, wurde um Rat gefragt und um eine Lösung für das Problem gebeten. Er stellte fest, dass die Grundsteinlegung des Hotels an einem nicht verheißungsvollen Tag geschehen sei. Er entschied, einen Schrein zu erbauen und ihn dem Hindu-Gott Brahma zu weihen, sowie zusätzlich ein Geisterhäuschen auf dem Gelände des Hotels. Als Standort wurde die nordwestlichen Ecke des Grundstücks gewählt. Als der Schrein fertiggestellt und am 9. November 1956 eingeweiht worden war, hörte die Unfallserie auf, und das Hotel konnte in kurzer Zeit fertiggestellt werden. Im Jahre 1987 wurde das Erawan-Hotel abgerissen, an seiner Stelle 1991 das Grand Hyatt Erawan Hotel errichtet.

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Nach insgesamt drei aufregenden und anstrengenden Tagen (weiteres Shopping) in Bangkok müssen wir die Stadt wieder verlassen. Wir tun das ungern und wären lieber noch länger geblieben. Aber das gibt der Terminkalender wegen eines Inspektionstermins bei Toyota in Krabi sowie der dortigen Hotelbuchung nicht her. In Bangkok waren wir bestimmt nicht das letzte Mal! Abschiedsfoto in der Lobby des Mandarin Oriental.

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Nach zwei Tagen Fahrt (etwa 750 km) Richtung Südwesten und einer schrecklichen Darminfektion (beide!) treffen wir etwas erledigt in Krabi ein. Haben wir uns wohl im Restaurant am letzten Abend in Bangkok geholt.

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Auf dem Weg zum Hotel fahren wir noch schnell bei Toyota vorbei und machen den Inspektionstermin klar. Hier – nee, nicht bei Toyota – bleiben wir insgesamt 10 Tage und tun (fast) nichts. Mit dem Tubkaak Boutique Resort haben wir einen absoluten Volltreffer gelandet – wenn man Entspannung möchte! Absolut zu empfehlen …

http://www.tubkaakresort.com/index.htm

 

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Am 12. Juni müssen wir Krabi verlassen – großer Abschied (v.l.n.r. Hotelmanager, Rezeptionschefin und die Inhaberin des Hotels)!

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Weiter geht es Richtung Süden zur Grenze Malaysias. Ein unruhiges Gebiet (islamischer Terrorismus). Am nächsten Tag sollen Wahlen sein. Wir werden gebeten, die Hauptstraßen nicht zu verlassen und mit verstärkter Polizeipräsenz zu rechnen. So kommt es dann auch.

Unterwegs plötzlich ein tierischer Schlag – Petra und ich sind beide überzeugt, wir haben ein Rad verloren. Bringe das Auto zum Stehen – Entspannung, es ist nur ein Reifen geplatzt.

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Sofort sind zwei Polizeiautos da und fragen, was los ist (die sind nervös, komisches Auto, Ausländer!) – ich kann sie beruhigen und mache mich an die Arbeit.

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Hilfe gib`s auch.

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Kurz vor 18:00 Uhr überfahren wir die Grenze nach Malaysia und stoßen wieder auf die Gruppe. Mal schauen, was bzw. wie das wird – betrifft beide Aspekte!

Über Phnom Penh nach Siem Reap

In Saigon starten wir am 24.5.2013 Richtung der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh. Von dort aus wollen wir nach nur einem Übernachtungsstop direkt weiter in die Stadt Siem Reap. Dort haben wir für vier Nächte ein Hotel gebucht. Zwei Großereignisse werfen ihren Schatten voraus.

Aber zunächst müssen wir noch ein paar Kilometer zurücklegen – auch wenn die Entfernungen hier nicht allzu groß sind. Lange hatten wir keine mehr gesehen – aber hier gibt es sie wieder – richtig schöne “Overloads” hier à la Cambodia.

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Kurz vor Phnom Penh überqueren wir mit der Fähre eines der riesigen Nebengewässer des Mekong.

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… dann noch mehr “Overloads” und schwupp sind wir schon in der Hauptstadt Kambodschas, die uns, bei der Einfahrt in die Stadt, geradezu kleinstädtisch anheimelnd vorkommt.

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Wir finden einen Stellplatz auf einem Parkplatz direkt am Mekong (Blick vom Wohnmobil aus) …

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und speisen mit Marc und Eva  unweit vom Stellplatz in einem schicken Restaurant, ebenfalls am Flussufer, zu Abend. Heute zur Abwechslung mal ein Männerfoto!

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Nach einigen gruppeninternen Zwistigkeiten um Stromanschlüsse (wer darf sich anschließen? wir nicht! warum andere etc.?) und nächtliches Laufenlassen von Generatoren (wir dann, mangels Stromanschluss für Klimaanlage!) verzichten wir am nächsten Morgen großzügig auf eine gemeinsame Besichtigung Phnom Penh`s mit der Gruppe (… j’en ai ras le bol!) und fahren direkt weiter nach Angkor. Wir brauchen schon wieder mal Abstand von der Gruppe … die Intervalle werden zugegebenermaßen immer kürzer!

Als Angkor wird im Kambodschanischen die Region nahe der Stadt Siem Reap bezeichnet, die vom 9. bis zum 15. Jahrhundert das Zentrum des historischen Khmer-Königreiches Kambuja bildete.

Weltbekannt ist Angkor durch die noch heute sichtbaren Zeugnisse der Baukunst der Khmer in Form einzigartiger Tempelanlagen – allen voran durch den Angkor Wat, den größten Tempelkomplex der Welt (… das eine Großereignis).

Auf einer Gesamtfläche von mehr als 200 km² wurden nacheinander mehrere Hauptstädte der Khmer und in deren Zentrum jeweils ein großer Haupttempel errichtet. Bis heute wurden bereits mehr als 1.000 Tempel und Heiligtümer unterschiedlicher Größe entdeckt und ausgegraben. Es gibt Vermutungen, dass im Großraum von Angkor zum Höhepunkt des historischen Königreiches bis zu einer Million Menschen in einer Stadt auf etwa 1.000 km² gelebt haben könnten.

Wir nisten uns wegen der Hitze – tagsüber bis an die 40 Grad C – im schon vorab gebuchten Hotel ein.

Bereits am ersten Abend entdecken wir (in dem an sich total hässlichen und touristisch ausgetretenen) Siem Reap (erinnert an Pattaya ohne Sex-Gewerbe) einen, ihr werdet`s nicht erraten, ja ja doch, leckeren Italiener! Wir geben es ja zu, wir sind total bekloppt – fahren nach Asien, um ständig italienisch essen zu gehen! 

Mille bacini an Antonella! Offensichtlich Entzugserscheinungen vom Castello Romano.

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Am nächsten Morgen schnappen wir uns um 8:00 Uhr ein Tuk Tuk und auf geht`s nach Angkor.

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Zu spät, wie sich später schnell herausstellen sollte. Zu viele Menschen, schlechtes Foto-Licht, bereits um 9:00 Uhr haben wir 35 Grad C.

Wir erstehen ein Viertagesticket; es gibt viel zu tun. Zunächst zum wohl berühmtesten Tempel dem Angkor Wat – die Anfahrt.

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Aber bevor es richtig hinein geht in Kürze noch ein Wenig Geschichte und Hintergrund zu den historischen Anlagen von Angkor.

Einer der frühen Khmer-Herrscher, Yasovarman I. (Regierungszeit von ca. 889–910), errichtete während seiner Regentschaft im heutigen Kambodscha, damals Kambuja, sehr innovativ erstmals zahlreiche Stauseen und ein gigantisches Netz an Bewässerungsanlagen. Dies hatte zur Folge, dass  mehrfach im Jahr riesige Reisernten in seinem Land eingefahren werden konnten, was wiederum dem Land einen unvorstellbaren Reichtum bescherte. Kambuja entwickelte sich zu einem zumindest regionalen Machtzentrum im Süden Chinas und erlaubte den Khmer über Generationen, Großstädte und stattliche Tempelanlagen zu errichten.

Angkor Wat

Das 11. Jahrhundert war für die Khmer eine Zeit der Unruhen und brutaler Machtkämpfe. Erst König Suryavarman II. (er regierte 1113 bis ca. 1150) gelang es, das Reich zu einen und zu erweitern. Unter seiner Regentschaft wurde in einer Bauzeit von 37 Jahren der mit Abstand größte Tempel Angkors erbaut, der dem Gott Vishnu geweihte Angkor Wat. Ein Hallo an die Vishnus!

Angkor Wat ist von einem 190 Meter breiten, mit Wasser gefüllten Graben umgeben, der ein Rechteck von 1,5 mal 1,3 Kilometern bildet. An der Außenseite des zentralen Tempelkomplexes (Laubengänge) erstrecken sich auf einer Länge von 800 Metern faszinierende Flachreliefs.

Der zentrale Turm der Tempelanlage ragt 31 Meter über der dritten Ebene (55 Meter über dem Erdboden) auf. Das Bauwerk entstand etwa um dieselbe Zeit wie die gotischen Kirchen in Europa, darunter auch die Kathedrale von Notre Dame.

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Flachreliefs und Laubengänge im Angkor Wat.

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Der Angkor Wat von der Rückseite.

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… puh, mal keine Steine – Tempeltänzer, die gegen Entgelt auftreten.

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Auf dem Weg nach ganz oben – die zweite Ebene der Tempelanlage.

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… hinauf zur obersten Ebene und dem Turm.

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Ersatzteile.

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Blick auf den großen Graben rund um die Tempelanlage von Angkor Wat.

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Weiter geht der Besichtigungsmarathon, der sich insgesamt über drei morgendliche Ausflüge bzw. Tage hinziehen sollte, zu Angkor Thom.

Angkor Thom („Große Hauptstadt“) wurde ab Ende des 12., Anfang des 13. Jahrhunderts auf Geheiß des Königs Jayavarman VII. als neue Hauptstadt des Angkorreichs errichtet. Die erhaltenen Bauwerke und Ruinen finden sich etwa 1 km nördlich des Tempels Angkor Wat. Unser Fahrer mit TukTuk bringt uns hin.

Im Jahr 1177 gewannen die Cham (“siehe auch Vietnams Küste”) eine Seeschlacht auf dem Tonle-Sap-See gegen die Khmer, eroberten deren damalige Hauptstadt Jayenfranagari und töteten König Tribhuvanadityavarman (Der Name … fast eine komplette PC-Tastatur in einem Wort!).

In vierjährigen Kämpfen gelang es jedoch einem jungen Heerführer und Prinzen der Khmer, die Invasoren zurückzudrängen und zu besiegen; im Jahr 1181 bestieg er als Jayavarman VII. den Thron. Während seiner dreißigjährigen Herrschaft erwies er sich als einer der bedeutendsten Könige von Angkor.

Da  Jayavarman VII. im Unterschied zu seinen hinduistischen Vorgängern Buddhist war, entstand in seinem Auftrag eine Vielzahl neuer buddhistischer Tempel, Klöster und Universitäten – innerhalb und außerhalb der Stadtmauern seiner neuen „Großen Hauptstadt“, Angkor Thom.

Angkor Thom war als neue Hauptstadt zwar um einiges kleiner als ihre historischen Vorläufer; aber sie war größer als alle Städte des europäischen Mittelalters. Zum Vergleich hatte London etwa im 11. Jhdt. nur ca. 15.000 Einwohner und im 13. Jhdt. etwa 80.000 Einwohner.

Die quadratische Anlage hatte eine Seitenlänge von etwa 3 Kilometern, die vier Seiten weisen in die Haupthimmelsrichtungen. Der Wassergraben ringsum ist 100 m breit. Die Stadtmauer ist etwa 8 m hoch. Erschlossen und in Viertel geteilt wurde die Stadt durch ein zentrales Straßenkreuz. Die vier Straßenenden münden in Stadttore aus Sandstein, ein fünftes Stadttor befindet sich 500 m nördlich des Osttors am Ende einer weiteren Straße, der sogenannten Siegesallee.

Jayavarman VII. gliederte wichtige Bauwerke der alten Vorgänger-Hauptstadt in seine neue Kapitale ein. So lag im nordwestlichen Viertel der Königspalast mit der Tempelpyramide Phimeanakas. Dieses Ensemble ergänzten er und seine Nachfolger durch die Terrasse der Elefanten und die Terrasse des Lepra-Königs, den Großen Platz, die Turmreihe Prasat Suor Prat und besagte Siegesallee. Auch der ältere, überwältigend große Tempelberg Baphuon und zwei hallenartige Bauten, der nördliche und südliche Khleang, wurden in den Gesamtplan integriert. Im geometrischen Zentrum von Angkor Thom, von den Straßen ausgespart und umrahmt, entstand der Staatstempel Bayon mit seinem Wald von Gesichtertürmen. Von den Tempeln und Terrassen mal abgesehen, bestanden alle Gebäude der Stadt aus Holz (auch der Königspalast) und sind daher heute spurlos verschwunden.

Jedes Stadtviertel wurde von einem Wegenetz in 6 mal 6 Felder unterteilt. Außerdem dienten Kanäle dem Verkehr – aber auch der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung.

Wie ein Tempelberg, so ist auch Angkor Thom ein Modell der Welt nach damaliger Vorstellung: harmonisch in die Haupthimmelsrichtungen ausgerichtet, von Wasser umgeben und mit dem Götterberg Meru im Zentrum.

 

Dämonenbalustrade vor Angkor Thom

Aus dem Umland gelangte man über fünf Dämme durch fünf Tortürme in die Stadt. Die Dämme sind etwa 15 m breit und mit Sandstein verkleidet; sie durchqueren die Wassergräben. Als seitliche Balustraden dienen je 54 Riesen, links Gottheiten, rechts Dämonen, die eine Naga tragen, ein Schlangenwesen.

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Wie die Balustraden, so sind auch die Gopuram, die Tortürme, aus Sandstein gearbeitet. Auf kreuzförmigem Grundriss erheben sie sich 22 m, die Toröffnungen sind 7 m hoch. Jeder Torturm trägt nebeneinander drei Turmaufbauten mit großen Gesichtern: Vom hohen mittleren Aufbau schaut ein Gesicht stadtauswärts, eines stadteinwärts; von den niedrigeren rahmenden Aufbauten schaut je ein Gesicht seitwärts.

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… weiter ins Zentrum von Angkor Thom – zunächst zum Bayon.

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Der Bayon, der Staatstempel Angkor Thoms, ist neben dem Angkor Wat die bekannteste und eindrucksvollste Tempelanlage in Angkor – berühmt vor allem wegen seiner Türme mit meterhohen aus Stein gemeißelten Gesichtern Bodhisattvas (Erleuchtungswesen)  – den Gesichtertürmen.
Noch ist nicht endgültig geklärt, ob nicht das Gesicht des Königs eigentlich als Vorbild für diese Darstellungen diente, dies wird aber für naheliegend gehalten, da der Kult des Bodhisattva mit dem Kult des vergöttlichten Königs eng verbunden war. Es schaut einen also von überall her der auf dem Wege der Erleuchtung befindliche König an.

Ursprünglich betrug die Anzahl der Türme wohl 49, von denen heute nur noch 37, zum Teil wiedererrichtete, stehen. Auf den meisten Türmen sind vier Gesichter zu sehen, die nach den vier Haupthimmelsrichtungen ausgerichtet sind, während manche nur zwei oder drei tragen. Insgesamt beträgt die Anzahl der Gesichter rund 200. Schwer zu fotografieren das Ganze bei dem Streiflicht.

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… weiter zum Tempelberg Baphuon.

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… der Terrasse der Elefanten und Terrasse des Lepra-Königs.

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Wir verlassen die Innenstadt von Angkor Thom …

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… durch eines der Stadttore mit weiteren Gesichtern Richtung Temple of the Sacred Sword.

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Temple of the Sacred Sword.

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Massives Deckengewölbe.

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Es kündigt sich schon hier der berühmte Ta Prohm an – Ruinen von Würgefeigen umklammert.

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Als wir auf der anderen Seite des Tempels herauskommen, stoßen wir mal wieder auf einen der Khmer-Wasserwege, die teilweise heute noch erhalten sind … und auf unseren schlafenden TukTuk-Fahrer Mr. Chhin.

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Der wird geweckt und ab geht es ins Hotel – heute (28.05.) wird Geburtstag gefeiert (weiteres Großereignis!), Petras Geburtstag. Wir treffen uns abends mit Bella sowie Marc und Eva – wo wohl – beim Italiener.

Bella kommt aus Sydney, wir hatten sie am Vorabend beim Aperitif in der “Pub Street” kennengelernt und Petra hatte sie spontan eingeladen. Es wird ein netter Abend mit viel Vino.

Trotzdem müssen wir am nächsten Morgen noch mal früh raus. Mr. Chhin fährt uns unter anderem zum, durch den Film Tomb Raider bekannt gewordenen, Tempel Ta Prohm. Flüchtende Angelina in von Würgefeigen überwucherten Ruinen!

Auf dem weg dorthin nehmen wir noch den Tempelt Ta Som mit. Zugegebenermaßen stellen sich erste generelle Ermüdungserscheinungen ein; zuviel Steine  – bei Euch sicherlich auch. Der Gedanke an Angelina zwischen Würgefeigen hält mich jedoch fit!

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Ta Som.

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Ta Prohm.

Errichtet wurde Ta Prohm vom späten 12. bis hinein ins 13. Jahrhundert auch unter der Regentschaft von König Jayavarman VII.. Obwohl Jayavarman VII. und auch seine Mutter, der er die Anlage widmete, Buddhisten waren, findet sich in Ta Prohm eine Vielzahl von Reliefs mit Darstellungen aus der hinduistischen Mythologie (Krishna, Vishnu, u. a.).

Eine besondere Stellung unter den Tempelanlagen von Angkor nimmt Ta Prohm wegen des halbverfallenen Zustandes, nicht wegen Angelina )-:, ein. Die Restauratoren und Architekten der École française d’Extrême-Orient, die ersten, die in der Neuzeit begannen, die Tempel Angkors zu restaurieren, beschlossen, einen Tempel in dem Zustand zu belassen, in dem sie ihn vorfanden. Die Wahl fiel auf Ta Prohm. Die Vegetation und die herabgefallenen Mauersteine wurden nur soweit entfernt und gesichert, dass es Besuchern möglich ist, die Anlage zu begehen.

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Keine Angelina gesehen!

 

FIN

ENDE

 

Noch nicht ganz! Abschlussinfo: Zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen mit Siam, aber auch aufkommende Probleme mit der Wasserversorgung und der Bodenfruchtbarkeit führten bis Ende des 16. Jahrhunderts zum Niedergang des Angkorreichs. Im Westen gewannen die Thai an Macht, schufen das erste Thai-Königreich Sukhothai (siehe Thailand) und drängten die Khmer zurück.

 

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Abschied

… unser lieber Manfred geht. Nachdem er sich schon in Thailand von seiner Lebensabschnittsreisegefährtin Viola getrennt hatte, verlässt er nun auch uns und kehrt unplanmäßig und vorzeitig nach Deutschland zurück. Sein Auto wurde in Singapore schon vom Zoll verplombt. Es wird nun nach Bremerhaven verschifft. Manfred fliegt hinterher. Tschüss Manfred. Du wirst uns fehlen. Wir wünschen Dir alles Gute für weitere Reisevorhaben!

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HCMC

In Europa sicher besser bekannt als Ho Chi Minh City – oder wie selbst die Vietnamesen zumeist heute noch sagen, Saigon.

Wir parken das Auto am Rande der Stadt auf einem bewachten Parkplatz und begeben uns in das von der Agentur gebuchte Victory Hotel. Wir bitten um ein ruhiges, von der Straße abgewandtes Zimmer. Wir bekommen ein Zimmer direkt über der Hotelzufahrt – der Straße zugewandt. Wir monieren, ziehen um …

Das Hotel ist eine ziemliche Bruchbude, allerdings positiverweise sehr zentral gelegen. Am Abend vor unserer Abreise läuft – nicht tropft – plötzlich Wasser aus der Decke im Bad. Da wir verabredet sind, ist Eile geboten. Wir sagen an der Rezeption Bescheid und hoffen – als wir zurückkommen ist das Problem offensichtlich gelöst. Wie, wissen wir nicht – wahrscheinlich haben sie den ein Stockwerk höher gelegenen Swimmingpool komplett abgelassen.

 

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Nach dem Frühstück im bislang mit Abstand schmutzigsten Frühstücksraum, den wir auf der Reise gesehen haben, beginnen wir einen ersten Stadtrundgang. Über Alleen mit alten Bäumen sowie Innenstadtstraßen geht es zu dem von den Franzosen 1914 errichteten Stahlbetonbau der “Les Halles Centrales”, heute Ben-Than-Markt genannt.

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Les Halles Centrales – Markthallen.

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Interessant die Stahlbetondecke – ansonsten für mich ein Markt wie viele andere. Gut, es gibt viele französische Produkte.

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Nachdem wir die Markthalle von der Rückseite her betreten haben, verlassen wir sie auf der Haupteingangsseite wieder.

Wir überqueren sehr vorsichtig (Mopedschwärme!) den großen Kreisverkehr mit der Reiterstatue von Tran Nguyen Han, einem mit dem damaligen Herrscher Le Loi im 15. Jhdt. befreundeten General. Auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes im Hintergrund bereits zu sehen der Bitexco Financial Tower – ein modernes Wahrzeichen Saigons.

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Der Blick zurück Haupteingang der Markthalle mit dem zum Symbol für Saigon gewordenen Glockenturm.

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Kaffeepause in einem der unzähligen Cafés der Stadt.

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Weiter – über einige für ihre Antiquitätengeschäfte bekannte Seitenstraßen – zum Musée des Beaux Arts.

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Petra kauft ein paar (hoffentlich wirklich) alte chinesische Porzellanlöffel.

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Uuuuiiiii, was ist da los? Bei solch uneingeschränkter Aufmerksamkeit, kann es sich nur …

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… um ein Schuhgeschäft handeln!

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Apropos Schuhe – thematisch noch dies hier!

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Das Musée des Beaux Arts war vielleicht ein Wenig zu früh angekündigt (… ein paar andere Schönheiten sind dazwischen gekommen), aber hier ist es nun. Untergebracht u.a. in der ehemaligen Villa eines reichen chinesischen Händlers aus Fujian in China. Erbaut 1934 nach Plänen des französischen Architekten Riva – vereint es französische und orientalische Stilelemente. Es war das erste Haus in Saigon mit einem Aufzug.

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Wir besichtigen das Kunstmuseum, lernen eine junge Familie kennen. Petra übt schon mal für den zukünftigen Fall der “Enkel-“Fälle.

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Auch hier im Musée des Beaux Arts in Saigon spiegelt sich die kriegerische Vergangenheit des Landes – stärker noch als im Museum in Hanoi – wieder. Agent Orange!

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Dieses Lackbild auf Holz von Nguyen Sang aus dem Jahr 1978 hat mich persönlich am meisten beeindruckt. Comicstil, Bildaufteilung. Hätte es gerne mitgenommen. Leider kommt das auf dem Foto nicht wirklich rüber.

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Wieder auf der Straße, scheint unbemerkt die Mittagszeit herangerückt zu sein.

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Wir setzen unseren Rundgang trotzdem fort. Richtung Bitexco Financial Tower.

Bollywood lässt grüßen.

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D Ton That Dam Straßenmarkt.

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Mobile Straßencafés mit eingebauter Espressomaschine.

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Bitexco Tower mit kolonialer Fassade davor. Wegen des Hubschrauberlandeplatzes in luftiger Höhe auch als CD-Regal verspottet.

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Um die Ecke herum betreten wir die etwas eleganteren Straßen der Stadt. Zunächst vorbei am berühmten Majestic Hotel, erbaut 1925.

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Marc und ich trennen uns von den Damen (Eva + Petra); wir wollen in die Technikabteilung (Abteilung Männerspielzeuge) – Marc möchte einen weiteren Akku für seine “GoPro Hero 3” kaufen.

Das erschütternde Ergebnis: Marc bekommt keinen Akku, aber ich besitze jetzt auch so ein “GoPro Hero 3 Black Edition”-Spielzeug. Wir unterbrechen unseren Stadtrundgang durchs alte Saigon für heute (…genug Geld ausgegeben!) – es geht zunächst zurück ins Hotel.

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Spätnachmittags besuchen wir noch das tief beeindruckende Militärmuseum.

Langsam verliere ich wirklich den Glauben an den Lonely Planet. Wie oft fanden wir dort angepriesene “Super”-Sehenswürdigkeiten gähnend langweilig – Restaurants schlecht etc.. In diesem Fall ist es umgekehrt. Zitat Lonely Planet: “… kann man sich eine kleine Sammlung ansehen, die sich Ho Chi Minhs Befreiungskampagne für den Süden widmet. Sie ist nicht sonderlich spektakulär. …” So ein Quatsch: alles tief beeindruckend auf mehreren 1.000 Qm in 3 Etagen.

 

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Unsere Ostdeutschen Mitbürger waren da ganz schön aktiv und lagen im Ergebnis goldrichtig.

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Viele Dokumente und Fakten – eigentlich ganz sachlich aufbereitet.

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Abends ins Restaurant El Gaucho zum Steak essen. Wir lernen den Sohn des Eigentümers kennen. Von deutschen Juden betrieben, die nach Verkauf ihrer Jeanskette in Deutschland ihr Geld in Asien investierten. Bislang weitere El Gaucho-Restaurants in Bangkok, Hanoi. Superteuer, aber auch richtig lecker!

 

Am nächsten Tag Fortsetzung unseres “Alt-Saigon-Spaziergangs vom Lam Son-Platz aus. Im Hintergrund Rathaus (l`Hotel de Ville) der Stadt.

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Die Oper.

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Ehemaliges Hotelgebäude – heute Shopping-Center.

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Bemerkenswertes Parkhaus-Schild. Noch 866 freie Moped-Parkplätze.

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Kathedrale Notre Dame.

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Mein Lieblingsgetränk “Iced Coffee”. Kaffeepause.

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Hauptpostamt.  Im französischen Stil, zwischen 1886 und 1891 nach einem Entwurf von Gustave Eiffel errichtet. Die Wände zieren faszinierende Karten von Südvietnam, Saigon. Außerdem besetzt ein Mosaik von Ho Chi Minh den Ehrenplatz gegenüber dem Eingang.

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Telefonzellen.

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Der Schwarm. Auf dem Weg zur Pagode des Jadekaisers.

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Noch so eine Form von Kleinst-Café.

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Pagode des Jadekaisers – in der Hitze hingelatscht und mal wieder unspektakulärer als angekündigt (Lonely Planet!).

Das 1909 von der Gemeinde aus Kanton errichtete Gebäude ist dem taoistischen Gott Ngoc Hoang (Jadekaiser) gewidmet. Seine Innenräume füllen zahlreiche bunte Figuren aus Pappmaché. Einheimische kommen zum Beten, zünden Räucherstäbchen an.

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Muss wohl wieder um die Mittagszeit gewesen sein.

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Abends noch mal zu unserem jüdischen Landsmann – am nächsten Tag auf nach Phnom Penh.

 

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Vietnams Küste

Von Hanoi aus geht es eine Tagesetappe bis zur Halong-Bucht, gelegen im Golf von Tonkin, noch im Norden Vietnams. Knapp 2.000 meist unbewohnte Kalkfelsen bzw. –inseln (Karst) ragen hier zum Teil mehrere hundert Meter hoch aus dem Wasser. 1994 erklärte die UNESCO die Bucht zum Weltnaturerbe. Wir unternehmen einen Tagesausflug mit dem Boot durch die Bucht. Leider spielt das Wetter nicht ganz mit, die Sicht ist großenteils eher diesig. Trotzdem beeindruckend.

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Auf der Weiterreise Richtung Süden durchfahren wir ganze zwei Tage gähnend langweilige flache Küstenregionen, durchzogen von kleinen Flüssen mit Seehäfen und übersät mit Industrieansiedlungen, wie z.B., um nur eine herauszugreifen, die “Seidensticker Vietnam Ltd.”. Das muss der notwendige und gerechte Ausgleich für unsere Durchfahrt durch die superschönen nordwestlichen Bergregionen Vietnams sein, denken wir uns!

Es scheint hier viele Christen zu geben – jedes Dorf hat mindestens eine kleine Kathedrale.

Auch immer wieder zu sehen – diese Steinbauten oder Fundamente, die mitten im Wasser der Reisfelder stehen. Bei näherer Betrachtung sollte sich herausstellen, dass es sich um dort angelegte Familiengräber handelt.

Ob man mit diesem Wissen weiter unbeschwert Reis essen kann?

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Über die Stadt Vinh, geht es in die alte vietnamesische Königsstadt Hue. Dabei durch- bzw. überfahren wir die ehemals entmilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südvietnam sowie die ehemalige Grenze nach Südvietnam.

Hue liegt am Huong Giang, dem Fluss der Wohlgerüche – umgangssprachlich auch Parfümfluss genannt. Hue ist die letzte Königsstadt Vietnams, deren Geschichte vom Geschlecht der Nguyen geprägt wurde. Sie herrschten dort in der Zeit von 1667 bis 1775 als Fürsten und von 1804 bis 1945 als Könige. Hof und Hofstaat der Könige orientierten sich kulturell stark am Kaiserhof in China – das war chic. Trotzdem wurde auch die vietnamesische Tradition weiter entwickelt. Die Künstler schufen edle Lackarbeiten und kostbare Malereien. Auch das bekannte blaue Hue-Porzellan stammt aus dieser Zeit. Vietnamesische Dichtkunst, Theater und Musik erlebten eine Blütezeit.

In der Zeit von 1804 bis 1831 wurde durch die Nguyen die sogenannte Zitadelle errichtet, die als Verteidigungsanlage für die in ihren Mauern gelegene, verbotene Stadt wie auch die eigentliche Königsstadt Hoang Thinh  diente.

Über dem gesamten Komplex ragt der 37 Meter hohe Flaggenturm auf, der höchste des Landes. Während der Besatzung durch die Vietcong 1968 wehte hier die Fahne der nationalen Unabhängigkeit ganze 3 1/2 Wochen lang.

Während dieser Zeit der Besetzung der Stadt durch die nordvietnamesische Armee und den Vietcong ist es zu einem der größten Massaker des Vietnamkrieges gekommen, bei dem zwischen 3.000 bis 6.000 Zivilisten als vermeintliche Kollaborateure und Klassenfeinde ermordet wurden. Bis zu seiner Befreiung im Frühjahr 1968 während der Tet-Offensive war Hue Schauplatz erbitterter Häuser- und Straßenkämpfe zwischen Nordvietnamesen und Vietcong einerseits und Südvietnamesen sowie US-Marines auf der anderen Seite (Schlacht um Hué). Dabei wurde die Stadt zum Großteil zerstört. Zehntausende Zivilisten wurden obdachlos. 5.000 nordvietnamesische und 452 südvietnamesische Soldaten sowie 216 US-Marines sollen bei der Schlacht um Hue getötet worden sein.

Zunächst geht´s vorbei am Flaggenturm, auf dem heute natürlich die vietnamesische Staatsflagge weht.

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Über einen Wassergraben mit Lotusblüten und durch das sogenannte Mittagstor gelangen wir in das Innere der Zitadelle und besichtigen Teile der verbotenen wie auch der alten Königsstadt.

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Der Thai Hoa Palast (Palast der höchsten Harmonie), ist eine weitläufige Halle mit schönen Schnitzereien und verziertem Holzdach, getragen von 80 lackierte Säulen. Er diente offiziellen Empfängen des Kaisers und wichtigen Zeremonien.

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Das ursprünglich 1826 errichtete, aber im Vietnam-Krieg zerstörte kaiserliche Theater mit der dahinter liegenden kaiserlichen Bibliothek wurde auf seinen einstigen Fundamenten in den letzten Jahren wieder aufgebaut. Heute werden hier alte Tänze und Opern gezeigt.

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Von Hue aus steuern wir den Ort Hoi An an … an. Zunächst geht es über kleine Landstraßen vorbei an Bauern, die ihr Reisstroh auf den Straßen zum Trocknen ausgelegt haben. Anfangs versuche ich diese Bereiche der Straßen noch zu umkurven. Bald sehen wir aber, dass es allgemein üblich ist, einfach darüberzufahren; teilweise geht es überdies auch gar nicht anders.

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Später am Tag durchfahren wir Lagunen …

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… und Streckenabschnitte direkt an der Küste mit wundervollen Stränden.

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Wir machen eine Stadtrundfahrt durch Da Nang und essen dort zu Mittag.

In Hoi An angekommen, beziehen wir ein am Fluss gelegenes sehr schönes Hotel ganz in der Nähe des Meeres, das wir die nächsten zwei Tagen intensiv nutzen.

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Erst gegen Abend um ca. 18:00 Uhr füllt sich der Strand – tagsüber lässt sich  da kein Vietnamese wirklich blicken. Wenn überhaupt, ertragen die brüllende Hitze tagsüber ein paar sonnensüchtige und verrückte “Langnasen”.

So stürzen auch wir uns nur morgens vor dem Frühstück und abends kurz vor Sonnenuntergang zu einem ausgiebigen Bad in die Fluten.

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Einen Abend speisen wir stimmungsvoll, mit dem Rauschen der Brandung im Hintergrund, leckere Lobster in einem Strandrestaurant. Auch hier nicht ganz billig – so bleibt es eine einmalige Angelegenheit.

Wir unternehmen mit dem Taxi einen Ausflug in die Altstadt von Hoi An. Einst ein bedeutsamer Handelshafen, in dem insbesondere Händler aus China und Japan ihre Spuren hinterließen, wurden in Hoi An auf Anordnung der UNESCO etwa 800 historische Gebäude saniert. Daher sieht ein großer Teil der Altstadt nahezu noch genauso aus, wie vor hunderten Jahren. Wir machen einen größere Spaziergang durch die alte Stadt.

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Versammlungshalle der Chinesen aus Fujian. Einst traditionelle Versammlungshalle der chinesischen Händler aus dem Ort Fujian, wurde dieses Gebäude später zu einem Tempel umfunktioniert, der Thien Hau, einer Göttin aus der Provinz Fujian gewidmet ist.

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… hier versammelt heute nur Eva + Petra!

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Pho ist die kultige Reisnudelsuppe, bzw. Nationalgericht Vietnams.

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Typische Verkleidung der Ladengeschäfte in Hoi An. Die Bretter werden bei Ladenschluss einzeln eingeschoben, am nächsten Tag wieder herausgezogen.

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Überdachte japanische Brücke (16.Jhdt.) errichtet als Verbindung zum chinesischen Viertel auf der anderen Seite des Flusses.

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Diese am Eingang der Brücke stehenden Hunde wurden verehrt, da angeblich viele japanische Kaiser im Jahr des Hundes geboren worden sein sollen.

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Kleiner Tempel in der japanischen Brücke.

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Wir sind geschafft – vor der Rückfahrt ins Hotel: Diet-Coke für die Damen, ich bleibe bei meinem vietnamesischen Lieblingsgetränk, dem iced coffee without sugar.

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Immer weiter geht es die Küste entlang Richtung Süden. Zwischenstation für eine Nacht. Der unter Einheimischen beliebte Badeort Quy Nhon. Blick vom Hotelzimmer bzw. dem Roof-Top Restaurant.

Für uns eingeschränkte Badefreuden – unser Guide rät vom Baden ab – angeblich gibt`s hier Haie. Selber Hai denken wir und gehen trotzdem wie tausende von Vietnamesen ins Wasser. Aber immer mit einem Auge auf der Suche nach “der Flosse”.

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Wir werden nicht verspeist und können die Reise fortsetzen.

Über Nathrang hinauf in die Berge zur Hill Station Dalat. Zunächst jedoch noch viele Kilometer die traumhaft schöne Küste mit unendlich erscheinenden Sandstränden entlang. Wenn`s nicht so heiß wäre (um die 37 C!) könnte man hier “echt” Urlaub machen.

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Mittags sehen wir das Auto von Manfred und Viola an einem Strandrestaurant stehen – Vollbremsung! Es gibt Garnelen etc.

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In Nathrang wollen wir die Pro-Nagar-Türme des Cham Volkes besichtigen, eines Piratenvolkes, das an diesem Küstenstreifen vom 2. bis zum 15. Jhdt. herrschte. Beeinflusst durch das Bereisen u.a. der Seewege nach Indien, nahmen die Cham den Hinduismus als Religion an. Heute gehören sie mit 130.000 Einwohnern zu einer der Minderheiten in Vietnam.

Wir parken unser Auto am alten Hafen von Nathrang.

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Es ist brüllend heiß – endlich kommt mal der in China gekaufte “Sonnenschirm” mit Pailetten zum Einsatz. “Der is nämlich eigentlich nur für Gut” – wird nur an Feiertagen ausgepackt. Ich vermute, Petra will ihn ihren Enkeln vermachen. Guck mal, was die Omi da hat!

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Wir besteigen den Hügel mit den heiligen Türmen, die der Göttin Yang Ino Po Nagar gewidmet sind.

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Petra interessiert sich jedoch mehr für zeitgenössische Kunst und kauft eine Tuschezeichnung.

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Man hat von hier oben einen schönen Blick auf den alten Hafen von Nathrang.

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Über die Strandpromenade Nathrangs machen wir uns auf den Weg nach Dalat in die Berge, einer Übernachtungszwischenstation auf dem Weg nach Saigon. Kurz überlegen wir, ob wir ein vorerst letztes Mal ins Meer springen sollen – der Stadtstrand von Nathrang ist wunderschön! Wir verwerfen den Gedanken jedoch – im Wohnmobil abduschen mit sandigen Füßen … macht Dreck und wir sind sowieso schon viel zu spät dran.

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Überdies haben wir uns nicht an die vorgeschlagene Route gehalten – hatten mal wieder unseren eigenen Kopf. Was sich auf der Weiterfahrt nicht nur wegen der etwa einhundert Mehrkilometer noch rächen sollte. Wir verlassen die Küste Richtung Berge und Dalat, gelegen auf kühlen 1.500 Metern Höhe (einer Hill Station).

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Die auf der Karte als fette Bundestraße eingezeichnete Strecke erweist sich als von Löchern übersäte holprige Mini-Nebenstraße. Die letzten 50 km, die sich die Straße dann die 1.500 Höhenmeter nach Dalat hochwindet, sind sogar nur reine Piste mit tiefen Schlammlöchern. Ohne Vierradantrieb und Geländeuntersetzung quasi unmöglich zu fahren. Das Auto sieht innerhalb kürzester Zeit aus wie die Sau.

Ergebnis: wir kommen völlig abgekämpft gegen 21:00h in Dalat an und kriegen uns sofort auch noch in die Wolle – beide total gestresst! Ich werde von der Chefin kurzerhand des Hotelzimmers verwiesen, trinke 2-3 Bier im Wohnmobil, habe meine Ruhe und gehe ohne Abendbrot dort schlafen. Am nächsten morgen vertragen wir uns wieder (logisch) … und auf geht es nach Saigon (Ho Chi Min City oder kurz auch HCM).

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Hanoi

Hanoi – war für mich, aus Zeiten meiner Jugend, des Vietnamkrieges, unreflektiert immer die “graue Hauptstadt” des kommunistischen Teiles des Landes; wohl von der westlichen “imperialistischen” Presse beeinflusst, für mich immer auch ein wenig düster und böse. Dabei ist es in meinem Bewusstsein bis zum Eintreffen in der Stadt bildartig gespeichert auch geblieben. Oh welche Überraschung aber dann. 

Seine ausladenden Alleen und Boulevards, die innerstädtischen Seen, Parks, seine intakte Altstadt machen Hanoi heute sicher zu einer der elegantesten und spannendsten Städte Asiens.

Die energiegeladene Metropole entwickelt sich mit hoher Geschwindigkeit weiter und die Bewohner Hanois scheinen fortwährend auf dem Zweirad in Bewegung zu sein. Hier tummeln sich Tag und Nacht ohne erkennbare Pause Straßenhändler sowie Unmengen von Motorradfahrern – der vietnamesische Schwarm – und Fußgänger.

Im Leninpark vollführt der Nachwuchs der kommunistischen Partei morgens noch militärische Übungen, während eine neue Generation junger Vietnamesen lässig die kosmopolitischen Bars, unzähligen Cafés und Restaurants mit ihren Pads bevölkert und sich offensichtlich einem gänzlich anderen – viel bunteren – Wertesystem verschrieben hat.

Wir parken unsere Wohnmobile außerhalb der Stadt auf einem großen überwachten Parkplatz. Unser Hotel liegt günstig am Rande der Altstadt.

 

Erste Versuche am Abend die “belebte” Straße vor unserem Hotel mit einem nicht versiegen wollenden Strom von tausenden von Zweirädern überqueren zu wollen, scheitern kläglich – wir sind zu zaghaft! Wir Feiglinge nehmen die Ampel 100 Meter weiter – selbst da wirkt es aber noch ein Bisschen gefährlich!

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Später lernen wir, dass das eigentlich ganz einfach ist. Man muss nur ganz langsam los- und dann langsam mit Bedacht immer, immer weiter bis zur anderen Straßenseite laufen, sich durch den Schwarm quasi hindurchtreiben lassen; dieser teilt sich um einen herum und brummt an einem vorne und hinten vorbei. Nach einiger Übung macht`s sogar einen Heidenspaß.

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Besuch bei Onkel Ho

Onkel Ho nennen die Vietnamesen liebevoll ihren ehemaligen Revolutionsführer, Vorsitzenden der kommunistischen Partei und Staatspräsidenten Ho Chi Minh, der sie zunächst vom Joch der französischen Kolonialmacht und später im Ergebnis auch vom amerikanischen Imperialismus befreit hat.

Entgegen seinem ausdrücklichen testamentarischen Wunsch wurde er dann doch einbalsamiert und in einem für ihn nach “Lenin-Muster” erbauten Mausoleum aufgebahrt. Einmal jährlich fährt er nach Moskau zur Inspektion bzw. Maintenance – die Russen sollen Spezialisten für`s Einbalsamieren sein.

Onkel Ho`s Mausoleum können wir uns nicht entgehen lassen. Wir stellen uns an. Keine Fotos vom Leichnam – nicht erlaubt! Sah aber schon ein Wenig wächsern aus der Gute – Madame Tussauds?

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Hinten wieder hinaus landen wir im historischen Park des vietnamesischen Staatspräsidenten – auch hier allgegenwärtig “Onkel Ho”.

 

Präsidentenpalast seit Ho Chi Minh

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… es geht weiter zum …

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… ehemaligen Wohnhaus Ho Chi Minhs mit Badesee sowie Garage mit Pkw`s

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Es fängt an, zu schütten – wir gönnen uns abgekämpft und schweißnass eine kleine Pause und studieren … u.a. die nächsten Besichtigungsschritte.

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Ho Chi Minh Museum

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Veteranentreffen auf der Rückseite des Mausoleums

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Weiter geht es zur Einsäulenpagode. Diese ist wegen ihrer außergewöhnlichen Bauweise ein Wahrzeichen der Stadt. Ursprünglich 1049 von König Ly Thai Tong als Holztempel auf einem Baumstamm errichtet, steht die Pagode heute ganz unromantisch auf einem Betonsockel. Der Legende nach erschien dem kinderlosen König im Traum eine auf einer Lotusblüte sitzende Göttin und überreichte ihm einen Sohn. Als er kurze Zeit später tatsächlich Vater wurde, ließ er die Pagode aus Dank in der Form einer Lotusblüte errichten.

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Wir machen uns zu Fuß durch die Straßen Hanois auf den Weg zum Literaturtempel.

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Der Begriff Literaturtempel für die Anlage ist eigentlich ein Wenig irreführend. Die Anlage diente nie in erster Linie religiösen Zwecken. 1070 vom dritten Kaiser der Ly-Dynastie Thanh Tong erbaut,  handelte es sich von Anbeginn an um die erste Akademie bzw. Universität des Landes, in der zwischen 1076 bis 1915 die Söhne der Mandarine und verschiedene Hochbegabte der bürgerlichen Aristokratie unterrichtet wurden.

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Die Gründung der Anlage erfolgte zu Ehren von Konfuzius.

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Vom Literaturtempel aus begeben wir uns zum Mittagessen Richtung Altstadt Hanois. Alles sehr ursprünglich und von großen Neubauvorhaben unberührt bzw. unzerstört. Hier läuft etwa die Eisenbahn noch mitten durch die Stadt.

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Auch in der Altstadt ist der Zweiradverkehr atemberaubend.

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Am anderen Ende der Altstadt nähern wir uns einem der innerstädtischen Seen, dem Hoan-Kiem See. In einem am Ufer des Sees befindlichen Café essen wir eine Kleinigkeit zu Mittag. Ich trinke einen von den leckeren nach Kakao schmeckenden Iced Coffee`s. Danach geht`s erst mal nach Hause ins Hotel zum Relaxen. 

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Jeden der Abende in Hanoi verbringen wir – wie langweilig – beim Italiener. Namentlich im Ristorante Mediterraneo. Wir können nicht davon lassen. Das Restaurant, von einem echten Italiener betrieben – wirklich leckere italienische Küche! Zugegeben allerdings auch, die vietnamesische Küche kommt deutlich zu kurz. Nach den Monaten des Reisens aber vielleicht verständlich.

 

Am nächsten Tag dehnen wir unsere Erkundungen Richtung Botschaftsviertel, Goetheinstitut und Musée des Beaux Arts aus. Dabei durchstreifen wir auch das Regierungsviertel im Stadtteil Ba Dinh – eigenartig von der Außenwelt abgeschirmt. Wir werden von einem Soldaten sogar gebeten, den Bürgersteig der anderen Straßenseite zu benutzen.

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Auf der anderen Straßenseite befindet sich die ehemalige Festung der Stadt, die Ruinen der Zitadelle von Thang Long (wörtlich: Kaiserliche Zitadelle des aufsteigenden Drachens). Die Zitadelle war der Kaiserhof mehrerer vietnamesischer Kaiser-Dynastien zwischen 1010 und 1802. Ihre Ausgrabungsstätten sind seit 2010 Weltkulturerbe.

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Weiter auf den breiten Alleen Ba Dinh`s mit seinen alten Villen nähern wir uns dem Kriegsmuseum, das wir nicht besuchen. Heute keine Lust auf Krieg.

Der Krieg ist aber verständlicherweise allgegenwärtig in Vietnam, wie wir selbst im Musée des Beaux Arts anhand der hohen Anzahl, der sich mit dem Krieg befassenden Exponate, noch feststellen mussten.

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Wir nähern uns dem Goethe-Institut, was man schon an dem vor dem Haus parkenden deutschen Kulturgut gut erkennen kann.

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Das Goethe-Institut verfügt über ein deutsches Restaurant. Vermute, das hat mein lieber Freund und Partner Uli U. gemeint, als er mir, im von Hanoi aus geführten Telefonat, das Restaurant der Deutschen Botschaft empfahl. Das haben wir nämlich gesucht und nicht gefunden.

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Das nur wenige Straßen weiter gelegene Musée des Beaux Arts hat uns in seiner Einfachheit bzw. Unkompliziertheit der Darbietung der Kunst sehr beeindruckt.

Wie schon angedeutet beschäftigen sich große Teil der Exponate mit den verschieden im 20. Jhdt. geführten Kriegen bzw. kriegerischen Auseinandersetzungen. Dies wirkt jedoch nicht aufdringlich – es bleibt durchaus ausreichend Platz auch für andere Süschääzs.

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Diese Bild hat mir besonders gut gefallen …

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… und auch Petra hatte schnell ein Lieblingswerk (die Dame in der Mitte) auserkoren.

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Auf dem Heimweg lassen wir uns nicht die Haare schneiden – verlockend wäre das ja schon einmal – und wir halten auch keine Nickerchen im Park. Das machen wir wieder im Hotel.

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… und abends wieder ins Ristorante Mediterraneo. Am nächsten Tag ist unsere Zeit in Hanoi dann auch schon wieder abgelaufen – tja, wenn man große Teile der Welt auf einer Reise sehen will.

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Nordwestvietnam–Hanoi

Über den chinesischen Grenzübergang Mengla gelangen wir wieder ins bereits vertraute Laos, das wir im Norden auf kleinen Landstraßen Richtung Vietnam durchfahren. Viele idyllische kleine Dörfer, schöne Landschaften …

 

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Wir übernachten ein letztes Mal in Laos – auf einem Fußballplatz oberhalb eines kleinen Flusses.

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Falls mal wieder kein oder kein sauberes (wie der Hesse zu sagen pflegt:) “Kranewasser” zur Verfügung steht, behilft man sich mit dem Kauf von in Asien überall erhältlichen 20-Liter Wasserflaschen. Der Inhalt dieser wird mittels kleiner Pumpe, die gleichzeitig Ersatzteil für die “Bordwasserpumpe” ist, in den Tank gepumpt. Wir duschen mit Mineralwasser!

 

Am nächsten Tag geht es dann am Grenzübergang Dien Bien Phu `rüber nach Vietnam.

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Bin ja diesbezüglich noch eine Erklärung schuldig, wie denn nun die Verhandlungen für die Einreise mit dem Wohnmobil nach Vietnam ausgegangen sind, Ergebnis:

Zahlung von € 800 pro Wohnmobil zzgl. € 400 pro Person. Dafür wird seitens Vietnam je Übernachtungsstellplatz ein Hotelzimmer “umsonst” bereitgestellt.

Hörte sich zunächst nicht so vorteilhaft an, da wir davon ausgingen, dass es sich um maximal Zwei-Sterne-Hotels handeln würde. Haben die Pille trotzdem gefressen – man fährt eben nur einmal mit dem Wohnmobil durch Vietnam.

Im Ergebnis fanden aber auch nur die ersten drei Nächte in Nordvietnam in “sozialistischen Jugendherbergen” statt (wir blieben im Wohnmobil!), später dann hatten die Hotels mindestens 4-Sterne und waren sehr akzeptabel bis gut. Am Ende war es alles in allem sogar ein klasse Deal, da wir auch in den Großstädten Hanoi und Saigon im Zentrum wirklich komfortabel untergebracht waren.

 

Zurück nach Nordwest-Vietnam. Es beginnt ein Wenig dramatisch – nach unserer ersten Übernachtung in Vietnam, in Dien Bien Phu. Nahe dieses Ortes erlitten 1954 die Truppen der französischen Kolonialmacht eine vernichtende Niederlage gegen die Vietminh, danach waren die Tage ihrer Herrschaft in Indochina gezählt. Zur Erinnerung an dieses Ereignis wurde in 2004 auf einem damals umkämpften Hügel, genannt D 1 Hill, ein Denkmal errichtet, wie es aus unserer westlichen Sicht martialischer wohl kaum geht. Wir fahren also nach Dien Bien Phu hinein, stellen unser Auto unweit ab und besichtigen “das Ding”.

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Danach machen wir uns auf den Weg über Son La (erste Übernachtung), Hoa Binh (zweite Übernachtung) nach Hanoi. Der Nordwesten Vietnams gefällt uns extrem gut – landschaftlich ausgesprochen schön und sehr abwechslungsreich. Die Bevölkerung dort besteht zu großen Teilen einerseits aus ethnischen Minderheiten, andererseits aus Einwanderern des 19 Jhdts. aus Yunnan, Tibet und China, die ihre Kulturen und Eigenheiten weitengehend erhalten konnten. Einzig der traditional als Lebensgrundlage dienende Opiumanbau wurde durch große Anstrengungen der vietnamesischen Regierung durch den Anbau von Reis ersetzt.

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Nur zu erkennen, wenn man es weiß: ein einfaches Mühlrad im Fluss, mit dem über rotierende Kellen Wasser auf eine Leitung zu den Reisfeldern geschöpft wird.

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Hier wird der Reis zum Trocknen auf der Straße ausgebreitet.

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Eine der sozialistischen Jugendherbergen, in denen wir nicht übernachten, hier in Hoa Binh.

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Spaziergang über den Markt von Son La.

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… nee, nicht nur die Chinesen, die Vietnamesen auch! Oder sind`s vielleicht vietnamesische Chinesen?

 

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Nebenan gibt es ein schönes Cafe bzw. eine kleine Kneipe betrieben durch die sehr geschäftstüchtige, wie auch betörende “Madame” – nenne sie mal so. Am Vorabend schon hatten wir dort zwei Bier getrunken; nach unserem Spaziergang über den Markt und vor der Weiterfahrt noch einen vietnamesischen Kaffee – lecker, schmeckt ein Wenig nach Kakao, was an der Art der Röstung in Butter liegen soll. Ich lerne ihn lieben, insbesondere in der Variante des “iced coffee”.

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Vietnamesischer Frisörsalon.

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Wir machen uns auf – nur noch wenige Kilometer bis nach Hanoi.

Und von dem lassen wir uns schon gar nicht aufhalten. Im Zweifel wird er mit der ARB-Bull-Bar einfach weggeschoben – nix mehr mit heilig … und so, wir sind hier nicht mehr in Indien!

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Schwerer Unfall

Auf dem Weg von Nanning über Mojiang nach Mengla fängt es plötzlich an, wie aus Eimern zu Schütten. Wir befahren eine kleine Bergstraße. Plötzlich klingelt das Handy – Andreas ist dran. Er fährt ungefähr einen halben Kilometer vor uns mit Eva im alten Daimler Benz Lkw und meint wir sollten dringend langsam machen, es sei saurutschig, er habe schon einen Pkw in der Böschung gesehen.

Petra am Steuer fährt ab diesem Zeitpunkt mit Allradantrieb und sehr, sehr langsam. Den in der Böschung steckenden Pkw sehen wir dann kurze Zeit später auch.

Einige Kilometer weiter kommt uns dann plötzlich Max ganz aufgeregt zu Fuß entgegen gerannt. Wolfgang habe einen schweren Frontal-Unfall mit einem chinesischen Lkw gehabt.

Sieht nicht gut aus. Wobei der MAN deutlich besser aussieht, als der chinesische Lkw.

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Es ist keinem wirklich etwas passiert. Wolfgang und Carmelita sind weitgehend ok. Carmelita wird von Andreas (Arzt) wegen Schock/Schleudertrauma behandelt, Wolfgang rennt aufgeregt herum – arbeitet wohl seinen Adrenalinpegel ab. Ich nehme ihn erst mal in den Arm und drücke ihn ganz kräftig.

Der chinesische Lkw-Fahrer hat nur ein paar Schürfwunden am Bein und seine mitfahrende Familie, bestehend aus Frau und zwei Kindern sind ebenfalls wohlauf.

Wolfgang erzählt, etwa 25 km/h gefahren zu sein, als der MAN plötzlich nicht mehr zu bremsen bzw. zu lenken war – sich nur noch gerade aus bewegte und dann der Crash!

Die Erklärung findet sich (besser als im Trockenen erkennbar), als es wieder anfängt zu regnen. Die ganze Straße ist an dieser Stelle voller Öl. Wahrscheinlich war hier schon einmal ein Unfall, bei dem Öl ausgelaufen und nicht beseitigt worden ist. Man kann das Öl auf der Straße gut oben auf dem ersten Unfallfoto sehen.

Selbst mit meinen Converse kann ich auf der Straße schlittern wie bei Glatteis früher als Junge. Aber das tut letztlich nichts zur Sache – im Ausland bekommt man nie Recht. Wir warten auf die Polizei und unseren chinesischen Guide wegen Übersetzung. 

Zwischenzeitlich bildet sich ein größerer Stau, da nur kleinere Fahrzeuge zwischen Unfall und Baum vorbeikommen. Wir tun unser Bestes und weisen den einen oder anderen frechen (also eigentlich alle!) chinesischen Lkw-Fahrer in die Schranken – die Herren hätten nämlich gerne mal schön den ganzen Verkehr lahmgelegt, indem sie die kleine Lücke zwischen Unfall und Baum auch noch dicht gemacht hätten.

Ein Bus mit Taubstummen trifft ein – diese laufen überall neugierig herum und gestikulieren. Jetzt wird`s skurril und auch nervig! Volksfeststimmung macht sich breit – alle super-neugierig und wichtig.

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Nach etwa drei Stunden des Wartens taucht die Polizei und dann auch unser Guide auf. Die polizeilichen Formalitäten werden geklärt.

Problem: Wolfgangs MAN muss zur näheren polizeilichen Untersuchung am nächsten Tag zurück in einen entfernten Ort gebracht werden. Da wir, das betrifft aber auch Wolfgang und Carmelita, aber definitiv am nächsten Tag aus China ausreisen müssen, würde der Lkw alleine zurück bleiben müssen und über ein schwieriges Zollverfahren über die Deutsche Botschaft dann später aus China herausgeschafft werden müssen – vrrs. Zeithorizont bis zu einem halben Jahr.

Jetzt läuft die Orga-Maschine über die chinesische Agentur in Peking an.

Wir versuchen zunächst mit der Winde von Max den MAN zur Seite zu ziehen, damit der Verkehr wieder fliesen kann. Das ist nicht so einfach und braucht seine Zeit, da wir die Lenkung des MAN nicht freibekommen – damit den MAN auch nicht wirklich an den Straßenrand ziehen können. Der chinesische Polizist flippt irgendwann aus und fängt an herumzubrüllen! Die Nerven liegen blank. Am Ende klappt es dann aber doch.

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Kleines Video vom ersten Anziehen des MAN mit der Winde:

https://dl.dropboxusercontent.com/u/68801596/Accident%20Clearing%20MAN.MOV

 

Am Ende steht der MAN zwar immer noch im Weg, aber die Sattelschlepper können knapp vorbei.

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Wir fahren mit Max, Heidi, Andreas und Eva noch ein paar Kilometer weiter und übernachten auf diesem Platz, bevor wir am nächsten Tag nach Laos ausreisen.

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In der Nacht noch wird der MAN mittels Kran auf einen Tieflader verladen, von der Polizei untersucht, und am nächsten Tag zur Grenze nach Laos geschafft. Letztlich eine organisatorische Meisterleistung. Derweil hat Wolfgang mit dem chinesischen Lkw-Fahrer einen “teuren” aber unvermeidlichen Vergleich geschlossen – das polizeiliche Verfahren wird daraufhin eingestellt, die beiden können ausreisen. Puuuhhh! Glück im Unglück.

 

Wir verabschieden uns aus China mit diesem wohl eher seltenen Fund am nächsten Tag kurz vor der Grenze nach Laos.

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Anshun-Guilin-Yangshuoa-Nanning

Wir verlassen Chongquing mit einem tränenden Auge, wären gerne noch ein paar Tage länger geblieben. Es geht zunächst Richtung Südosten im großen Bogen, dann wieder nach Westen zum Verlassen Chinas über Nanning und Mengla nach Laos.

Vordergründig schlauer, wäre es sicherlich gewesen, von China aus direkt nach Vietnam einzureisen. Dies verbot sich allerdings vor dem Hintergrund der Schwierigkeiten, die beide Länder um das Bereisen ihres Landes mit einem Wohnmobil machten. In China muss man genaue Kalenderdaten angeben, wann man einreist, sich wo und wie lange aufhält, wann man ausreist, etc., während die Vietnamesen bis zuletzt um jeden Cent gepokert haben, der zu zahlen für die Einreise mit dem Wohnmobil dann notwendig wurde. Da nicht klar war, wie die Verhandlungen mit den Vietnamesen ausgehen könnten und ob wir überhaupt einreisen, wurde der sicherere Weg gewählt, d.h. Angabe eines genauen Ausreisedatums bei den Chinesen nach Laos.

Zunächst fahren wir über Zunyi den Ort Anshun mit dem nahe gelegenen Huangguoshu-Wasserfall an. Unterwegs sehen wir immer wieder diese Werbung an der Autobahn, die uns beide unweigerlich an Audrey Hepburn denken lässt.

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Wir rätseln, was beworben werden könnte. Unser Guide klärt uns abends auf – schnöder Whiskey.

Der Huangguoshu-Wasserfall, den wir am nächsten Morgen besuchen, hat eine Höhe von 74 Metern und eine Breite von 101 Metern. Er soll damit der größte Wasserfall Chinas und sogar ganz Asiens sein. Zu Vergleich die Viktoria Fälle sind 110 Meter hoch, allerdings 1,7 Kilometer breit. Ganz neu-chinesisch-modern nähert man sich dem Wasserfall über zwei gigantische Rolltreppenanlagen – nix mit laufen! Schöne neue Welt.

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Nein, das ist er noch nicht der Wasserfall …

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… aber jetzt!

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Zwischendurch aus gegebenem Anlass (… sie stehen überall herum, so auch hier heute, kommt es ganz dicke!) einige Verbots bzw. Gebotsschilder. Der Chinese liebt sie offensichtlich oder macht ständig irgendwelchen Blödsinn.

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… unterm Wasserfall?

 

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… keine Leitern am Wasserfall anstellen?

 

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Selfexplaining?

 

Zurück zum Wasserfall, der sich trotz Trockenzeit doch als einigermaßen eindrucksvoll herausstellen sollte.

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Hinter dem Wasservorhang des Falls befindet sich ein Höhlensystem, durch das man von einer Seite des Wasserfalls zur anderen gelangt. Schön ausgeleuchtet?

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Auf dem weiteren Weg Richtung Guilin in der Provinz Guangxi kommen wir in Regionen Chinas, wo es üblich ist, nicht nur Fisch, Rind, Huhn etc. zu verspeisen. Feilgeboten werden per Foto des Tieres am Restaurant auch Hunde.

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Guilin liegt an den Ufern des Li Jiang (Li-Flusses). Die chinesischen Schriftzeichen des Namens Guilin bedeuten „Stadt des Duftblütenwalds“. Der Name bezieht sich auf die große Anzahl von stark duftenden Osmanthus-Bäumen in den Allen der Stadt. Die Stadt soll in einer beeindruckenden Landschaft zwischen Hügeln erbaut sein, die es uns in Folge Dauerregens über ganze zwei Tage jedoch nicht vergönnt war, zu sehen. Lediglich schemenhaft konnte man sie erahnen. Wir treiben uns in Shopping-Centern herum, reparieren unser Auto bzw. Verkleben die Gummi-Kabinenstabilisatoren des Alkovens am Fahrerhaus neu mit Sikaflex und genießen das Nichtstun – machen Spaziergänge im Regen … hier schön zu sehen, die in Asien üblichen gesonderten Fahrstreifen für Motorräder und Motorroller.

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Selbst Grachtenboote scheinen vor dem Kopierwahn der Chinesen nicht sicher zu sein.

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Motorroller mit Regen bzw. Sonnenschirm – fest installiert unterhalb des Lenkers. Mit so etwas würde ich gern mal über die Wilhelmstraße fahren.

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… und abends geht es ins “Amani”, ein italienisches Restaurant, dass wir über den Lonely Planet entdeckt haben. Leckere Pizza, Nudeln und bayerisches Weißbier aus der Dose.

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In der Hoffnung auf besseres Wetter verlassen wir am 24.04.2013 Guilin Richtung Yangshuo, berühmt für seine Landschaft mit Karstbergen – eines “der” touristischen Reiseziele für Chinesen, abgebildet sogar auf einem Yuan-Geldschein.

Es sind nur wenige Kilometer dorthin – wir haben weiterhin kein Glück mit dem Wetter.

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Zwei verregnete Tage auch in Yangshuo. Wir nehmen ein Hotelzimmer, um nicht die ganze Zeit auf einem innerstädtischen Parkplatz bei Regen im Wohnmobil sitzen zu müssen – Entdeckung im Bad des Hotels (zum Thema chinesischer Schilder- und Regelungswahn).

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Wir beschweren uns nicht, wir hatten über Monate nur gutes Wetter, schade ist es trotzdem.

Das übliche Programm … Spaziergänge durch die Stadt, kleine Einkäufe, Essen gehen.

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Wir entdecken ein Taschengeschäft, in dem man uns nach kurzem Verweilen im Ladenraum bereits anbietet, den sogenannten “secret room” zu besuchen. Wir unwissenden Langnasen schnallen zunächst gar nichts. Als wir allerdings den betreffenden Raum über eine versteckte Tür betreten, gehen uns gleich mehrere Lichter auf – vom Original wohl kaum zu unterscheidende Kopien von Handtaschen der Firmen Hermés, Gucci, Prada, Luis Kartong, Bottega Venata, etc.

… und wir entdecken ein bayerisches Restaurant mit einem deutschen jungen Koch, der, um Erfahrungen zu sammeln, sich zwei Jahre nach Yangshuo verdingt hat – Respekt!

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Auf den “one meter” Jaegermeister haben wir verzichtet, aber ein Schnitzel mit Pommes und ein Weißbier haben wir schon zu uns genommen.

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Abends stürzen wir uns nach weiteren Weißbieren im Hofbräuhaus ins chinesische Nightlife Yangshuos.

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Alles ziemlich “strange” für uns (Karaoke, Live-Musik, Spieltische …). Nicht ganz unsere Altersklasse – trotzdem interessant.

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Bevor wir nach Hause gehen, hat Petra mal wieder Autogrammstunde.

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Von Yangshuo aus treten wir quasi die Heimreise nach Laos an. Die Zeit in China ist rasend schnell vergangen. Und … wir sind am Ende knapp 8.000 Kilometer durch China gefahren.

Es geht in die Hauptstadt der Provinz Guangxi, nach Nanning – die für mich “gefühlt” noch mal ein Höhepunkt der Reise ist, auch wenn wir dort nur einen Nachmittag und Abend verbringen. Die Stadt ist Industriestadt, Tor nach Vietnam (nur 160 km zur Grenze) und hat knapp 7 Mio. Einwohner – halt `ne echte Provinzstadt!

Es sind die Gegensätze und das Unerwartete, die China für mich am Ende ausmachen bzw. interessant machen. Dieses neue junge, gigantische, dynamische und reiche China in Verbindung mit dem alten, dem armen China, dem Dreck, den Garküchen, dem Gestank … etc. Ich glaube aber, ich kann es einfach nicht richtig beschreiben. Ein Spaziergang durch Nanning.

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Neben riesigen Shopping-Centern auch kleine schräge Boutiquen in einer Seitenstraße.

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Fastfood-Land.

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… ein kleiner Vorgeschmack auf Saigon – hunderte von Motorrollern an einer Ampel.

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“Alt-“chinesische Fressmeile. Bis hin zu gegrillten Wanzen ist alles erhältlich. Hier jedoch überwiegend Seafood.

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MUSTBUY wäre vielleicht noch besser.

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Abendlicher Besuch bei Benefit.

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Heimweg.

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… bye, bye China – ein kleines Abschiedskonzert auf der Verkehrsinsel, in Englisch natürlich.

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Selbst die kleine Chinesin auf der Vespa findet es so klasse, dass es sofort gefilmt werden muss.

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