Autor-Archiv:dietra und petrich

dietra + petrich sind mit ihrem rolling home unterwegs die welt zu erkunden

Quer durch Zentral-Anatolien nach Batumi, Georgien

Kurz vor Sivas (7.10.) campen wir mal wieder wild, nach den “Tagen des dicken Duschstrahls” auf dem Kaya-Camping. Apropos Duschstrahl. Petra meint, die Pumpe würde mal wieder so komische Geräusche machen – ich will`s gar nicht hören, bin morgendlich “vor-Kaffee-sauer” und hülle mich in Zweck-Optimismus. Leider hatte sie aber Recht. Ich schaffe es gerade noch, mir den Schaum aus den Haaren zu waschen, da kommen nur noch Tropfen. Mal wieder alles auseinanderschrauben und gucken, woran es liegen könnte. Mit dem Kompressor Luft in den Tank blasen – hatte das letzte Mal geholfen, die festgestellte Verstopfung am Tankausgang zu beseitigen. Leider hilft es diesmal nicht. Ok, Filter der Filteranlage geöffnet. Der eine Filter ist ganz grün zugesetzt mit Mini-Algen. Sollte eigentlich nicht sein, dass jetzt sich schon Algen im Tank bilden. Aber es ist wie es ist! Filter gereinigt, Wasser läuft wieder, aber wir müssen etwas gegen das Grünzeug im Tank tun! Die Weiterfahrt und die nächsten Tage werden von diesem Ereignis überschattet. Besuch in Sivas. Mindestens 10 Apotheken abgeklappert und mit Händen und Füßen erklärt, dass wir Chlor oder Kaliumpermanganat kaufen wollen – nicht erhältlich! Stadtrundgang

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– mmmmhhh leckere Süßigkeiten, man muss sich ja mental “irgendwie” wieder aufbauen. Nachmittags gibt`s Baiser mit H-Sahne!

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Während der Weiterfahrt geht mir immer wieder die Frage durch den Kopf, ob ich nicht doch Wassertankreiniger eingepackt habe. Ich weiß, ich hatte das Zeug in der Hand und den Gedanken, es nicht zu brauchen. Wir suchen uns abends wieder einen Platz zum Wild-Campen in der Nähe von Susehri (8.10.). Ein Blick in die Inventar-Liste beruhigt extrem die Nerven – ich habe das Zeug doch eingepackt. Nachdem ich es aus dem Lager im Radkasten herausgezaubert habe, stelle ich fest, dass es für zwei komplette Tankreinigungen ausreichen sollte. Das wird auch das Programm für die nächsten zwei Tage bestimmen. Morgens Tankreiniger in den Tank, diesen an der Tanke auffüllen bis er voll ist, nachmittags die Brühe wieder ablassen und Frischwasser tanken, damit wir duschen, spülen etc., können.

 

Am nächsten Tag weiter durch Zentralanatolien mit seiner wundervollen Landschaft.

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Und einen Besuch auf dem Basar in Siran.

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Erkenntnisse: es gibt hier Riesenkohlköpfe und gut zu beobachten, die türkische Männergesellschaft (zumindest vor der Haustür) mit ihren Männercafés etc..

Positiv an Siran weiter ein Englisch verstehender Apotheker mit zwei Packungen Kalium-Permanganat. Die habe ich jetzt erst mal in die Inventarliste für zukünftige Fälle aufgenommen.

 

Und für Frau Schellberg – ein roter Mini-Backofen – ist per UPS unterwegs nach WI.

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Abends kommen wir in Bayfurt an – wir wollen auf einer Tankstelle übernachten, da ich den Tank öffnen will, um ihn noch von innen auszuwischen, und wir danach wieder Wasser auffüllen müssen etc. Hauptsächlich kommt das Wasser aber von oben – es schüttet aus Kübeln. Ich bin patsch-nass und kriege den Tankverschluss nicht auf. Anruf bei Alpha-Cab (den Konstrukteuren des Mobils) ergibt, dass wir das Ding lieber zu lassen, bevor wir mit einer Gewaltaktion etwas kaputt machen und dann der Tank undicht ist – würde vorzeitige Heimreise bedeuten. Weitere Filter-Beobachtungen ergeben, dass die Algen sich wohl verdrückt haben – der Wasserstrahl ist normal und die Pumpe funktioniert auch. Wollen wir das Beste hoffen. Sonst müssen wir irgendwann doch noch einen Swimming-Pool-Laden aufsuchen, um Chlor zu kaufen. Nach einer Regen-Nacht geht es am nächsten Morgen weiter über kleine Nebenstraßen Richtung Rize am schwarzen Meer. Wieder herrliche Landschaft, Dörfer und einen wirklich hohen Pass.

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Von dort aus hinunter bis auf Meeresniveau – ein ganz schöner Höhenunterschied. Wir haben in Rize einen Stellplatz auf einem Parkplatz am Meer. Vor dem Dunkelwerden machen wir noch einen Spaziergang durch die sehr lebendige Stadt – keine Touristen weit und breit und gehen abends Fisch essen. Wir beschließen am nächsten Tag bereits die wenigen Kilometer bis nach Batumi zu fahren, da auf türkischer Seite laut Karte keine kuscheligen Campingplätze mehr zu erwarten sind. Am nächsten Morgen verlassen wir die Türkei – oh wir haben sie lieben gelernt die türkischen Menschen. Unser Bild über die Türkei hat sich total verändert.

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Göreme–Ürgüp (Kappadokien)

Am nächsten Morgen (5.10.) geht`s von Mustafapasa noch die wenigen Kilometer bis zum Kaya-Camping-Platz zwischen Ürgüp und Göreme, wo wir ein paar Nächte bleiben wollen, um Kappadokien weiter zu erkunden, Wäsche zu waschen, Auto zu putzen etc.

Wir haben Glück, der Campingplatz stellt sich als wirklich super heraus – Waschmaschine, W-Lan, saubere Duschen mit warmen Wasser und dickem Strahl, kalter Kühlschrank mit Efes-Pils – na, was man so unterwegs beim Wild-Campen so vermissen kann.

Die erste Hälfte des Tages verbringen wir mit Waschen und Putzen;

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danach wird kräftig das W-Lan genutzt, Spiegel-Online (wobei mein Interesse an deutscher Politik etc. schon merklich nachgelassen hat) und am Blog weiter gearbeitet – das ist ganz schön arbeitsaufwendig. Fotos bearbeiten, heraussuchen, sortieren etc.

Am nächsten Morgen stehe ich gg. 6:00 Uhr auf, um das Schauspiel der über Kappadokien gleitenden Heißluftballone mir vom Boden aus anzusehen. Petra kommt beim Joggen nach und schaut sich das Schauspiel auch noch an. Auf dem Foto ist sie ganz klein unten zu sehen.

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Nach dem Frühstück chillen wir und surfen noch ein Wenig im Internet. Mal ganz gut keine Programm zu haben. Am Nachmittag machen wir mit dem Bus einen Ausflug nach Ürgüp, einen sehr schönen kleinen Ort, trinken dort Tee und fahren wieder zurück.

Am nächsten morgen werde ich um 5:30 Uhr abgeholt. Es geht auf Heißluftballon-Fahrt. Petra wollte wegen Höhenangst nicht mit – ich glaube, es hätte ihr aber nichts ausgemacht – und sie hat wirklich was verpasst.

Ballon aufblasen

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Ballon richtet sich auf …

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… es geht langsam los

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… immer höher – bis auf 600 Meter

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… und dann wieder hinunter in die berühmten Täler rund um Göreme

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und wieder hinauf

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Blick ins Love-Valley

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Autor

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von oben

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Landung direkt auf dem Anhänger – das ist praktisch

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Luft raus

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Nach der Heißluftballonfahrt noch Besichtigung von Göreme mit seinen Höhlenwohnungen.

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Dann geht`s weiter wieder auf die Straße quer durch Zentral-Anatolien über die Großstadt Kayseri, die wir umfahren bis kurz vor Sivas.

Sultanhani-Selime-Ihlara-Derinkuyu-Mustafapasa (Kappadokien)

Nach unserem erfolgreichen Orientteppichkauf in Sultanhani geht es weiter ins Zentrum Kappadokiens. Über Aksaray fahren wir zunächst nach Selime Richtung Ihlara-Tal. Dabei passieren wir einen der höchsten Berge der Region, den Hasan Dagi (3.258 m).

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In Selime befindet sich eine der größten und besterhaltenen byzantinischen Klosteranlagen in Kappadokien, die heute Selime Kalesi genannt wird.

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Wir besichtigen die Höhlen des Klosters im Tuffstein (Bilder s.o.) und sind erstaunt über vor den Felsen posierende Teens oder Twens – bis Petra klar wird, was die da machen – da werden Fotos für Facebook geschossen. Ich bitte Petra, sich doch auch mal so hinzustellen, das gelingt ihr ziemlich gut – es zeigt sich sofort ihre Facebook-Erfahrung!

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Nachdem wir einen penetranten einheimischen Touristenführer erfolgreich abschütteln konnten, übernachten wir am Bach direkt unterhalb der Klosteranlage. Abends noch Mal ein schöner Blick auf die Anlage.

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Am nächsten Morgen brechen wir auf Richtung Ihlara-Tal. Bei diesem handelt es sich um einen kleinen Canyon, in dem Einsiedler eine Unzahl von Einsiedeleien bzw. Kirchen in den Tuffstein gehauen haben, um dort “Einzusiedeln”.

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Damit es nicht gar zu langweilig wurde, haben sie ihre Höhlen bemalt und auch Wein angebaut – vermutlich dann wohl auch getrunken! Wir kaufen zwei Flaschen kappadokischen Wein am Straßenrand – spätere Tests ergaben: man kann ihn gut trinken. Es geht weiter Richtung dem vom Dumont-Reiseführer als untouristisch und schön gepriesenen Ort Güzelyurt. Noch mal ein Blick auf den Hasan Dagi.

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Wir essen dort in Güzelyurt zu Mittag. Es gibt einfaches Kebab im Brot mit Tomaten – untouristisch eben. So weit so gut, als wir zahlen wollen stellt sich heraus, dass das Ganze pro Person € 16 kosten soll. Sehr touristisch! Wir diskutieren nicht – man hätte vorher fragen sollen.

Die Weiterfahrt führt uns an einer nahegelegenen Burg vorbei

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und über Nebenstraßen nach Derinkuyu. Dort befindet sich die größte von insgesamt 100 unterirdischen Städten in Kappadokien. Früheste Erwähnung finden solche Städte im 4 Jh. v. Chr. – in byzantinischer Zeit aber fanden diese Anlagen ihre größte Verbreitung. Die weit verzweigten Gänge schützten vor feindlichen Eindringlingen. Wir besichtigen die unterirdische Stadt. Ausgegraben sind bislang 8 Stockwerke bis in eine Tiefe von 40m. Beängstigend eng und niedrig sind die Gänge – ich bin froh, als ich wieder `raus bin (Petra sowieso). Ich würde es keine halben Tag da aushalten.

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Wir fahren weiter Richtung Göreme dem Herzen Kappadokiens und übernachten kurz vor Göreme in einem Ort namens Mustafapasa. Petra geht es nicht gut, ihr ist das teure Essen in Güzelyurt nicht bekommen, so gehe ich alleine mit den anderen in den sehr schönen Ort zum Apero (Raki + Efes Pilsen) und esse gleich noch eine gar nicht so schlechten Hamburger, damit ich später nicht noch in unsrer Schlafküche mir was zu essen machen muss.

Patara – Kas – Cirali – Antalya/Side – Cap Anamur – Silifke – Mut – Karaman – Sultanhani

Wir verlassen am 27. September den schönen einsamen Strand von Patara Richtung Süden. Zunächst besuchen wir noch die nahe gelegenen Ruinen der lykischen Städte Letoon und Xanthos – auch hier wieder beeindruckend, was man zu dieser Zeit schon so gebaut hat.

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In der Mittagshitze (34 C) geht es weiter Richtung Kas. Dort finden wir einen schönen Standplatz an der jetzt felsigen Küste mit Kiesstrand – angenehm, mal kein Sand überall im Auto. Allerdings ziehen wir die Schwimmschuhe aus Gummi an, damit wir an den Felsen uns nicht die Füße aufschlitzen. Wir besuchen den Ortskern von Kas und ich leiste mir einen Eiskaffee – es ist touristisch. Am nächsten Tag besuchen wir noch den sehr schönen Markt, kaufen Gemüse etc.. Dann geht`s weiter. Zunächst noch ein Ruinen-Highlight aus lykischer Zeit, die Hausgräber der Lykier in Myra. Hier ist es total touristisch überfüllt, Busse über Busse. Trotzdem schön, die Hausgräber sehen zu können

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– aber dann nichts wie weg. Bevor es richtig weiter geht – lassen wir an einer Tankstelle noch professionell unser Auto waschen, der Wagen ist mittlerweile schon ganz schön schmutzig.

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Wir fahren weiter Richtung Cirali, einem kleinen Ort nahe Olympos – ein Tip einer Frau vom Campingplatz in Italien. Auch hier können wir wieder wunderbar wild Campen – mitten auf dem Strand!

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Weil`s so schön ist, bleiben wir mal wieder zwei Nächte und besuchen am nächsten Tag die in der Nachbarbucht gelegene wirklich “superschöne” antike Seeräuberstadt Olympos und … lassen die Seele baumeln, baden, baden, baden. Das besondere an der Stadt Olympos ist, daß es zum einen nur wenig Touristen gibt, aber das wirklich ausschlagegebende ist ihre Lage, in einer Bucht und … sie ist teilweise noch im Dornrößchenschlaf, total überwachsen von Bäumen etc.

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Nach zwei schönen Tagen in Cirali fahren wir zur Abwechslung mal Richtung Norden die Küste “hinunter” – wir sind auf dem Weg zur türkischen Riviera nach Antalya. Dort machen wir nur kurz Halt an einer kleinen Strandbar (die Millionenstadt im Hintergrund).

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Wir sehen die erste Muslima in voller Montur beim Baden.

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Und besteigen wieder das Auto – wir wollen am gleichen Tag noch nach Aspendos, dem wohl besterhaltenen römischen Amphitheater des Mittelmeerraumes. Auch dieses ist sehr beeindruckend – aber belagert von Pauschaltouristen, die mal aus ihren Hotelburgen `rauswollen.

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Übernachtet wird heute südlich von Side auf einer Baustelle am Strand – nicht wirklich schön, aber wir können noch `mal schwimmen gehen und es gibt Süßwasserduschen am Strand, das schont unseren Süßwassertank im Auto – wir müssen nicht wie sonst alle zwei bis drei Tage an der Tankstelle Wasser nachtanken – umsonst, die Türken sind freundliche und großzügige Leute.

Am nächsten Morgen fahren wir weiter, die weitenteils wirklich nicht besonders schöne türkische Riviera hinunter. Hotelburgen über Hotelburgen. Wir passieren Alanya – ab dann wird`s landschaftlich wieder bergig und schön. Es geht im zweiten Gang mit max. 40 km/h die Küstenstraße `rauf und `runter – wir passieren Cap Anamur – bis in die Nähe von Silifke. Kurz vor Silifke finden wir einen kleinen Campingplatz am Strand mit vier französischen Wohnmobilisten, die wohl da schon länger stehen. Unverständlich – da, so schön ist es da wirklich nicht. Aber wir können wieder baden und abends werfe ich den Grill an, es gibt Lammkoteletts mit Salat. Am nächsten Morgen treffen wir uns mit den anderen wieder, die am Vortag kurz vor Cap Anamur hängen geblieben waren. Es geht weiter, wir fahren tanken, da Diesel ausnahmsweise mal unter € 2,00/Ltr. zu bekommen ist. Und wir werden vom Tankwart noch zum Tee eingeladen – türkische Gastfreundschaft eben.

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Bei Silifke verlassen wir die Küste – und damit vorerst das Badevergnügen. Weiter südlich wollen wir nicht fahren – wäre zu dicht an der Grenze zu Syrien. Durch das beeindruckende Taurusgebirge

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geht es über Mut bis kurz hinter die Stadt Karaman. Dort verfahren wir uns heillos, da die Polizei mit Maschinenpistolen die Straße abgesperrt hat, die wir eigentlich laut Navi nehmen sollten. Wir machen uns schnell weg – was immer da los war und finden später doch wieder auf den rechten Weg. Wir übernachten hinter Karaman in beeindruckender Kulisse an einer Tankstelle mit Blick auf die Berge. Der Tag hat mit Tee an einer Tankstelle begonnen – und endet an einer Tankstelle!

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Nach einer unruhigen Nacht mit einem heftigen Sturm und Gewitter geht es nach morgendlischem Joggen in der Einsamkeit weiter über Karapinar nach Sultanhani zur sehr schönen Karawanserai des Ortes – liegt an der alten Karawanenroute von Kayserie nach Konya.

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In Sultanhani kaufen wir einen kleinen, sehr schönen Teppich als Fußabtreter für unseren Eingangsbereich. Der ursprünglich mitgenommene große Fußabtreter mit Gummi-Unterseite hatte sich als unpraktisch und zu groß herausgestellt. Überhaupt stellen wir immer mehr fest, was praktisch ist und was nicht – es werden noch so einige Dinge ausgetauscht oder verschenkt werden müssen. Nachmittags geht`s weiter Richtung Kappadokien … davon berichte ich in einem weiteren Artikel … es wird gerade kühl und ich muss aufhören zu schreiben und den Artikel noch in den Blog hochladen – WLAN sei Dank!

 

 

 

 

 

 

Fethiye–Pinara-Patara-Strand

Nach einer Nacht auf dem Camping-Platz in Ölüdeniz mit dem unangenehm superwarmen Wasser der Lagune (anders auch “P”-Brühe) telefonieren wir mit unseren Mitreisenden und vereinbaren uns nachmittags wieder in Fethiye zu treffen. Wir bleiben noch bis um die Mittagszeit auf dem Camping-Platz in Ölüdeniz, da es hier u.a. Strom (Batterie vorsorglich komplett ohne Solar-/Generator-Energie aufladen), Wasser (Tank füllen (150 Ltr.) und freies W-Lan gibt.

 

Auf dem Weg in die Stadt (Fethiye) tanken wir noch (Ltr. Diesel Türkei z. Zt. € 2,15) und machen einen Abstecher zu Carrefour. Dort kaufen wir Küchenrolle (wichtig im Camper), Weiß- und Rotwein, Bier (ebenfalls wichtig im Camper), Domestos/Abflussfrei (irgendwie läuft schon jetzt unser Küchenabfluss nicht mehr richtig ab – der kleine Siphon kämpft gg. Salat, Salatsoße etc. – eben auch wichtig im Camper) und verschiedene nicht ganz so wichtige Dinge ein.

 

Danach fahren wir runter ans Wasser, parken unser Auto und spazieren durch Fethiye bzw. sitzen an der Strandpromenade und trinken türkischen Tee bzw. Kaffee und chillen so vor uns hin

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– bis etwa 16:30h, dann treffen die anderen ein.

Da es nun bereits zu spät ist, um noch großartig weiter zu fahren suchen wir einen Standplatz für die Nacht in Fethiye. Den finden wir auch an der anderen Seite der Bucht, immer noch am Wasser bzw. an der Promenade. Wir schließen unsere Autos ab und gehen zum “Sundowner”

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ins nächstgelegene Restaurant an der Hafenpromenade und trinken Raki – ich bleibe beim Effees-Pilsen. Gegen 20:00h wollen die Anderen im Camper kochen, wir entscheiden uns im Restaurant zu essen. Essen super-lecker, insbesondere das geschmorte Gemüse. Es gibt leckeren türkischen Rotwein (man könnte meinen, wir seien auf einer kulinarischen Rundreise). Später gesellen sich Max und Heidi noch wieder zu uns – der Abend kling lustig aus. Die Nacht tun wir keine Auge zu, da sich ab gg. 22:00h direkt neben unserem Auto mehrere Jugendliche in Autos mit lauter Musik bis in die Morgenstunden die Zeit vertreiben – gäääähhhhhhnn!

 

Eigentlich hatten wir für den nächsten Morgen die Weiterfahrt gg. 10:00h mit den anderen vereinbart, die wollen aber plötzlich Spazieren gehen, um den Raki los zu werden. Daraus wir ein ausführlicher Spaziergang über den riesigen Wochenmarkt – was für ein Angebot an Obst und Gemüse (wirklich) und Lacoste, G-Star, Nike, Superdry, etc. etc. – alles echt echt echt für € 5,00 pro T-Shirt – schade nur, dass wir keinen Platz mehr im Auto haben.

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Nach dem Markt Weiterfahrt zu den Ruinen der alten lykischen Stadt Pinara. Pistenartige Anfahrt in die Berge – vorsichtshalber mal wieder 4×4 eingeschaltet. Was für ein Ausblick.

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Die Lykier lebten hier im 4 Jhdt. v. Chr. in einem Bund von Stadtstaaten – besonders berühmt die Felsengräber, in denen sie ihre Toten bestatteten – die sie gleichzeitig aber auch als Fluchtburgen nutzten.

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Nach etwa 1-stündigem Marsch durch die Hitze (ca. 34 C) und die Felsen der Ruinen der Stadt fahren wir weiter Richtung Strand von Patara. Dieser ist etwa 20 km lang und darf eigentlich nur gegen Zahlung eines Eintritts betreten werden, da wg. dort brütender Meeresschildkröten zum Naturschutzgebiet erklärt. Ich gebe einfach Patara ins Navi ein – wir finden natürlich prompt den offiziellen Eintrittspunkt nicht, landen aber nach längerer Fahrt über Feldwege in einem Pinienwäldchen direkt oberhalb der Mitte des Strandes bzw. oberhalb der großen Dünen.

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Hier bleiben wir (“natürlich”) für zwei Nächte – besser kann man gar nicht stehen. Nachteil nur die 15 Minuten Weg bis zum Wasser und vor allem die 20-25 Minuten Weg vom Wasser bis zurück zum Auto – schwitz! Na man kann nicht alles haben – dafür ist der Strand wirklich komplett leer, man sieht alle Stunde vielleicht mal einen einsamen Spaziergänger. Wir genießen es – gestern 17:00-19:00h am Strand, heute früh 9:00-11:00h und heute Nachmittag geht`s noch mal runter.

Selcuk-Bodrum-Mugla-Marmaris-Halbinsel Datca-Köycegiz-See-Fethiye

21.09.2012

 

Wir brechen auf und fahren zunächst noch einmal in die Stadt Selcuk, um dort Geld zu zapfen bzw. zu tauschen, letzte Einkäufe wie Brot, Wasser, Bier, leckere Weintrauben etc. zu tätigen. Heute ist mal wieder Kilometer fressen angesagt.

Es geht über Land – wir passieren bzw. durchfahren die Stadt Aydin mit Ziel Bodrum. Das wollen wir uns trotzdem es sehr, sehr touristisch sein soll, wenigstens mal anschauen (weiße Häuser und Burg) und dann von dort aus mit der Fähre auf die Halbinsel Datca fahren. Unterwegs bekommen wir allerdings via I-Pad (doch praktisch!) heraus, dass die Überfahrt mit einem normalen Camper schon etwa € 110 kosten würde – und ob Max mit seinem “Dicken” überhaupt drauf geht, ist fraglich. Also wird umgeplant – wir lassen Bodrum “rechts liegen” und fahren über Mugla und Marmaris direkt auf die Halbinsel Datca.

Dort campen wir wild auf einem Stellplatz oberhalb der Straße. Da es auf der Halbinsel so schön ist, beschließen wir am nächsten Morgen, noch eine  Tag zu bleiben und suchen uns einen richtigen Campingplatz mit Waschmaschine. Unser Beutelchen schmutzige Wäsche ist nämlich schon zum Bersten voll und die Bettwäsche müsste auch mal gewaschen werden. Wir finden auf anhieb einen wunderschönen Campingplatz mit einer Bungalow-Siedlung vom Feinsten davor, gelegen an zwei ruhigen wunderschönen Buchten. Volltreffer. Petra wäscht Wäsche, ich schreibe Blog (es gibt freies W-Lan). Wir werden von allen möglichen Leuten – wie überhaupt in der Türkei freudig begrüßt. Auf Französisch von einem türkischen Paar, das in Instanbul bei Renault gearbeitet hat, in Deutsch von einem türkischen Reiseleiter mit Frau etc. etc. Überhaupt sind die Menschen extrem offen und man wird begrüßt, mit Orangen beschenkt und so weiter. Unser Berlin-Bild von “den Türken” ist wohl komplett falsch – hatte ich ja schon vermutet.

 

Wasch-Tag auf Halbinsel Datca

 

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Nach dem Besuch der Stadt Datca am nächsten Tag trennen sich unsere Wege mal wieder. Max, Heidi und Jürgen wollen nicht mit nach Pamukkale (Sinterterrassen) nahe Denizli. Wir zunächst schon, überlegen es uns später aber doch noch anders, da der Reiseführer meint, es sein sehr touristisch, schmutzig – dafür ist es zu weit hinzufahren 180 km hin und 180 km retour.

 

Wir fahren auf Schotterpisten direkt an den sehr einsamen Köycegiz-See mit Lagune – Brutplätzen von Meeresschildkröten und weiter an den meerseits des Sees gelegenen Strand von Ekincik.

 

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Dort finden wir einen Stellplatz direkt am Strand. Abendessen nehmen wir im lokalen kleinen Strandhotel ein, sehr lecker, alle sehr freundlich aber leider auch sehr teuer.

 

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Am nächsten Morgen geht es zurück zum See und dann südlich des Sees – teilweise über echte Pisten (Vierradantrieb erstmals eingeschaltet) – zu den Felsengräbern von Kaunos (4. Jh. v. Chr.). und zurück auf der selben Strecke, da wir uns auf den Pisten des Mini-Ortes Dalyan heillos verfahren und den direkten Weg nicht finden. Macht nichts – Landschaft war superschön!

 

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Von dort aus geht es weiter Richtung lykische Küste, zunächst nach Fethiye und dann an den berühmten Lagunenstrand von Ölüdeniz – gefällt uns gar nicht  – Super-Tourismus für Engländer, es gibt sogar Strongbow-Cider aus der nähe von Hereford.  Nichts wie weiter!

Assos – Bergama (Pergamon) – Ephesos

… weiter geht`s von Assos Richtung Bergama ins Inland, unterwegs noch einen türkischen Mocca bzw. ein erfrischendes Ayran.

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Weg von der Küste auf kleinen Nebenstraße. Wir übernachten wild auf einer zur Verhinderung der Ausbreitung von Waldbränden geschlagenen Schneise mit Blick in ein weites Tal und kochen bzw. essen gemeinsam am großen Tisch.

Am nächsten Morgen – oh Schreck – es kommt nur noch ein kleines Rinnsal aus unserem Wasserhahn. Und das, obwohl wir doch am Tag zuvor an der Tankstelle unseren Wassertank mit 150 Ltr. aufgefüllt hatten. Fehlersuche! Wir hatten das schon einmal in Norwegen, da hatte sich der Seagull-Filter so vollgesetzt, dass kein Tropfen mehr durchkam – wir haben ihn dann mit einem Schlauch überbrückt und es ging wieder. Also gleiches Prozedere, aber es tut sich nichts. Vorfilter gecheckt, auch der ist ok, Pumpe von der Wasserzuführung abgetrennt und aus einer Schüssel Wasser ansaugen lassen – Pumpe pumpt = ok. Bleibt ein Fehler in der Wasserzuführung vom Tank, die man eigentlich nicht wirklich einsehen kann – vielleicht ist da etwas verstopft. Eingebauten Kompressor angeworfen und mit der Düse Luft rückwärts über den Schlauch in den Tank gepustet – es gluckert heftig! Alles wieder zusammengebaut und es funktioniert (wie Petra meint – Wasserdruck) besser als vorher. Offensichtlich hatte sich im Zulauf irgendetwas quergestellt! Später kommt auch in den Vorfilter etwas Algenartiges, was ich mehrfach entferne. Hoffe Problem taucht nicht wieder auf.

Auf den Schrecken habe ich erst einmal eine ausgiebige Dusche (statt 10 Ltr. = 13 Ltr.) genommen. Frühstück, dann geht`s Richtung Bergama, das wir nach weiteren 20 km Fahrt erreichen.

Zunächst Besichtigung der auf Stadtniveau zu findenden Ruinen der “roten Halle” (römische Stadt) – ein gigantisch großes Gebäude (seinerzeit ca. 120 m lang), sehr beeindruckend! Und der örtliche Fluss fliest unterirdisch durch Gewölbe auch noch unter dem Gebäude hindurch.

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Dann ein Spaziergang durch den Ort, Brot und Wasser kaufen.

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Danach zunächst zu Fuß, dann mit einer Drahtseilbahn auf den Berg, wo u.a. die Akropolis und das steilste Amphitheater der römischen Welt stehen.

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Angenehm, dass es vergleichsweise nur wenige Besucher gibt – im Vergleich zu Ephesos, wo die modernen Kreuzfahrer in praktischen Päckchen zu 15.000 Leuten hingekarrt werden – siehe auch weiter unten.

Zurück vom Berg hat sich unser ruhiger Parkplatz in eine größere religiöse Veranstaltung verwandelt – unsere Autos stehen mittendrin.

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Wir gehen trotzdem erst mal ein Kebab in der Stadt essen; dann Weiterfahrt Richtung Ephesos.

 

Gegen Abend fahren wir an den Ausgrabungsstätten von Ephesos zunächst vorbei – Richtung Meer und hoffen dort einen Standplatz für zwei Nächte zu finden, was dann auch auf Anhieb klappt. Wir werden sozusagen von einer Mitarbeiterin einer Strandbar gekapert und gebeten “umsonst” auf ihrem Grundstück zu stehen, WC, Dusche etc. inkl. umsonst! Wir gehen zum Dank “nicht umsonst” bei ihr abends essen – Dorade muss lecker gewesen sein, ich hatte türkischen Hamburger – und viel kalten türkischen Rotwein.

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Am nächsten Morgen mit dem von der Strandbar organisierten Taxi zu den Ausgrabungsstätten von Ephesos.

Was lässt sich sagen – alles sehr beeindruckend, die Größe der Anlage, die Celsus Bibliothek, die mit einem Kunststoffdach überdachten Ruinen der Hanghäuser mit Apartments aus römischer Zeit (eines hatte 950 Qm! Fallrohre, Toiletten, Fußbodenheizung, Wandmalereien), das Amphitheater für 25.000 Zuschauer (wie groß muss erst die Stadt gewesen sein?) und nicht zuletzt die Zuschauerströme von den Kreuzfahrtschiffen, die sich in riesigen Schüben (Paket zu 15.000 Leuten) durch die Anlage schieben.

 

Ephesos live

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Hanghäuser überdacht

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Celsus Bibliothek und große Straße

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Wir sind doch etwa 4 Stunden insgesamt in der Anlage. Am meisten beeindruckt haben mich die Reste der Celsus Bibliothek und die Hanghäuser. Gegen Mittag zurück zu unserem Standplatz neben der Strandbar, Chillen, Mails beantworten, Baden gehen etc.

Kavala-Alexandroupolis-Ipsala-Gelibolu-Canakkale-Troja-Assos

In Kavala angekommen, haben wir auf dem direkt am Meer gelegenen Camping-Platz zunächst einmal ein ausgiebiges Bad in den Fluten genommen – es war schön stürmisch mit richtigen Wellen. Am nächsten Tag Mittags gab`s bereits selbst gebackenen Geburtstagskuchen von Heidi mit einem petit blanc zum Anstoßen – auf Jürgens Geburtstag.

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Am Abend ging`s zu Fuß in die etwa 4 km entfernte Altstadt am Hafen von Kavala zum Abendessen. Zuvor noch ein Apero auf dem Weg an der Strandpromenade von Kavala (3 Gläser Retsina, 1 Cola + 1 Dose Amstel-Bier) zu kostengünstigen € 25! Die Bedienung hat mal schön zugelangt – im Restaurant kostete das Amstel und der Retsina nämlich nur die Hälfte. Wir haben nicht diskutiert, um uns nicht den schönen Abend zu verderben.

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“Jürgens Geburtstag” – er hat uns eingeladen, auch zum Essen – lecker griechisch mit vielen verschiedenen Vorspeisen für alle auf dem Tisch, Fritto Misto etc. Nach Hause (Campingplatz) sind wir dann mit dem Taxi gefahren.

Von Kavala ging`s nach Osten über Alexandoupolis (Einkauf beim dortigen LIDL – viele deutsche Produkte + griechischen Wein) weiter an die türkische Grenze nahe Ipsala. Die Grenzformalitäten haben zwar einige Zeit in Anspruch genommen, aber es gab keine Probleme, alle bestens gelaunt die Herren und Damen an der Grenze. Dann weiter Richtung Canakkale bzw. Troja, d.h. Richtung Dardanellen. Dort in der Nähe von Gelibolu – noch auf europäischer Seite – haben wir dann auch wild direkt am Strand der Meerenge übernachtet – schöner Blick auf die vielen großen Frachter, die die Meerenge durchfahren. Baden fiel wegen zu viel Teer am Ufer aus.

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Am nächsten morgen Überfahrt mit der Fähre nach Canakkale (Asien)

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– es war Sonntag und wir haben einen schönen Spaziergang durch Canakkale gemacht, dort türkischen Tee getrunken und später ein opulentes Kebab zu uns genommen. Danach Weiterfahrt nach Troja – zu den Ausgrabungen Schliemann`s. Dort war ich ja 1980 schon ein Mal mit Marcel Reichard + Tommy Gaab. Auch damals waren wir eher enttäuscht, weil es dort doch außer ein paar Steinen nicht so richtig was zu sehen gibt. Das hölzerne Pferd am Eingang mal ausgenommen.

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Von dort aus sind wir weiter Richtung Süden auf Nebenstraßen gefahren. Eine wunderschöne hügelige, steinige Landschaft, die fast an die Toskana erinnert – nur die Minarette in jedem Dorf irritieren hinsichtlich des Toskana-Feelings ein Wenig. Auch hier haben wir wieder einen Standplatz direkt am Strand gefunden und sind schön Baden gegangen.

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 Abends Schaf-Herde und gemeinsames Abendessen.

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Am nächsten Morgen (17.09.2012) ging`s dann weiter durch “toskanische Landschaften” mit Minaretten

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Richtung Assos mit Besichtigung des dortigen Tempels in wunderschöner Lage mit Blick auf die griechische Insel Lesbos.

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Barletta-Monopoli-Bari-Igoumenitsa-Platamonas-Kavala

Am 10.09.2012 sind wir morgens in Peschici gestartet – haben den schönen Strand verlassen – und uns Richtung Barletta aufgemacht, unserem neuen Treffpunkt mit Max und Heidi. Zunächst noch an der wunderschönen Küste der Halbinsel Gargano entlang, dann auch mitten durch den Nationalpark Gargano mit wunderschönen Olivenhainen und Hochgebirgswäldern. Viele Kurven in den Bergregionen des Gargano lassen uns nur langsam vorankommen. Trotzdem treffen wir Max und Heidi etwa um 13:30 h in Barletta gerade noch, bevor das Reisebüro, in dem wir unsere Tickets von Bari nach Igoumenitsa lösen werden, schließt.

Standplatz Barletta am Hafen

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Nach einem leckeren Mittagessen und einem Spaziergang durch die wunderschöne Altstadt von Barletta

 

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ging`s dann weiter Richtung Monopoli, an dem wir, um einen Stellplatz für die Nacht zu finden, zunächst ein Wenig Richtung Süden vorbeifahren. Dort soll ein laut Campingführer guter Campingplatz sein. Als wir dort eintreffen, will man uns für € 30 die Nacht auf den Parkplatz des Campingplatzes neben den Müllstellplätzen verfrachten – nein! Wir fahren 100 Meter weiter und finden diesen schönen Platz zum Übernachten.

 

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Kleiner Nachteil: gegen 3:30 h in der Nacht tauchen die ersten laut italienisch sprechenden Fischer auf, die ihre Boote zu Wasser lassen wollen. Der eine “Lautsprecher” soll nach Auskunft von Petra sogar noch auf dem Wasser Hochdruckkommunikation mit seinem Partner betrieben haben – da hilft nur Oropax.

Am nächsten Morgen (11.09.2012) geht`s nach Monopoli, einer wunderschön sanierten alten italienischen Stadt (Heimat von Pietro – Boccondivino, Berlin).

 

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Dort treiben wir uns bis nach dem Mittagessen herum, um dann, nachdem wir noch Wasser am Hafen getankt haben, Richtung Bari zu starten.

 

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In Bari checken wir nach einem Navigations-Chaos (Garmin sei Dank!) gegen 19:00 h auf der Camper-Fähre nach Griechenland ein. Übernachtet wird im eigenen Mobil.

 

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Am darauf folgenden Morgen sind wir in Griechenland und fahren dort Richtung Thesaloniki. Auf dem Weg dorthin besuchen wir die berühmten Klöster von Meteora, die Mönche dort auf hohen Felsen errichtet haben.

 

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Übernachtung und Badevergnügen ca. 100 km vor Thesaloniki unterhalb des Berges Olymp.

 

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Am nächsten Morgen, Donnerstag, nach einem weiteren Bad im warmen und ruhigen Mittelmeer sowie kleinem Strandspaziergang – Petra war vorher schon joggen – geht`s weiter Richtung Kavala, wo wir uns mit dem Dritten im Bunde, Jürgen treffen. Der hat uns freudig schon erwartet.

 

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Abfahrt … und erste Stationen einer Reise

Nach sehr vielen Abschieden – es kam uns zeitweise so vor, als wären wir auf einer Abschiedstournee (Comeback garantiert) – haben wir am Morgen des 3. September gegen 8:00 Uhr uns von Falco verabschiedet, den Motor angelassen und sind Richtung Lugano gestartet. Falco hat noch ein letztes Foto von uns geschossen.

 

Abfahrt in Wiesbaden

 

In Lugano haben wir uns auf einem Campingplatz am See mit Max und Heidi getroffen, die auch an der großen Tour teilnehmen. Max und Heidi waren mit dem Packen ihres Autos noch nicht ganz fertig und hatten noch letzte Reparaturen (Webasto-Heizung) vorzunehmen.

 

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Zugegeben – sie haben auch das “stattlichere” Auto, da geht ganz schön was `rein.

 

Wir haben das Nichtstun genossen und uns einen Tag Lugano angeschaut und beim obligatorischen Shoppen “fast nichts” gekauft. Oh es gab wirklich ein paar totschicke rote High-Heels; auf die mussten wir Umstände halber leider verzichten.

Am 5. September sind wir dann gemeinsam mit Max und Heidi bis Cortona in der Toskana (Grenze zu Umbrien) gefahren und haben unsere Fahrzeuge auf einem dortigen Stellplatz mit schönem Blick ins Land und Richtung Lago di Trasimeno abgestellt.

 

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Abends Apero auf einem großen Platz und leckere toskanische Küche in kleinem Restaurant.

Auf dem Rückweg zum Wohnmobil ein erster Schock. Ohne Fremdeinwirkung bricht mit einfach so ein größeres Stück vom Schneidezahn heraus. Das Programm für den nächsten Tag war damit festgelegt – Zahnarzt-Suche und ordentliche – nicht nur interimistische – Reparatur meines Zahnes. Der muß ja noch zwei Jahre halten! Die restliche Zeit des nächsten Tages haben wir mit der Erkundung Cortonas verbracht. Der Zahn wurde zwischen 17:00 und 18:00 Uhr aufwendig Instand gesetzt. Kostenpunkt € 100 – fand ich günstig!

 

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Danke an Dottore Carlo!

Abends wieder Apero und leckeres Essen in kleinem toskanische Restaurant.

 

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Am nächsten Morgen erfahren wir von Max und Heidi, dass die Webasto-Heizung immer noch nicht funktioniert – Max hat eine neue bestellt, die wird aber erst in 1-2 Tagen geliefert.

So trennen wir uns und wir fahren schon mal vor – Richtung Süden. Montepulciano, Lago di Bolsena, Terni, Rieti bis ins Gran Sasso Massiv, wo wir nahe L`Aquila in Assergi auf einem kleinen Campingplatz übernachten. Am nächsten Morgen geht`s weiter Richtung Pescara und dann die Küste hinunter bis auf die Halbinsel Gargano nach Peschichi, wo wir auf einem wunderschönen Campingplatz (San Nicola) – unser Auto steht direkt am Strand – einen Tag Pause machen.

Morgen treffen wir uns dann voraussichtlich wieder mit Max und Heid in Bari und wollen dort die Überfahrt mit der Fähre nach Igoumenitsa (Griechenland) organisieren.

Und dann ist da noch ein kleiner Abstecher nach Monopoly in Planung. Gemeint ist nicht das hinlänglich bekannte Brettspiel, sondern der Geburtsort des Besitzers des Restaurants Boccondivino in Berlin-Mitte, meines Lieblingsitalieners.