Glasgow

Wir verlassen früh unseren schönen Stellplatz am Hafen in Girvan und machen uns auf zum Besuch von Culzean Castle. Dieses wurde im 18. Jahrhundert von Robert Adam für David Kennedy, den 10. Earl von Cassillis, als romantisches Schloss entworfen. Es steht auf einem steil abfallenden Felsen direkt am Meer, umgeben von einem zwei Hektar großen Schlosspark mit Schwanensee und Waldwegen.

Im Jahr 1945 wurde das Schloß von den Kennedys an den National Trust Scotland (NTS) übergeben, der es bis heute vermarktet und unterhält. Als Anerkennung der Verdienste während des Zweiten Weltkrieges um die Befreiung Großbritanniens wurde dem General und späteren Präsidenten Dwight D. Eisenhower bereits zuvor von den Kennedys das oberste Stockwerk auf Lebenszeit zur Verfügung gestellt. Mittlerweile hat es sich als eine der meistbesuchten Touristenattraktionen in der Gegend um Ayr entwickelt und zieht jährlich tausende von Besuchern an. Wirklich “Old School” und sehr romantisch. Wir sind die ersten Besucher am Tag und haben das Schloss weitgehend für uns alleine.

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Über Ayr, Troon, Irvine geht es weiter bis nach Greenock dem Küstenverlauf nach Norden folgend – insgesamt landschaftlich weniger spannend, wir hatten mehr erwartet. Von Greenock aus fahren wir dann direkt nach Glasgow; zunächst zum Scotland`s Museum of Transport and Travel, erbaut von der Architektin Zaha Hadid.

Mit dem 2011 eröffneten Gebäude will das Museum seine Besucherzahlen verdoppeln. Durch den spektakulären Bau in exponierter Lage, am Hafen, wo die beiden Flüsse Kelvin und Clyde zusammenfließen, erhofft man sich sogar, dass das Museum von Zaha Hadid zum bedeutendsten und wichtigsten Museum für Transport in der Welt werden wird. Zaha Hadid, 1950 in Bagdad, Irak, geboren gilt als eine der einflussreichsten und erfolgreichsten Architekten der Welt. Sie lebte und arbeitete in London.

 

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Blick vom Museum auf Cdas lydeside Auditorium (links), erbaut von Norman Foster, besser bekannt auch als “Armadillo”. Rechts mit Turm zu sehen das Glasgow Science Centre.

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Restaurierter alter Hafenkran vor dem Auditorium, der an die Zeiten erinnert, als Glasgow ein geschäftiger Hafen und Zentrum des Schiffsbaus war.

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Das SSE Hydro, kurz “The Hydro”, neben dem Auditorium gelegen, ist eine Mehrzweckhalle.

Planungen für die Halle begannen schon im Jahr 2001. Im Jahr 2004 wurde das Unternehmen Foster and Partners als Architekten für den Bau des Gebäudes gewonnen. Sie stellten ihre Entwürfe bis zum Jahr 2006 fertig. Im Februar 2011 begann die Firma Lend Lease mit dem Bau der Halle. Bis zum April 2013 wurde die Halle komplett errichtet. Am 8. Juni 2013 brannte jedoch das Hallendach sowie Teile der Hallenwände aufgrund von falschen Schweißarbeiten nahezu komplett ab. Am 30. September 2013 wurde die Halle schließlich eröffnet. In der Halle finden Sportveranstaltungen (Wrestling, Boxen, Sportschießen) sowie Konzerte von international bekannten Künstlern wie Eric Clapton, Rod Stewart, Justin Bieber und Lady Gaga statt.

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Für heute haben wir genug gesehen – es geht auf den auserwählten Campground “Red Deer Village” im Stadteil Stepps. Wir haben Glück, noch einen Stellplatz für die geplanten zwei Nächte zu bekommen. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück fahren wir mit der nahegelegenen S-Bahn in die Innenstadt von Glasgow und beginnen unsere Stadtbesichtigung.

George Square.

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St. Mungo’s Cathedral ist die Glasgower Kathedrale. Sie wird auch High Kirk of Glasgow genannt. Sie gehört heute zur reformierten Church of Scotland. Das Gebäude gehört der Krone – wobei sich praktisch Historic Scotland um das Gebäude kümmert.

Die Kathedrale geht auf den Glasgower Schutzpatron St. Mungo zurück, dessen Grab sich in der Krypta der Kirche befindet. Der jetzige gotische Bau ist zwischen dem 13. und dem 15. Jahrhundert entstanden. Die Kirche war Sitz der Bischöfe und später der Erzbischöfe von Glasgow. Seit dem Jahre 1690 war die Kathedrale jedoch nicht mehr Sitz eines Bischofs. Die Bezeichnung als Kathedrale ist seitdem ein historischer Ehrentitel, und deutet auf die ursprüngliche Funktion als römisch-katholische Bistumskirche des Erzbistums Glasgow hin.

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Ganz in der Nähe liegt Glasgow Necropolis.

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Necropolis ist ein viktorianischer Friedhof auf einem Hügel östlich der St. Mungo’s Cathedral. Das Gelände wurde 1650 von der Kaufmannsgilde Merchants House of Glasgow erworben und zunächst als Ackerland verpachtet. 1825 wurde auf dem Hügel ein Denkmal für John Knox errichtet, eine 17,7 Meter hohe Säule mit der 4 Meter hohen Statue des Reformators. 1831 wurde vorgeschlagen, den Park nach dem Vorbild des Pariser Friedhofs Père Lachaise in einen Gartenfriedhof umzuwandeln.

Die erste Bestattung in der Necropolis fand 1832 statt. Durch mehrere Erweiterungen zwischen 1860 und 1893 verdoppelte der Friedhof seine ursprüngliche Größe auf nunmehr etwa 15 Hektar. Inzwischen haben dort mindestens 50.000 Bestattungen stattgefunden. Unter den etwa 3.500 Grabmalen finden sich solche bedeutender Architekten und Bildhauer wie Alexander "Greek" Thomson (1817–1875), David Hamilton (1768–1843), John Bryce (1805–1831) und sein Bruder David Bryce (1803–1876), Charles Rennie Mackintosh und John Thomas Rochead (1814–1878). 1966 überließ Merchants House den Friedhof der Stadt Glasgow, die seither für den Betrieb und die Instandhaltung zuständig ist.

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Zurück ins Stadtzentrum – Buchanan Street mit Shopping Center im Hintergrund.

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Auf den Spuren von Charles Rennie Mackintosh – die Glasgow School of Art.

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Charles Rennie Mackintosh (* 7. Juni 1868 in Glasgow; † 10. Dezember 1928 in London) – schottischer Architekt, Innenarchitekt, Kunsthandwerker, Designer, Grafiker und Maler. Zusammen mit seiner Frau Margaret MacDonald Mackintosh, deren Schwester Frances MacDonald McNair und James Herbert McNair war er Begründer der Gruppe „The Four“, die unter anderem auch entscheidenden Einfluss auf die Glasgow School ausübte. Er war einer der führenden Persönlichkeiten der Art Nouveau-Bewegung des ausgehenden 19. Jahrhunderts und gab dem modernen Design wichtige Impulse. Mackintosh gilt als einflussreicher Vorläufer und Protagonist der Modern Art. Seine streng gestalteten Stühle mit hoher Lehne wurden zu Design-Ikonen und werden bis heute nachgebaut. 

Die Glasgow School of Art ist eine 1845 als Glasgow Government School of Design in Glasgow gegründete Kunsthochschule. In den 1870er Jahren bildete sich hier die bekannte Künstlergruppe Glasgow School (s.o.).

Das Gebäude der Kunsthochschule wurde von 1897 bis 1909 nach Plänen von Mackintosh errichtet. Sie gelten als ein „Fanal der Architektur des 20. Jahrhunderts"“, da ihre Gestalt schon entscheidend durch Konstruktion und Funktion bestimmt ist, dekorative Details spielen nur noch eine untergeordnete Nebenrolle. Die Nordfront beherrschen für die damalige Zeit ungewöhnlich große Fenster zur Belichtung der Ateliers. Das Gebäude wurde im Mai 2014 bei einem Brand schwer beschädigt. Leider können wir es daher nicht besichtigen – schade, denn hier gibt es eine berühmte Bibliothek, u.a. eingerichtet mit Möbeln von Mackintosh.

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Wieder zurück auf der Sauchiehall St. besuchen wir einen Pub zum Mittag.

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Wir setzen unsere Besichtigungsrunde fort mit den ebenfalls von Mackintosh entworfenen Willow Tearooms. Leider keine schöner Ort zum Verweilen, da sehr turistisch.

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Mackintosh-Stühle.

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Treppenaufgang der Willow Tearooms.

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Tearooms.

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Haupteinkaufsstraße – Buchanan St.

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Seitenstraße der Buchanan St. Richtung George Square.

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Glasgow Central Station – Unterführung Argyle St.

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Cochrane St. mit George Square.

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Glasgow City Chambers.

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Auf dem George Square finden gerade die World Pipeband Championships statt – es dudelt überall.

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… und wir sind müde – viel gelaufen, viel gesehen! Eine sehr lebendige Stadt. Wir machen uns mit der S-Bahn auf den Heimweg zu unserem Wohnmobilstellplatz.

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