Ulan Bator (Ulaanbaatar)

Ulaanbaatar (übersetzt „Roter Held“) ist die Hauptstadt der Mongolei. Knapp die Hälfte der mongolischen Gesamtbevölkerung, derzeit rund 1,5 Mio. Menschen, lebt dort. Ein großer Teil der Vorstädte besteht vorwiegend aus Jurten-Siedlungen, welche einen überraschenden Kontrast zu den modernen Gebäuden des Stadtzentrums bilden. Heute leben über 50 Prozent der Stadtbevölkerung in solchen Jurten-Vierteln. Der Lebensstandard ist meist niedrig, es fehlt an grundlegender städtischer Infrastruktur wie fließendem Wasser, Anbindung an das städtische Stromnetz, öffentlichen Plätzen und nicht zuletzt an Formen sozialer und politischer Organisation.

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Die Hauptstadt ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Mongolei.

Touristisch bedeutsam sind das Süchbaatar-Denkmal auf dem gleichnamigen Platz, der Winterpalast des Bogd Khan und das Dsaisan-Denkmal, das an den Zweiten Weltkrieg erinnert. Es liegt auf einem Hügel südlich der Stadt, von dem aus man einen schönen Blick über die Stadt hat. Auch die buddhistischen Tempelmuseen und das Gandan-Kloster sind besuchenswert.

Ulaanbaatar liegt in 1350 Meter Höhe am Fluss Tuul und am Fuß des 2256 Meter hohen Berges Bogd Khan Uul.

Infolge der Unterzeichnung des Vertrages von Aigun 1858 wuchs die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt ab den 1860er-Jahren durch den Handel zwischen Russland und China. 1911 erklärte der 8. Bogd Khan die Äußere Mongolei für unabhängig. Im gleichen Jahr erfolgte eine Umbenennung der Stadt in Niislel Chüree. China erkannte die Sezession nicht an, räumte der Äußeren Mongolei 1915 jedoch gewisse Autonomierechte ein. 1920/21 besetzten Truppen der russischen Weißen Armee das Land und riefen 1921 in eine unabhängige Monarchie aus. Kurz darauf eroberte die sowjetische Rote Armee die Stadt und etablierte  eine Marionettenregierung. 1924 wurde die Äußere Mongolei als erstes sowjetisches Satellitenregime dieser Art zur „Volksrepublik“ erklärt.

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion war zwangsläufig der Zusammenbruch ihres Marionettenregimes in Ulan Bator verbunden. Nach Massendemonstrationen im Winter 1989/90 verlor die kommunistische Staatspartei mehr und mehr die Kontrolle. Im März 1990 trat das gesamte Politbüro zurück; im Mai erfolgte die Aufhebung des Einparteiensystems, womit der Demokratisierungsprozess und die Wendung zur Marktwirtschaft begannen. 1990 fanden die ersten freien Wahlen in einem Mehrparteiensystem statt. 1992 besiegelte das Parlament mit der Annahme einer neuen Verfassung das Ende des kommunistischen Systems. Zugleich verzichtete die verfassungsgebende Gewalt auf die Bezeichnung Volksrepublik. Damit wurde Ulaanbaatar die Hauptstadt des neuen Staates Mongolei.

Erster Stadtrundgang. Eigentlich, auch wenn das auf den Fotos nicht so richtig herauskommt, ist in der Stadt 24 Stunden am Tag Stau. Es ist unglaublich, hängt aber wohl mit der Verdoppelung der Stadtbevölkerung in den letzten 15 Jahren zusammen.

Jurtensiedlung im Hintergrund.

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Ulaanbaatar ist eine Stadt zwischen Moderne und Tradition. Zentrum der Stadt ist der Süchbaatar-Platz. Die markantesten Bauten auf diesem großräumigen Platz sind das Parlamentsgebäude, das Rathaus der Stadt, das Haus der Kultur, die Staatsoper, die Mongolische Börse sowie einige moderne Hochhäuser mit Hotels, Restaurants und Geschäften. Vor dem Eingang des Parlamentsgebäudes befinden sich große Skulpturen: in der Mitte Dschingis Khan, rechts und links sein Sohn und Nachfolger Ögedei Khan und sein Enkel Kublai Khan, einst Kaiser von China.

Parlamentsgebäude.

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Börse und Hotels.

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Staatsoper.

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Süchbaataar-Denkmal (mongolischer Held des Sieges des Kommunismus über die Weiße Armee).

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Der Bauboom und seine Schattenseiten – nicht fertiggestelltes, vor sich hin rottendes Appartementhaus.

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Wohnhäuser aus der Sowjetzeit.

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Entlang der Peace-Road – Hauptstraße Ulan Bators.

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Fußgängerbereich mit Kaufhaus im Hintergrund.

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Den von mir 2006 besuchten Biergarten des deutschen Brauers und Gründers von Khan Bräu in der Dschingis Avenue schräg gegenüber des Bayangol-Hotels gibt es nicht mehr. Er musste wohl einem Hochhausprojekt weichen. Das neue Brauhaus in der Seoul Street reicht optisch und qualitativ bei weitem nicht an die alten Zeiten heran – schade!

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Verlaufen? Mongolisches Restaurant!

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Bayangol-Hotel in dem ich 2006 übernachtete.

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Die freie Marktwirtschaft treibt erstaunliche Blüten – goldene Handys und jetzt auch noch goldene BMW`s.

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Abends wollten wir ja eigentlich ins Khan-Bräu – nachdem der neue Standort uns jedoch tagsüber schon nicht zusagte, besuchten wir einen anderen Biergarten (Grand Khan Irish Pub) – dort gab es dann leckeres Dschingis Beer.

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Heimweg zum Hotel – Ulan Bator bei Nacht.

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Mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von −2°C gilt Ulaanbaatar als die kälteste Hauptstadt der Welt. Das liegt vor allem an den extrem kalten Wintermonaten mit Temperaturen von durchschnittlich −17 bis −21°C (tagsüber −10 bis −15 °C, nachts um −25 °C). Im Sommer ist es hingegen mit Durchschnittswerten von 15 bis 17°C recht warm (tagsüber rund 20 °C, nachts 10 °C), im Hochsommer liegen die Höchsttemperaturen bei bis zu 30 °C. Wir haben wenig Glück mit dem Wetter.

10.07.2018 Stadtrundfahrt im Bus mit der Gruppe.

Bus in Swarowski-Ausführung.

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Es schüttet wie aus Eimern und besonders warm ist es ohne die starke Sonne auch nicht. Besuch des Dsaisan-Denkmals, das an den Zweiten Weltkrieg erinnert. Unterhalb des Denkmals ein Panzer, der angeblich bis nach Berlin vorgedrungen sein soll.

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350 Stufen bis zum eigentlichen Denkmal hinauf – das Dsaisan-Denkmal. Mit Blick ist da heute nicht viel. Allerdings erstaunlich wie nah die Stadt zwischenzeitlich an das Denkmal heran gewachsen ist – in 2006 war das Denkmal noch außerhalb der Stadt zwischen grünen Hügeln gelegen.

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In der Stadt gibt es verschiedene Zeugnisse des Lamaismus, wie u.a. das Gandan-Kloster oder den Winterpalast des Bogd Khan.

Der Winterpalast des Bogd Khan ist heute Museum. Von ursprünglich vier Residenzen stellt der Komplex den einzig erhaltenen Palast des 8. Jebtsundamba Khutukhtu dar, der als Bogd Khan mit zeitlichen Unterbrechungen von 1911 bis 1924 als höchste religiöse Instanz des Buddhismus in der Mongolei in dem Palast amtierte.

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Rundgang.

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Weiterfahrt zum Gandan-Kloster. Das Gandan-Kloster liegt ein wenig  westlich des Stadtzentrums. Wir brauchen mit dem Bus dort hin – Entfernung geschätzt max. 5 Kilometer – gut 2 Stunden infolge Staus.

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Es schüttet noch immer, den Vorhof des Klosters laufen Sturzbäche hinunter. Man hat seine liebe Mühe, trockenen Fußes von A nach B zu kommen.

Gandan ist das größte Kloster des Landes und eines der wenigen original erhaltenen, die den stalinistischen Terror in der Mongolei überstanden haben. Dennoch zerstörten auch hier sowjetische Truppen mehrere Gebäude und ließen unter anderem die 26 Meter hohe goldene Statue der Göttin Janraisig demontieren und einschmelzen. Durch Spenden der buddhistischen Gemeinde in Höhe von umgerechnet 5 Millionen US-Dollar konnte nach 1990 eine neue vergoldete Janraisig errichtet werden. Für den Dalai Lama, das eigentliche Oberhaupt des Klosters, wurde ein Thronsessel neu erbaut. Goldene Statue.

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11.07.2018 Besuch der Eröffnungsfeier zum Naadam-Fest im Stadion von Ulan Bator. Leider immer noch Regen. Impressionen.

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12.07.2018 Es regnet immer noch – zwischenzeitlich ist mal wieder die Steuerung unseres Heizungsmoduls abgesoffen – meine Versuche die Antenne abzudichten waren wohl doch nicht so gänzlich von Erfolg gekrönt. Allerdings ist diesmal deutlich weniger Wasser eingedrungen. Da muss ich wohl noch mal ran.

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Petra geht Kashmir-Pullover kaufen, ich schreibe Blog und den Rest des Tages vertrödeln wir einfach. Abends Besuch des Mongolischen Nationaltheaters mit Musik und Folkloreaufführungen (keine Fotos). Kehlkopfgesang, Pferdegeigen und artistische Darbietungen.

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13.07.2018 Abreise Richtung Gorkhi-Terelj National Park. Zum Abschied noch einmal einen Blick auf den Allgegenwärtigen!

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Mongolei – Hustei NP-Mongol Els-Karakorum-Oggi Nuur

03.07.2018 Nur etwa 120 km zum nächsten Stellplatz. Wir werden schon wieder übermütig und planen “Extra-Touren”.  Bevor wir den Stellplatz ansteuern starten wir zur Fahrt zur Klosterruine Mandsuschir südlich von Ulan Bator, etwa 160 km entfernt. Die Straßen in der Mongolei sind noch schlechter als in Russland – eigentlich kaum zu toppen. Das Navi leitet uns, wie ich erst zu spät entdecke direkt durch Ulan Bator (Peace Rd.) hindurch. Ich ging davon aus, dass wir über eine an sich vorhandene Umgehung geleitet werden. So stehen wir schön im dicksten Verkehr bzw. im Stau. Pro Weg durch die Stadt haben wir mindestens eine Stunde benötigt – eher mehr. Am anderen Ende der Stadt angekommen geht es rechts ab zum Kloster – noch 18 Kilometer. Aaabeeer, das wird nichts, die Straße ist für Fahrzeuge, die höher als 3 Meter sind durch eine eiserne Höhenbegrenzung gesperrt und direkt daneben ist eine Polizeistation. Sonst hätte man ganz mongolisch ja auf die Idee kommen können, diese Sperre einfach querfeldein zu umfahren. Da die Zeit schon fortgeschritten ist, entscheiden wir dann jetzt doch den abendlichen Stellplatz anzusteuern. Noch mal durch Ulan Bator und den Verkehr bzw. Stau hindurch. Nicht, dass hier nur viel Verkehr wäre – es wird gedrängelt auf Teufel komm `raus. So etwas hatten wir noch nicht erlebt. Aber, und das ist das besondere daran, es geht gar nicht machomäßig zu, im Zweifel zieht jeder zurück. Letztlich muss man höllisch aufpassen – aber Spaß macht es auch schon. Es ist eben nur äußerste Konzentration gefragt

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Nach einer weiteren Stunde Fahrt (ca. 60km westlich von Ulan Bator) sind wir bereits wieder voll in der Natur. Gegensätze!

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Es riecht überall nach Thymian – wir stellen fest, mehr oder minder der ganze Boden ist damit flächendeckend bewachsen.

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Abends bekommen wir noch ein kleines Reiterschauspiel geboten.

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Wir kochen mit Heidi und Max gemeinsam Spagetti Bolognese. Gegen 21:00 Uhr wird es langsam dunkel.

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Am nächsten Morgen (04.07.2018) war eigentlich unsere Weiterfahrt zum etwa 40km entfernten Hustei Nationalpark geplant. Heidi geht es aber gesundheitlich nicht so gut und wir bleiben diesen Tag sicherheitshalber mit den beiden zusammen noch in der Nähe von Ulan Bator, falls sie medizinische Hilfe benötigen sollte.

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Relaxen und den vorbeikommenden Tieren zuschauen. Wir parken unser Auto noch einmal um, da wir festgestellt haben, dass auf der Steppe genau an nur einer Stelle Internetempfang ist. Schön, da kann man in Ruhe einmal ein paar Dinge im Internet (Banken, Blog etc.) erledigen.

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In unserer Nachbarschaft befindet sich ein Jurtencamp für Touristen – dort sind plötzlich erstaunliche Aktivitäten festzustellen. Pferde kommen, Musik läuft … wie wir später feststellen Vorbereitungen für ein kleines örtliches Naadam Fest.

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Gegen Mittag gehen wir dann mal schauen, was da los ist. Hier wird tatsächlich Naadam abgehalten und das ganz im kleinen Kreis ohne viele Zuschauer. Zur Erläuterung: Naadam ist das Nationalfest der Mongolen und findet grundsätzlich jährlich vom 10. bis zum 13. Juli statt.

Der Ursprung des Festes geht vermutlich auf die Kuriltai – Klantreffen, die im Mittelalter gesellschaftliche Höhepunkte waren – zurück. Das Naadam-Fest ist heute in der Hauptstadt hauptsächlich eine Sportveranstaltung ähnlich den Olympischen Spielen. Die Mongolen messen sich in den drei traditionellen mongolischen Sportarten: Ringkampf, Bogenschießen und Pferderennen.

Die größten Naadam-Spiele finden in der Hauptstadt Ulaanbaatar statt, aber auch andere Orte feiern lokal die Turniere in kleinerem Umfang und zu anderen Termine im Juli.

Außer bei den Ringkämpfen nehmen auch Frauen an den Wettkämpfen teil. Das charakteristische Ringerdress mit freier Brust hat der Legende nach den Zweck, Frauen von den Ringkämpfen fernzuhalten. Die Spiele beginnen in Ulan Bator bei der Eröffnungsfeier mit Paraden von Athleten, Mönchen und Soldaten, die in der Kriegertracht Dschingis Khans kostümiert sind.

Der Ringkampf wird bei den Männern in neun Wettkampfrunden ausgetragen.

Im Bogenschießen, an welchem auch Frauen teilnehmen dürfen, finden drei Wettkampfrunden mit abschließender Finalrunde statt.

Mongolische Bogenwettbewerbe gehen auf das 11. Jahrhundert zurück. Die in traditionellen Kostümen antretenden Schützen benutzen Bögen aus Horn, Rinde und Holz. Die Pfeile mit einer Länge von etwa 75cm werden aus Weidenzweigen und Geierfedern gefertigt, die Pfeilspitze hingegen aus Knochen und Messing. Als Ziele dienen aufeinandergestapelte zylinderförmige Körbe aus Schafdarm.

Im ersten Durchgang werden 20 Pfeile auf eine vier Meter lange und 48 cm hohe Wand aus vier übereinander gestapelten Reihen von Körben (Khana) abgeschossen, im zweiten Durchgang dann 20 Pfeile auf zwei Reihen von insgesamt 30 übereinander gestapelten Körben (Khasaa). Die Entfernung vom Ziel beträgt für männliche Wettbewerber 75 m und 60 m für Frauen.

Die Kampfrichter stehen neben den Zielen und verkünden das Ergebnis durch das laute Singen von traditionellen Melodien (uukhai) und mit erhobener Hand.

Bei den Pferderennen treten Kinder auf zwei- bis über sechsjährigen Pferden gegeneinander an, zusätzlich gibt es auch noch ein Wettrennen auf Hengsten. Je nach Altersklasse werden verschiedene Distanzen geritten, beim größten Rennen am Naadam-Fest etwas außerhalb von Ulan Bator über volle 30 km.

Festzelte mit sonnengeschützten Sitzplätzen.

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Rennpferde, die auf ihren Einsatz warten.

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Ringer.

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Bogenschießen.

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Yaks mit Karren.

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Es geht zum Start beim Pferderennen.

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… und dann geht es auch schon los.

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Als das ganze Spektakel vorbei ist, setzen wir uns zum Aperitif wieder vor unsere Autos. Der Festplatz wird wieder abgebaut. Derweil ziehen diverse Tiergruppen direkt bei uns vorbei zu einer unweit gelegenen Wasserstelle.

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05.07.2018 Fahrt zum Hustein Nationalpark. Etwa 30km asphaltierte Straße, danach etwa 12km teils sehr sandige Piste bis zum Nationalpark. Wir waren gewarnt und dachten das wird mit unserem Allradantrieb kein Problem. Irgendwie habe ich dann aber zwei frischen Fahrspuren folgend doch den falschen Weg direkt in ein großes Sandbecken erwischt. Das müssen leichtere Autos gewesen sein, von denen die Fahrspuren stammten. Wir sitzen mit unseren 7 Tonnen richtig schön fest im tiefen Sand. Einige Selbstversuche – auch mit den Sandblechen – wieder herauszukommen, führen nur zu noch tieferem Eingraben. Wir geben vor größeren Grabungsaktionen erst einmal auf und telefonieren mit Max und Heidi, die noch hinter uns sind. Sie könnten uns mit dem großen MAN sicher herausziehen, sind aber noch nach Ulan Bator gefahren, um ihre Windschutzscheibe von einem Steinschlag reparieren zu lassen. Ok, das würde dauern. Ich bereite derweil in der Hitze schon mal den Bergegurt etc. vor. Nach ca. einer halben Stunde kommen zwei Mongolen mit einem dieser kleinen UAZ-Busse vorbei und bieten an, uns herauszuziehen. Ich bin zunächst skeptisch, ob das kleine Fahrzeug das wohl schaffen wird.

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Unsere Mongolen sind sehr zuversichtlich und es dauert nicht lange, da hat es doch tatsächlich geklappt. Alles wieder einpacken, Sandbleche wieder einpacken bzw. montieren. Petra bedankt sich mit zwei Dosen Bier und zwei Zigaretten. Alle sind glücklich.

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Es wird mir eine Lehre sein. Mit unserem leichteren Toyota Landcruiser wäre das kein Problem gewesen, aber mit unserem jetzigen 7-Tonner muss man wohl doch höllisch aufpassen, der versinkt sofort.


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Der Hustai Nationalpark (auch Chustain Nuruu bzw. Birken-Gebirge-Nationalpark)  wurde erst im Jahr 2003 gegründet.

Betrieben wird der Park von der 2003 gegründeten Stiftung Hustai National Park Trust (HNPT) in Zusammenarbeit mit dem mongolischen Ministerium für Natur und Umwelt.

Neben den wieder angesiedelten Przewalski-Wildpferden (eigentliche Attraktion des Parks) kommen im Park auch Sibirische Wapitis, Mongoleigazellen, Rehe, Argalis, Sibirische Steinböcke, Wildschweine, Wölfe, Luchse, Manuls, Steppenfüchse, Rotfüchse, Dachse und Murmeltiere vor.

Das Przewalski-Pferd (auch Takhi) bzw. asiatisches Wildpferd oder Mongolisches Wildpferd genannt, wurde bisher für die einzige Unterart des Wildpferds, die in ihrer Wildform bis heute überlebt hat, gehalten. Benannt ist es nach dem russischen Expeditionsreisenden Nikolai Michailowitsch Prschewalski, der 1878 von einer seiner Expeditionen nach Zentralasien Haut und Schädel der in der westlichen Welt weitgehend unbekannten und wissenschaftlich noch nicht beschriebenen Wildpferdart nach St. Petersburg mitbrachte.

Das Przewalski-Pferd war zum Zeitpunkt seiner wissenschaftlichen Erstbeschreibung bereits sehr selten. Das letzte freilebende Przewalski-Pferd wurde 1969 gesehen. Das Przewalski-Pferd ist jedoch bis heute erhalten geblieben, da einige Großgrundbesitzer und Zoos die Art in Gefangenschaft weiterzüchteten. Die Etablierung eines Zuchtbuches und die Züchtung in einigen Zoos hat die Zahl wieder auf 2.000 Individuen ansteigen lassen. In mehreren Initiativen wird versucht, Przewalski-Pferde wieder in der freien Wildbahn zu etablieren.  So auch im Hustai Nationalpark, wo es schon wieder eine stattliche Popultion geben soll.

Leider schüttet es nahezu während unseres gesamten Aufenthaltes im Nationalpark, sodass wir keines der Pferdlein zu Gesicht bekommen.

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06.07.2018 Vor unserem Aufbruch müssen wir unseren Wassertank mal wieder auffüllen – die nächsten Tage könnte das eventuell nicht mehr möglich sein, sodass wir auf Nummer sicher gehen wollen. Quellwasser aus einer Zisterne ohne wirklichen Wasserdruck. Unser Einfüllstutzen liegt zu hoch, sodass das Wasser dort von selbst nicht hineinfliest. Wir lassen es dann in unsere 25Ltr. Weithalstonne fliesen und pumpen es von dort aus in den hochgelegenen Einfüllstutzen – Not macht erfinderisch. Bevor es aber richtig losgeht, fahre ich beim notwendigen Umparken noch den Deckel zu unserem Wassertank kaputt, den ich vor dem Umparken nach Öffnen des Wassertanks bereits auf das rechte Hinterrad gelegt hatte. Ok, schade, aber wir haben Ersatz dabei. Alles nicht so einfach.

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Weiterfahrt Richtung Westen, genauer den Dünen von Mongol Els.

Typisches kleines mongolisches Dorf. Das Wetter bleibt sehr wechselhaft.

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Laster mit Schafwolle.

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Moderne für Touristen erbaute Raststätte.

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Wir legen eine kurze Toilettenpause ein und ich entdecke dies. Für alle, die noch nicht wissen, wie das geht.

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Unterwegs immer wieder Tiere, die die Straße kreuzen.

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Dünengebiet von Mongol Els.

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Auch an unserem Übernachtungsplatz wird Kamelreiten angeboten. Petra, die das noch nie gemacht hat,  ist zunächst noch unschlüssig, traut sich dann aber doch.

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Das Heim eines der Kamel-Führer.

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Abendstimmung.

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07.07.2018 Weiterfahrt Richtung Karakorum. Unterwegs Halt an einer schönen Stupa-Anlage. mit Ovoo (links vom Wohnmobil). Ovoos (Steinhügel) kennzeichnen in der Mongolei heilige Plätze, an denen sich Erdgeister aufhalten. Die Reisenden umrunden den Ovoo dreimal im Uhrzeigersinn und bringen Gaben dar.

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Der Stupa ist ein Bau, in dem buddhistische Reliquien in wertvollen Behältern aufbewahrt werden. Reliquien sind Überbleibsel eines Heiligen oder einer wichtigen Person einer Religion. Früher enthielten Stupas die Asche des Buddhas oder eines anderen Heiligen. Heute werden häufig auch andere heilige Erinnerungsstücke an den Buddha oder Texte aus heiligen Schriften in Stupas aufbewahrt.

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Die Straße ist heute gut und wir kommen schnell voran. In Karakorum angekommen besichtigen wir nach einem kleinen Momo-Snack die Ruinen der alten Hauptstadt Dschingis Kahns und seiner Nachfolger sowie das Kloster Erdene Dsuu .

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Karakorum für „schwarze Berge“, „schwarzer Fels“, „schwarzes Geröll“, ist heute nur noch Ruinenstätte am Fuß des Changai-Gebirges. Sie war zwischen 1235 und 1260 Hauptstadt des Mongolischen Reiches.

Sie schließt sich an die Nordmauer des Klosters Erdene Dsuu an. Etwas südlich davon befindet sich die heutige Siedlung bzw. der Ort Charchorin.

Spätere Inschriften verbinden die Gründung von Karakorum bereits mit Dschingis Khan im Jahr 1220.  Durch seine mit großer Sicherheit nicht zufällige Ortsauswahl am Fluss Orchon für eine weitere Residenz und erst spätere Stadtgründung gerade an dieser Stelle verblieb er ganz bewusst in der Tradition seiner Vorgänger. Die Zentren alter Mongolenreiche im Tal des Orchon markierten für die Mongolen schon damals die Mitte der Welt.

Erst unter Ugedai Khan, dem Sohn und Nachfolger Dschingis Khans, entwickelte sich Karakorum zur ersten Hauptstadt des Mongolenreiches. Von ihm wurde die bedeutende Residenz zu einer richtigen Stadt ausgebaut und ab 1235 zusätzlich mit einer Befestigungsanlage versehen. Dieser nachfolgende Khan wandelte dann die mongolische Raubnation unter anderem auch durch die Einführung von Staatskanzleien und den Bau eines Khanpalastes in dieser Stadt (1236 bis 1256) zu einem dauerhaft organisierten Staatswesen. Für die Mongolen ist Karakorum noch heute die Keimzelle und Geburtsstätte ihres Nationalstaates.

Außerdem wurde die Stadt auch ein religiöses Zentrum und der Ort des Staatskultes. Nachdem unter Kublai Khan der Buddhismus zur Staatsreligion erklärt wurde, hatten die Mongolen alles, was für die Stabilität eines großen Reiches in der Regel unbedingt erforderlich ist: Eine Hauptstadt, eine verbindende Schrift und eine Hochreligion.

Zur Ausübung der den Nomaden bisher unbekannten Tätigkeiten holten sich die Großkhane fremde Handwerker und Künstler in ihr Land, vor allem aber hierher in diese neue Hauptstadt. Die Mongolen eigneten sich die Kenntnisse der Fremden nicht an, sondern sie ließen sie für sich arbeiten. Die fremden Handwerker und Künstler kamen teils freiwillig zu ihnen, teilweise wurden sie jedoch auch hierher verschleppt.

In Karakorum zeigten auch die Dschinghis Khan nachfolgenden, grausam kriegerischen und tyrannischen Khane ihr zweites, völlig andersartiges Gesicht. Durch ihre tolerante Haltung allem Neuen und Unbekanntem gegenüber wurde ihre Hauptstadt im 13. Jahrhundert nicht nur die Schaltzentrale der Reichsverwaltung und ein Zentrum des Handels und Kunsthandwerks, sondern auch zu einem Schmelztiegel unterschiedlicher Religionen, Kulturen und Völker.

Den Status als Hauptstadt des Mongolenreiches verlor sie unter Kublai Khan, der Peking als Hauptstadt wählte. Als die Chinesen 1368 die mongolische Yuan-Dynastie stürzten, flohen die Mongolen zurück in die nördliche Steppe und machten Karakorum wieder zu ihrer Hauptstadt. Für sie bestand dort die Yuan-Dynastie fort und sie nannten das ihnen nach der Vertreibung aus Peking und China verbleibende Territorium das „Nördliche Yuan“. Doch die wieder erstarkten Chinesen setzten in den darauffolgenden Jahren ihre Angriffe unvermindert fort und 1388 gelang es ihnen schließlich, auch Karakorum vollständig zu zerstören. Dennoch behielt die Stadt ihre Bedeutung als nationales Symbol. Im Jahr 1415 beschloss eine mongolische Reichsversammlung den Wiederaufbau. Die Stadt verfiel endgültig im späten 16. Jahrhundert und wurde zum Steinbruch für das 1586 errichtete buddhistische Kloster Erdene Dsuu, welches nachweislich zum Teil aus den Steinen der alten Hauptstadt aufgebaut wurde.

Das Kloster Erdene Dsuu wurde 1586 vom Fürsten Abtai Sain Khan erbaut. Innerhalb seiner quadratischen Außenmauer (400 x 400 Meter) haben sich auf einem großen Areal im Jahr 1870 etwa 62 Tempel im chinesisch-mongolischen Mischstil befunden. Das Kloster war damit eines der bedeutendsten buddhistischen Zentren Asiens. In der Zeit der kommunistischen Regierung der Mongolei sind jedoch die meisten Tempel vollständig zerstört worden. Einige Gebäude sind in den letzten Jahren rekonstruiert worden, die vollständige Wiederherstellung der Anlage erscheint auf absehbare Zeit jedoch nicht finanzierbar. Der Innenbereich der Klosteranlage wird aktuell auf Hinweise auf den ehemaligen Khan-Palast archäologisch untersucht.

Zunächst geht`s ins Kloster.

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Aktiver Gebetstempel der Mönche.

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Steinerne Gründung einer riesigen Empfangsjurte eines der Nachfolger Dschingis Khans mit 40 Metern im Durchmesser.

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Aufstellpunkte für die Zeltstützen.

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Außerhalb der Klostermauern wurden drei große steinerne Schildkröten gefunden. Die Forscher sind sich heute sicher, dass die Schildkröte damals das Wahrzeichen von Karakorum war. Der gewölbte Panzer symbolisiert das Himmelsgewölbe und die flache Unterseite die Erde. Außerdem ist die Schildkröte ein männliches Symbol, das auch alle vier Himmelsrichtungen verkörpert und als besonders langlebig angesehen wird. Die Schildkröten gelten als Überreste des Khans-Palastes.

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Fund vor dem Kloster: australisches Reisemobil auf Basis von ISUZU 4×4 – letztlich nicht ganz unähnlich unserem Fuso Canter. Allerdings beeindruckende Reiseleistung (siehe Karte).

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Dann geht es zum schön am Fluss Orchon gelegenen Stellplatz für die Nacht.

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Gegen Abend mongolische Folklore Darbietung mit Pferdekopfgeigen und Kehlkopfgesang.

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Abendstimmung am Fluss Orchon.

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Am nächsten Morgen erfahren wir, dass die geplante nächste schöne Etappe zum Orchon Nuur, dem Orchon-See, leider wegen einer grassierenden Tollwut-Epidemie in diesem Gebiet und der Sperrung dieses Gebietes für Touristen ausfallen muss.

Daher am 08.07.2018 bereits Rückfahrt in die Hauptstadt nach Ulan Bator.

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Mal wieder Stau bei Einfahrt in Ulan Bator.

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Wir steuern einen Supermarkt an, um unsere Lebensmittelbestände wieder aufzustocken. Auf dem Parkplatz des Supermarktes – das Schaf musste wohl draußen bleiben. Im Supermarkt finden wir erstaunlicherweise sehr viele Edeka-Produkte “gut & günstig”. Wie das?

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Da wir keine Lust auf einen Wohnmobilstellplatz auf dem Hotelparkplatz dicht an dicht haben, nehmen wir uns ein für die nächsten Tage bequemes Zimmer im Hotel. Abends laufen wir nicht weit und entdecken ein Hardrock Cafe. Abendessen.

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Ulan Ude – Grenze Mongolei

30.06.2018 Besichtigungstour Ulan Ude mit der Gruppe im Bus – zunächst jedoch Fahrt zum etwa 40 km vor den Toren der Stadt gelegenen buddhistischen Kloster Ivolginsk. Bereits bei Ausfahrt aus der Stadt stehen wir mal wieder im Stau – auch hier wie überall zu viele Autos.

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Wir überqueren erneut die Selenga und es geht südwestlich Richtung Kloster Ivolginsk.

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Iwolginski Dazan ist ein buddhistisches Kloster.  Der Dazan befindet sich in der Nähe des Dorfes Werchnjaja Iwolga, einem Gemeindeteil von Iwolginsk – daher auch der weltliche Name. Es ist das Zentrum der Buddhistischen Traditionellen Sangha Russlands und Sitz des XXIV. Pandito Hambo-Lama Damba Ajuschejew.

Nach den Zerstörungen in stalinistischer Zeit wurde es wieder aufgebaut. Das Kloster ist eine der größten und wichtigsten buddhistischen Tempelanlagen Russlands. Als Dazan ist es auch eine Universität. In den vier Fakultäten werden Philosophie, Theologie, buddhistische Medizin und Malerei unterrichtet. 2002 wurde die Leiche des Hambo-Lama Daschi-Dorscho Itigelow (1852–1927) hierhin überführt, die wegen ihres praktisch unverwesten Zustandes als ein geheiligtes Objekt angesehen wird. Sie wurde in einen eigens gebauten Tempel verbracht, der 2008 als Teil des Dazans eröffnet wurde.

Die Burjaten, sprachlich und kulturell eine Untergruppe der Mongolen, bekennen sich traditionell zum Vajrayana-Buddhismus.

Links im Bild das Privathaus des Lamas.

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Tempel in dem die Leiche des des Hambo-Lama Daschi-Dorscho Itigelow aufbewahrt wird.

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Frauen in tradtioneller burjatischer Tracht.

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Rückfahrt Richtung Zentrum von Ulan Ude. Rund um Ulan Ude findet eine gigantische Zersiedelung der Landschaft statt. Die Stadt wirkt dadurch auf den ersten Blick riesig. Jeder nimmt sich unabhängig von den Eigentumsverhältnis (i.d.R. ist der Staat Eigentümer) einfach ein Stück Land, baut einen Zaun herum und danach ein Holzhaus darauf. Der Staat soll angeblich dagegen nicht vorgehen bzw. vorgehen können/wollen. Vielleicht ist dieses staatliche Nicht-Handeln aber auch nur Ausdruck des Respektes vor der Nomadenkultur, wo jeder sich des Landes bedienen konnte, wie er wollte.

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Gedanklich zurück zu Ulan Ude und ein paar Fakten rund um die Stadt.  Ulan Ude liegt südöstlich von Irkutsk an den Ufern eines Seitenarmes der Selenga und ist heute die Hauptstadt der “Burjatischen Republik”.

Ulan-Ude hat etwa 400.000 Einwohner und ist das kulturelle, politische und wirtschaftliche Zentrum der sogenannten Region Transbaikalien.

Bekannt über die Grenzen Russlands hinaus ist die Stadt wohl vor allem durch ihren Zugstreckenknotenpunkt – der Verzweigung der Transsibirischen Eisenbahn Richtung Wladiwostok und der Transmongolischen Eisenbahn Richtung Peking. In Ulan Ude findet sich passend dazu die größte Lokomotiv- bzw. Eisenbahnfabrik Russlands sowie auch das größte Eisenbahnreparaturwerk Russlands.

Rundgang durch die Stadt. Typisch für die Staaten der ehemaligen Sowjetunion – Straßenbahnen werden eigentlich immer von Damen gelenkt.

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Sowjetische Denkmäler, wie der weltgrößte Leninkopf am Sovetskaja Platz, nicht weit vom Bahnhof, erinnern noch an vergangene Zeiten. Auch zahlreiche Gebäude aus der Stalin-Ära gibt es ebenso noch wie historische Sehenswürdigkeiten wie z.B. die Burjatische Nationaloper oder das Staatstheater.

Lenin-Kopf – Regierungsgebäude im Hintergrund.

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Baikal Plaza Hotel. Hier habe ich in 2008 anlässlich meiner Tour mit der Transsibirischen Eisenbahn 3 Nächte gewohnt. Das Hotel wurde zwischenzeitlich allerdings umfangreich saniert.

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Pause im Café “Marco Polo”.

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Stalinistische Baukunst.

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Zarentor – errichtet zum Besuch des Zaren Nikolaus im Jahr 1891. Stalin ließ es abreisen. In den 90ern des vorigen Jahrhunderts wurde es dann wieder aufgebaut.

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Platz vor der Staatsoper.

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Die Siedlung Udinskoje, heute Ulan Ude (rote Uda) genannt, wurde 1666 als Überwinterungsstation von Kosaken an der Uda, einem Nebenfluss der Selenga, gegründet und 1775 als Werchneudinsk zur Stadt erhoben. Nach einem großen Brand 1878, ähnlich Irkutsk, wurde die Stadt komplett neu aufgebaut.

Kaufmannshäuser aus dem vergangenen Jahrhundert. Hier verlief die Teestraße von China nach Russland, Reis Tabak und Gewürze kamen aus China und machten die Kaufleute reich.

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Zentrales Kaufhaus von Ulan Ude.

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Revolutionsplatz mit Obelisk aus den 20er Jahren zur Erinnerung an die Revolutionsopfer.

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Denkmal zur Erinnerung an den großen vaterländischen Krieg.

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01.07.2018 Nachdem wir am Vortag bereits quasi ganz Ulan Ude erkundet hatten (so viel gibt es dort nicht zu sehen) verblieb noch Zeit für Anderes. Ein Besuch in den Dörfern der sogenannten Semeiskije bzw. Altgläubigen 80km südöstlich von Ulan Ude – namentlich u.a. im Ort Tarbagatei. Die Semeiskije sind eine Glaubensgemeinschaft von sogenannten Priesterlosen Altgläubigen in Transbaikalien, deren Vorfahren im 17. Jahrhundert die liturgischen Reformen des Patriarchen Nikon nicht angenommen/akzeptiert hatten, und daraufhin nach Sibirien verbannt worden waren. Ihre alltägliche und geistliche Kultur wurde 2001 von der UNESCO unter der Bezeichnung „Der Kulturraum und die mündliche Kultur der Semeiskije“ in das das UNESCO-Welterbe ergänzende Programm „Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit“ aufgenommen.

Besonders schön sind die traditionellen Verzierungen der Semeiskije-Häuser. Manche behaupten, es seien die schönsten erhaltenen Holzhäuser Russlands – so ist das mit Superlativen, jeder pflegt seinen.

Altgläubige

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Kleines Museum in einem der Häuser.

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Mit der Gruppe hatten wir vereinbart, uns dann am nächsten Morgen vor der Grenze zur Mongolei treffen zu wollen. So blieb von Tarbagatei aus die Alternative 40 Kilometer zurück Richtung Ulan Ude zu fahren, um dort die Hauptstraße zur mongolischen Grenze zu nehmen oder aber eine Nebenstraße Richtung Süden zu nehmen, um dann später (nach ca. 60km) Richtung Osten auf die Hauptstraße abzuzweigen. Wir entscheiden uns für den kürzeren Weg – die kleine Nebenstraße. Ergebnis: den Abzweig zur Hauptstraße gibt es gar nicht – bzw. er war als Straße oder Weg nicht erkennbar. Die Nebenstraße an sich stellt sich nach wenigen Kilometern als Wellblechpiste übelster Art heraus, die wir dann etwa 200km bis ganz in den Süden verfolgen mussten, um dort auf einen Abzweig nach Osten zur Grenzstadt Khiagt zu kommen. Kurz vor diesem Abzweig schlagen wir ziemlich durchgerüttelt unser Nachlager auf. Petra macht mich darauf aufmerksam, dass bei einem unserer Fenster eine Schraube herauslugt. Ich ziehe dann alle Schrauben an allen Fenstern wieder fest, alle waren mehr oder minder locker – diese Pisten sind Gift für`s Auto.

Übernachtungsplätzchen.

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Zunächst schlafen wir gut, bis wir gegen ein Uhr wach werden – Insektenalarm, überall kribbelt es. Da gibt es doch tatsächlich so kleine Viecher, die durch das Netz der Insektenschutzgitter hindurch kommen. Ok, wir schließen alle Fenster und stellen die kleine elektrische Giftbombe mit den Giftplättchen aus Italien vom Conad an. Dann beruhigt sich die Lage wieder.

Am nächsten Morgen (02.07.2018) Fahrt Richtung russische Grenzstadt Khiagt.

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Die Grenzformalitäten ziehen sich mehr oder minder über den ganzen Tag hin. Warten, warten, warten!

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Die russischen Grenzer treiben einen unglaublichen Aufwand für eine Ausreise. Selbst mit Drogensuchhunden begehen sie unsere Fahrzeuge und suchen nach Schlaftabletten und ähnlichem. Unverständlich für eine Ausreise! Auf der mongolischen Seite (Altanbulag) wird zwar auch intensiv und von mehreren Personen geschaut, aber dort verstreicht die Zeit insbesondere infolge fehlender Organisation – irgendein Stempel von irgendwem fehlt immer noch. Trotzdem schaffen wir es noch relativ schnell durchzukommen.

Über Sükhbatar geht es Richtung Süden bzw. Darkhan.

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Bereits gegen 17:00 Uhr  erreichen wir unseren ersten Übernachtungsplatz in der Mongolei.

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Rund um den Baikalsee

23.06.2018 Von der Insel Olchon Fahrt über Irkutsk bis in die Nähe Listvjankas am Baikalsee. Dort zwei Übernachtungen auf dem Gelände eines Yachtclubs direkt an der Angara – sah dort eher aus wie auf einer ziemlich heruntergekommenen Werft. Trotzdem landschaftlich schön gelegen.

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24.06.2018 Ausflug: es geht morgens früh los. Wir werden mit dem Bus an den Bahnhof von Irkutsk gebracht.

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Von dort aus unternehmen wir in einem touristischen Sonderzug eine Bahnfahrt auf der alten Baikalbahn.

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84 Kilometer ist sie lang, die “alte Baikalbahn” entlang des Baikalsees. 1904 wurde sie als letztes fehlendes Glied der Transsibirischen Eisenbahn fertiggestellt. Am Baikalsee wurde damit die Transsibirische Eisenbahn von Moskau nach Wladiwostok vollendet. Wegen des Lückenschlusses wird die Baikalbahn oft “Gürtelschnalle” der Transsib genannt. Außerdem war es wegen der vielen Kunstbauten (Tunnel, Brücken etc.) der teuerste und aufwändigste Bauabschnitt. Darum wird sie, auch wegen der Meisterleistungen der Ingenieurskunst, “Goldenen Gürtelschnalle” genannt.

Die Fahrt dauert fast den ganzen Tag, da die Bahn immer wieder längere Halts an schön gelegenen Stellen macht. Zunächst geht es von Irkutsk nach Sljudjanka und dann weiter nach Port Baikal.

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Geschätzte 85% der Mitreisenden sind chinesische Touristen, was die Fahrt auch in anderer Hinsicht zu einem einmaligen Erlebnis macht.

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Foto vom allgegenwärtigen Präsidenten in einem Kiosk.

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In Port-Baikal besteigen wir gegen Abend dann die Fähre über die Angara zurück nach Listvjanka.

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Blick in die Angara vom Baikalsee aus gesehen.

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Blick auf Listvjanka. Schon wieder einmal wieder ein Gewitter im Anmarsch.

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25.06.2018 Wieder nach Irkutsk zurück – anders geht das auf der Straße nicht. Besuch bei Metro Cash & Carry. Erstaunlich, meine Metro-Karte wird sofort erkannt und wir dürfen dort einkaufen. Weiterfahrt etwas abseits in die Berge nach Arschan. Arschan ist ein Berg- und Luftkurort im Rajon Tunkinski, Burjatien. Er liegt auf etwa 900 m Höhe im östlichen Sajangebirge. Dort bleiben wir zwei Nächte.

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25.06.2018 Wanderung ins Gebirge zu einem Wasserfall.

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27.06.2018 Zurück aus den Bergen an den Baikalsee in die Nähe von Sjludjanka. Weiterfahrt an der Ostküste entlang bzw. der Transsib folgend Richtung Ulan Ude.

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Abends Stellplatz Nahe des Selenga-Deltas am Strand des Baikal. Wunderschönes Plätzchen direkt auf der Düne. Dort hält es uns jedoch nicht lange (ca. 5 Minuten). Dann verlassen wir fluchtartig wieder den Platz – Invasion von Mini-Mücken – andere halten es länger aus, haben dann aber von Mücken schwarz gefärbte Insektenschutzgitter und können das Wohnmobil eigentlich nicht verlassen. Das Selenga Delta ist das angeblich größte Süßwasserdelta der Erde. Da fühlen die kleinen Biester sich eben wohl. Die Selenga selbst entspringt in der Mongolei und ist einer der größten Zuflüsse des Baikalsees.

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Ein paar hundert Meter landeinwärts weiter finden wir einen schönen Stellplatz mitten im Dorf – hier so gut wie keine Insekten unterwegs und wir können zumindest zuschauend am Dorfleben teilnehmen.

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Heidi putzt Erdbeeren – sie will Marmelade kochen.

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Gegen 22 Uhr treffen sich Interessierte in der Dorfkneipe – eher eine Art Wohnzimmer – zum Fußball schauen (Deutschland ./. Südkorea). Unerfreuliches Endergebnis – Deutschland scheidet in der Vorrunde der WM aus!

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28.06.2018 Wir nehmen nicht die Hauptstraße nach Ulan Ude sondern die Küstenstraße bzw. die Straße die am Selenga-Delta direkt vorbei führt.

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Gegen Mittag kommen wir in Ulan Ude an, wo wir drei Nächte verbringen werden. In einem großen Supermarkt füllen wir erst mal wieder unsere Bestände an Bier, Gemüse,  Wurst, Käse etc. auf. Von Ulan Ude aus geht es nämlich direkt in die Mongolei und wir wissen nicht, was wir dann noch einkaufen können. Petra sortiert  unsere “Grünzeugbestände”.

Gemüseladen

Stellplatz neben Sportkomplex in Ulan Ude.

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Baikalsee – Insel Olchon

Kaum haben wir am Morgen des 18.06.2018 den Großraum Irkutsk nach reichhaltigen Supermarkteinkäufen und Auffüllen unseres Gastankes (nur 6,7 Ltr. in 6 Wochen) verlassen, ändert sich die Landschaft total. Das Sumpfige, die sibrischen Tümpel und die Birkenwäldchen verschwinden, es wird eher steppig mit Kiefern, Lärchen und Weitblick. Ab und an sieht man frei umherlaufende Pferdeherden. Wir sind auf dem Weg zur Insel Olchon, der mit etwa 70km Länge und einer durchschnittlichen Breite größten Insel im Baikalsee. Wenn der Baikalsee die Perle Sibiriens ist, dann soll die Insel Olchon die Perle des Baikalsees sein – sagt man. P1030279 (Large)

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Noch ein paar Fakten zum Baikalsee:

Der Baikalsee ist mit 1.642 Metern der tiefste und mit mehr als 25 Millionen Jahren der älteste Süßwassersee der Erde. Sein Abfluss, die Angara, fließt über den Jenissei in die Karasee des Polarmeeres. Der See besitzt eine Uferlänge von rund 2.125 km, ist vom Südwesten zum Nordosten 673 km lang und maximal 82 km breit. Seine durchschnittliche Breite beträgt 48 km.

Rund um den Baikalsee herrscht ein kontinentales, relativ mildes Nadelwaldklima. Es gibt jährlich etwa 2.000 Sonnenstunden, wobei der Dezember mit 77 der sonnenärmste und der Juni mit 275 Sonnenstunden der sonnenreichste Monat ist.

Die Winter (November bis März) sind mit Durchschnittstemperaturen um −20 °C trocken-kalt, es herrscht von Anfang November bis Ende März Dauerfrost. In den Bergen rund um den See liegt von Mitte September bis Ende Juni Schnee, in den Tälern von Mitte November bis Anfang April. Die Temperaturen können bis auf etwa −50 °C fallen.

Der Frühling (April/Mai) und der Herbst (September/Oktober) sind mit jeweils nur zwei Monaten sehr kurz. Nachtfröste kann es bis in den Juni hinein geben und dann bereits wieder ab Ende August.

Die Sommer (Juni bis August) sind mit Durchschnittswerten um 15 °C und Tagestemperaturen häufig über 20 °C relativ warm. In dieser Zeit fällt auch der meiste Regen.

Wegen der enormen Wassermenge des Sees steigt die Wassertemperatur selbst im Juli und August kaum über 10 °C. Etwa von Mitte November bis Anfang Mai ist er meist komplett zugefroren.

Wir nähern uns der kostenfreien Fähre zur Insel Olchon und prompt schlägt mal wieder das Wetter um – Regen zieht auf, letztlich kommen aber nur ein paar Tropfen herunter.

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Alle Verkehrswege in Russland sind kostenlos, sodass interessanterweise auch die Fährverbindung zur Insel kostenfrei ist.

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Auf die noch am Kai liegende Fähre passen wir nicht mehr, wir müssen auf die nächste warten.

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Erste Jurten tauchen auf, die Insel Olchon gehört zwar organisatorisch zur Region Irkutsk, wird aber im wesentlichen von Burjaten bewohnt.

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Die Fährfahrt dauert nicht lange, dann sind wir auf Olchon.

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Drüben nix mehr mit befestigter Straße – staubige Wellblechpiste.

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Wir stehen ganz alleine direkt am Ufer, weit und breit nichts von Zivilisation zu sehen  – Abendstimmung.

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19.06.2018 Ganztägiger Ausflug mit geländegängigem russischem UAZ-Büschen. Zunächst besuchen wir den Hauptort, die erst 1939 gegründete Siedlung Chuzir, in der heute etwa 1.300 der insgesamt 1.600 Bewohner der Insel zu Hause sind. Nicht wirklich sehenswert.

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Interessanter da schon das am Ufer von Chuzir gelegene “Gottes-Kap” (Burchan mys, “burchan” bedeutet auf burjatisch Gott bzw. Buddha) mit dem berühmten Schamanenfelsen. Hier befand sich die wichtigste Pilgerstätte der am Baikalsee lebenden Burjaten, zu der nur die Schamanen genannten Medizinmänner Zutritt hatten. Eine Höhle mit zwei Zugängen bot gute Möglichkeiten für das plötzliche Erscheinen und Verschwinden der Schamanen. Zugleich war der Felsen auch Opferstätte, an der in bestimmten Ritualen Wohlwollen erbeten wurde. Schamanische Stelen im Zugangsbereich zum Kalkmarmor-Felsen.

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Rundblick über den “Kleines Meer” (Maloe More) genannten Teil des Baikalsees zwischen der Insel Olchon und dem nordwestlich direkt gegenüber gelegenen Festland. Aufgrund der nur geringen Tiefe des Baikalsees an dieser Stelle (max. 200 m) erwärmt sich der Baikalsee hier im Sommer auf sonst nicht mögliche Temperaturen von bis zu 16° C.

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Die schönste Strände der Insel ziehen sich nördlich der Inselhauptstadt Chuzir auf etwa 20 km hin.

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Weiterfahrt Richtung Norden.

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Toiletten-Pause mit Souvenirladen.

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Unser Fahrer entspannt in der Sonne.

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Dann kommen die schwierigeren Geländestücke weswegen wir u.a. nicht mit den Wohnmobilen gefahren sind.

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Straßenverläufe wie ich sie von meinem Mongolei-Besuch in 2006 kenne.

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Wir nähern uns der felsigen Nordspitze der Insel. Die Insel Olchon ist eigentlich auch Teil des im Südwesten an den Baikalsee grenzenden Promorsker Berggürtels, der sich auf der Insel fortsetzt.

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Blick auf die Ostseite des Baikalsees.

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Nordspitze der Insel – Stoßzahn-Kap (Kap Choboi).

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Mittagspause an der Nordspitze der Insel. Es gibt Fischsuppe.

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Weiterer Fahrer.

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Er hat eine Spezialität an seinem Fahrzeug – einen Elektrostecker unter dem Auto. Angeblich heizt er damit sein Auto im Winter, damit es nicht einfriert. Wie das genau technisch funktionieren soll konnten wir mangels russischer Sprachkenntnisse nicht herausfinden.

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Nach etwa 2 1/2-stündiger Rückfahrt zu unserem Stellplatz könnte man die dort geparkte fahrbare “Banja” (russische Sauna) benutzen und danach einmal in den kalten Baikalsee springen (Wassertemperatur derzeit so um die 10° C). Ich bin noch ein Wenig erkältet und halte mich zunächst noch zurück. Am letzten Tag auf Olchon bin ich dann aber auch für zwei Gänge in der Banja und zweimal im Baikalsee und das nicht nur mit den Füßen.

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20.06.2018 Bootsausflug.

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Wir nehmen zunächst Kurs Richtung Südwesten zur Insel Ogoy bebaut mit einem Stupa. Das Wetter ist nicht so perfekt wie am Vortag, klart aber noch auf.

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Kleine Wanderung zur Stupa.

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Runenzeichen – was das hier zu suchen hat? Vielleicht auch etwas Schamanisches.

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Weiter geht es zur Insel Zamogoy, wo sich die berühmten Baikal-Robben, wohl einzige Süßwasser-Robben-Art der Welt rumtreiben sollen.

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Schließlich finden wir solche dort auch vor. Aber keine Robbenfotos – auf diesen hätte man nicht viel gesehen mangels Kontrast zwischen Robben und Felsen. Da habe ich mir das Fotografieren zugunsten des Schauens verkniffen.

Auf dem Rückweg mit dem Boot haben wir einen schönen Ausblick auf den Stellplatz unserer Wohnmobile.

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21.06.2018 Als wir aufwachen regnet es! Lange Gesichter, denn ein Tag im Regen an solch einem Ort macht nun wirklich keinen Spaß. Nach dem Frühstück hört der Regen jedoch auf. Petra sucht die Trekking-Stöcke und macht sich mit Claudia auf den Weg zu einer Wanderung. Ich habe auch so meine Pläne. Fahrerhaus abkippen, Ölstand prüfen, mir mal die Konstruktion der Lenkung unseres Gefährtes genauer ansehen, Führung der Ausziehleiter vom Sand säubern, weitere Haken im Wohnmobil anbringen, Fahrerhaus komplett putzen und meine Lieblingsbeschäftigung: so dies und das von links nach rechts und von rechts nach links räumen. Der optimale Lagerplatz für viele Dinge im Wohnmobil muss erst noch gefunden werden und das geht am besten durch Ausprobieren. Nach Rückkehr legt sich Petra in die nun aufgetauchte Sonne und liest, ich schreibe Blog. Heute Abend soll es von Einheimischen zubereiteten Hammel mit allen Körperteilen zum Essen geben. Ich hatte mich prophylaktisch schon mal abgemeldet. Dann ist es soweit – die Delikatesse wird zubereitet. Petra geht schauen und entscheidet, wir kochen bei uns zu Hause. Auch ich lasse mich am Ort des Geschehens mal blicken und mache zumindest ein paar Fotos. Vorbereitungen.

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Es zieht wieder schlechtes Wetter auf – aber zunächst noch kein Regen.

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Blick in den Kochtopf.

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Zwischendrin noch ein Bisschen burjatische Folklore am Strand.

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Dann ist es soweit, “Essen ist fertig!” Es wird serviert. Nix für mich, muss ich gar nicht erst probieren!

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Bei uns im Restaurant FUSO gibt es heute Terrine de Bourgogne mit Bratkartoffeln, Salat und Vin Blanc. Petra bringt um 20:30 Uhr den Müll weg und kommt nicht wieder … doch, erst um 23:30 Uhr. Da wurde noch gefeiert auf dem Weg zum Müll. Ich lese und schlafe.

22.06.2018 Ähnliches Programm wie am Vortag. Petra geht Wandern und ich helfe Manfred und Max den Generator vom MAN zu reparieren. Damit hatten wir schon am Vortag angefangen aber wegen aufziehendem schlechtem Wetter abgebrochen. Generator springt immer nur kurz an, dann geht er wieder aus. Nachdem wir sämtliche Pumpen, Dieselfilter, Magnetventile und auch das letzte Stück Dieselleitung zum Magnetventil (mit dem Kompressor durchgeblasen) ohne Ergebnis durchgeprüft haben bleibt noch ein Stück Dieselleitung bestehend aus einer Metalldurchführung durch den Maschinenkasten des Generators. Schelle der Dieselgummileitung auf der noch nicht geprüften Seite der Metalldurchführung dann noch mal abgezogen – was kommt zum Vorschein: eine dicke Schraube steckt in der Dieselleitung. Wie kommt die wohl dahin? So etwas gibt es eigentlich gar nicht. Der Generator war kurz vor Abreise in Inspektion, da muss sie evtl. hinein gesteckt worden sein, um die Dieselleitung interimistisch abzudichten. Wir ziehen sie `raus, schrauben alles wieder zusammen und oh Wunder der Generator läuft wieder und das nun schon seit Stunden.

Nachmittags zwei Gänge Banja und ab in den kalten Baikalsee. Abends essen wir zusammen mit Manfred und Barbara im “Wohnzimmer” (Manfreds Wohnmobil mit der großen U-förmigen Sitzbank).

23.06.2018 Überfahrt auf`s Festland/Abreise über Irkutsk in die Nähe von Listvianka am Baikalsee.

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Zwischen Ob, Enisej und Angara

Aufbruch in Novosibirsk (10.06.2018) am Fluss Ob. Wir machen unsere Wassertanks noch mal voll und gehen einkaufen. Für die nächsten Tage sind teilweise wieder lange Fahrstrecken mit wenig Sightseeing vorgesehen – technische Strecken/Übernachtungsplätze. Zunächst geht es in die Nähe von Mariinsk. Kurz vor Mariinsk Besichtigung einer Gedenkstätte an den stalinistischen Gulag.

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Stellplatz Mariinks auf einem Freizeitgelände mit Banja.

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Banja – schon angeheizt.

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WC – brauchen wir nicht, unseres ist viel schöner.

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Wir verbringen den Abend notgedrungen im Wohnmobil. Ausgefuchste Mitreisende haben da eine andere sehr fortgeschrittene Outdoor-Technik entwickelt.

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Die Nacht regnet es durch – mir schwant nachts schon, dass das mit der Abfahrt vom Stellplatz so für den ein oder anderen schwierig werden könnte. So kommt es auch. Der sibirische Boden verwandelt sich in Null-Komma-Nix in eine tiefe Schlammwüste.

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Wir haben da keine Probleme.

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Heute (11.06.2018) geht es in die Geburtsstadt Helene Fischers (Elena Petrovna Fischer); umgesiedelt 1988 nach Deutschland (Aaaatemlooos durch die Nacht …!). Die Stadt Krasnojarsk soll schön zwischen Hügeln gelegen sein, mal was anderes als immer nur Taiga sehen. Und sie liegt wieder an einem dieser sibirischen Riesenflüsse, dem Enisej, – und all dies Wasser fließt dann ins Polarmeer.

Bei Einfahrt in die Stadt schüttet es aus Eimern, sofort laufen die Straßen voll, teilweise mit durchaus einer Wassertiefe von bis zu 60 cm. Ich habe ja den Sportbootführerschein binnen und wir haben da mit unserem hochbeinigen Mobil grundsätzlich keine Schwierigkeiten bzw. nasse Füße zu erwarten. Allerdings bergen solch überflutete Straßen in Sibirien noch ganz andere Gefahren, die bis zu 25 bis 30cm tiefen, dann nicht mehr erkennbaren bzw. vorhersehbaren Löcher in der Straße! Wir überstehen es glücklich ohne eines der Löcher zu treffen. Stellplatz auf dem Grundstück eines Hotels (Safari Club) auf einer Insel der Stadt gegenüber gelegen. Wir stehen eng, haben aber einen Super-Blick über den Fluss.

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Nachmitttags Frisörbesuch im benachbarten Wohnviertel. War dringend mal notwendig, wachse langsam zu.

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12.06.2018 Besichtigungstour Krasnojarsk. Krasnojarsk, eine der älteren sibirischen Städte, gegründet 1628 durch Kosaken ist trotz seiner schönen Lage zwischen sanften Hügeln am fast zwei Kilometer breiten Fluss Enisej mehr oder minder reine Industriestadt mit etwa einer Million Einwohnern und wenig Sehenswürdigkeiten. In der Stadt befindet sich die weltgrößte Aluminiumhütte sowie weitere stark umweltbelastende Fabriken. Die ökologische Situation der Stadt ist soll problematisch sein. Das Stadtzentrum befindet sich auf der linken Seite des Enisej, der die Grenze zwischen West- und Ost-Sibirien bildet.

Uferpromenade und Oper.

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1869 gebautes, 1949 ausgemustertes, heutiges Museumsschiff St. Nikolai – Schaufelraddampfer auf dem schon der gleichnamige Zar wie auch Lenin gefahren sein sollen.

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Enisej mit Hafenkränen im Hintergrund.

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Aussichtspunkt mit Paraskeva-Kapelle oberhalb der Stadt. Die Kapelle ist das um 1845 errichtete Wahrzeichen der Stadt und auf dem russischen 10-Rubel-Schein verewigt.

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Blick über die weitläufige Stadt.

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Auch in Russland werden offensichtlich die kleinen Vorhängeschlösser der Verliebten gerne an Geländern angebracht.

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Opernplatz mit Anton-Tschechow-Denkmal, welches der Begeisterung des Dichters für den Fluss Enisej Ausdruck verleihen soll, schrieb er doch: “Ohne die eifersüchtigen Anhänger der Wolga beleidigen zu wollen, doch habe ich in meinem Leben keinen großartigeren Strom als den Enisej gesehen. …”.

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Stadttor zum Prospekt Mira.

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… weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt.

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Hotel Krasnojarsk.

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Rathaus.

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Opernplatz.

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Blick vom Opernplatz auf die andere Seite des Flusses.

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Kaskaden vom Opernplatz zum Flussufer.

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Rückfahrt zum Stellplatz auf der Insel im Enisej. Gigantische Wohnneubauten.

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Ein letzter Blick auf den Enisej – Abreise am 13.06.2018 Richtung Irkutsk bzw., um bei den Flüssen zu bleiben Richtung “Angara”.

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Noch fast 1.000 km bis Irkutsk, heutige Fahretappe bis in die Nähe von Kansk. Birkenwäldchen folgt auf Birkenwäldchen, selbst abends stehen wir in einem solchen. Man muss allerdings schon sagen, der Stellplatz ist recht idyllisch.

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14.06.2018 Weiterfahrt mit Übernachtung auf einem Stellplatz nahe Kamenka-Kurjati am Fluss.

Unterwegs kreuzen wir mehrfach die Strecke der transsibirischen Eisenbahn. Hier werden schon leicht martialische Vorkehrungen getroffen, um den hier gewöhnlicherweise entlangfahrenden Russen vom Überqueren der Bahnstrecke trotz herabgelassener Schranke abzuhalten. Mal genau hinschauen, da fahren solche Barrieren aus dem Boden.

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… wohl nicht ganz zu unrecht, denn schwupp haben wir mal wieder einen dieser rastlosen russischen Drängler vor uns stehen. Konnte sich nicht hinten einreihen, dauert zu lange!

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Stellplatz am Fluss.

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Baden, Quatschen und Seele baumeln lassen. Der Fluss ist erstaunlich warm, hat aber auch eine unglaubliche Strömung.

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Besuch eines russischen Badegastes.

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Am Morgen des nächsten Tages (15.06.2018) regnet es mal wieder. Wir entscheiden daher uns den nächsten Zwischenstopp auf dem Weg nach Irkutsk zu sparen, um nicht die Hälfte des Tages im Regen auf irgendeiner Wiese verbringen zu müssen, d.h. wir fahren durch nach Irkutsk. Das wird allerdings ein leichter Höllentrip, da, über 600 Kilometer zu bewältigen sind und wie sich leider zu spät herausstellt, die Straße eine einzige Baustelle bzw. Katastrophe ist. Mit den Baustellen in Russland ist das u.a. neben anderen Widrigkeiten nämlich so eine Sache: der Verkehr wird mit Baustellenampeln oder per Hand immer so geregelt, dass nur eine Fahrtrichtung fahrberechtigt ist. Das per se wäre ja noch nicht so schlimm – das Problem sind die Wechselintervalle, die i.d.R. 10-15 Minuten betragen können. Danach kommt dann die andere Fahrtrichtung dran und es haben sich so etwa 30 Lkw`s eng aufgestaut, die sich sofort untereinander versuchen möglichst häufig zu überholen während man versucht sie selbst zu überholen. Anstrengend und nervig!

Na, 10 Stunden waren wir am Ende dann locker unterwegs. Dafür haben wir einen zusätzlichen Tag in Irkutsk gewonnen. Stellplatz am Hotel Irkutsk.

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Die ca. 620 Tsd. Einwohner zählende Stadt, an der Angara, gelegen gehört sicherlich zu den interessantesten und schönsten Städten Sibiriens – eigentlich unser deutlicher Favorit im Ranking. U.a. dank der Nähe des einzigartigen Baikalsees ist sie im Vergleich zu anderen sibirischen Metropolen schon immer touristisch gut erschlossen gewesen. Schon zu Sowjetzeiten gehörte sie zu den wenigen für Besucher nicht geschlossenen Städten Sibiriens. Bereits 1686 wurde ihr das Stadtrecht verliehen, Irkutsk war wichtiger Handelsplatz für sibirische Pelze, chinesischen Tee und Seide. Die Handelsgüter mehrten den Reichtum der ortsansässigen Kaufleute. Im 19. Jhdt. war Irkutsk die mit Abstand größte Stadt Sibiriens und wurde nebenbei auch zu einem wichtigen Umschlagplatz in der zaristischen Verbannung. Zu den bekanntesten Verbannten zählen die sogenannten Dekabristen (aufgeklärte Bürger und Offiziere), die nach Aufbegehren gegen den Zaren von diesem zur Zwangsarbeit in Bergwerken hinter dem Baikalsee verbannt wurden und denen lebenslang die Rückkehr in den europäischen Teil Russlands verboten war. Diese ließen sich sodann nach Verbüßen ihrer Strafe in Irkutsk nieder und beeinflussten die geistig-kulturelle Entwicklung der Stadt nachhaltig.

Zarendenkmal – im Hintergrund Heimatkundemuseum, erbaut als Museum bereits 1782.

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Blick über die Angara, die im Baikalsee entspringt, also keine Quelle im klassischen Sinn hat. Das im Baikalsee sich sammelnde Wasser unzähliger Flüsse und Bäche entleert sich über die Angara, die dann nach etwa 1.800km in den Jenissei mündet.

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Weißes Haus – 1804 fertiggestellt als Wohnhaus des reichen Kaufmanns Sibirjakov; seit 1837 dann Sitz des Gouverneurs von Sibirien. Der Begriff Weißes Haus wurde und wird in Russland in Anlehnung an die Washingtoner Machtzentrale für viele Gebäude mit örtlichen Machtzentren verwendet.

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ul. Marksa – Marxstraße.

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Das 1897 eröffnete Schauspielhaus.

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Gebäude der ehemaligen Russisch-Asiatischen Bank in der Marxstraße. Die Bank war um die Jahrhundertwende mit Abstand die bedeutendste Bank Sibiriens.

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Naturkundemuseum.

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Weitere Gebäude in der Marx Straße mit Nebenstraßen, an denen der ehemalige Reichtum der Stadt abzulesen ist.

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Fußgängerzone.

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Festes Zirkusgebäude am Platz der Arbeit, Irkutsk. Hier gastieren nur ortsfremde Kompanien.

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Erlöserkirche.

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Gotteserscheinungskathedrale.

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Kosakendenkmal mit Uferpromenade.

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Gouverneurssitz.

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Industriebrache am Angara-Ufer.

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Irkutsker Holzhausarchitektur. Neben Tomsk weist Irkutsk die größte Ansammlung reich verzierter Holzhäuser in Sibirien auf.

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Die flussaufwärts Irkutsks aufgestaute Angara verfügt neben dem Stausee, auf dem Wassersport betrieben wird,  über eine weitere Sehenswürdigkeit.

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Das gleichnamige Passagierschiff “Angara” – heute ein kleines Museum. Ende des 19. Jhdts. in Newcastle, England gebaut, in Einzelteilen an den Baikalsee transportiert und dort in einer Werft in Listvjanka wieder zusammengefügt.

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Mit seinem wohl gesunkenen/verschollenen Schwesterschiff Bajkal diente es Anfang des 20. Jhdts. (1899 bis 1904) dazu die Verbindung der transsibirischen Eisenbahn zwischen dem einen Ufer des Baikalsees und dem anderen Ufer trotz dort zu dieser Zeit noch fehlender durchgehender Bahnstrecke am Ufer des Baikalsees aufrecht zu erhalten. Die Angara nahm in Port Baikal die Passagiere der Züge auf. Das Schwesterschiff nahm sogar ganze Wagons mit Fracht in seinen Schiffslaib auf und transportierte sie gut 40km ans Südufer des Baikalsees. Beide Schiffe waren als Eisbrecher konzipiert und konnten so teilweise auch im Winter ihren Dienst verrichten. Nach soviel Kirchen mal eine kleine “Technikkathedrale”!

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Nur ungern verlassen wir am 18.06.2018 Irkutsk – hier hat es uns richtig gut gefallen.

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Westsibirische Tiefebene – Novosibirsk

04.06.2018 Durch die Westsibirische Tiefebene geht es mit verschiedenen (notwendigen) Zwischenstopps weiter Richtung Novosibirsk.

Übernachtung am Thermal Bad in der Nähe von Tyumen. Die Thermalquellen hier sind als Nebenprodukt von Versuchsbohrungen nach Öl entstanden bzw. entdeckt worden. Der Russe liebt die Banja (russische Sauna) sehr und das passt natürlich hervorragend zum Thermalbaden. Wir verkneifen uns das Thermalbad – deutlich zu viele sibirische Moskitos unterwegs. Überhaupt sind die Viecher in Russland überall weit verbreitet vorzufinden.

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Dieses Gebiet um Tyumen boomt infolge erfolgreicher Erdöl und Erdgasbohrungen nördlich von Tyumen; der Lebensstandard ist vergleichsweise hoch. Demgemäß werden viele Eigentumswohnungen gebaut. Geschmacksache!

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Am nächsten Tag (05.06.2018) reiner Fahrtag und Übernachtung auf dem Parkplatz eines Supermarktes nahe einem kleinen See in Krutinka. Kein wirklich schöner Stellplatz.

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… aber der See ist schön.

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Immer Weiter Richtung Osten. Nächstes Zwischenziel ist Omsk. Auch hier reiner Übernachtungsstopp.

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In Omsk (06.06.2018) sind wir abends mal wieder kultiviert speisen.

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Weiter geht es durch die unendlich erscheinenden sibirischen Weiten – Birkenwäldchen folgt auf Birkenwäldchen.

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Am 08.06.2018 treffen wir dann nach einem weiteren Zwischenhalt in der Nähe von Kargat in der “Hauptstadt Sibiriens”, in Novosibirsk auf dem Gelände des “Russisch-Deutsches Haus”  ein.  Im Gebiet Novosibirsk leben und lebten viele dorthin unter Stalin zwangsumgesiedelte/deportierte ehemalige Wolga-Deutsche.

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Abends haben wir Karten für ein Ballett (Spartakus) im staatlichen Theater für Oper und Ballett.

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Manfred gewinnt deutlich den Wettbewerb für den elegantesten Auftritt an diesem Abend. Die russische Damenwelt ist allerdings auch sehr elegant unterwegs – Chapeau (keine Bilder)!

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Die erste Halbzeit der insgesamt 3-stündigen Vorstellung überleben wir relativ unbeschadet – um nachhaltige Schäden zu vermeiden, verlassen wir jedoch zur Halbzeit die Vorstellung, die doch sehr an ähnliche im Berliner Friedrichsstadtpalast erinnert. Tänzer wohl superklasse, aber nicht so unser Ding! Wir runden den Abend mit einem Spaziergang über den Krasnyj Prospekt (Haupt-Boulevard Novosibirsks) zum Restaurant “Schulz” mit deutscher Küche und deutschem Bier (Bamberger Hofbräu) ab.

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Tags darauf (09.06.2018) Besichtigung zunächst eines Museums über die Transsibirische Eisenbahn.

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Von den Modellen geht es dann in die Realität: Besichtigung des wohl größten und schönsten Bahnhofs der Transsibirischen Eisenbahn in Sibirien. Bei mir kommen sofort sehnsüchtige Erinnerungen an meinen Trip (2007 war es wohl) mit der Transsibirischen Eisenbahn von Irkutsk nach Wladiwostok auf. Die Transsibirsiche Eisenbahn ist schon etwas Besonderes.

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… mittlerweile auch alles in Englisch beschriftet, selbst der “wichtige” Assistent!

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Novosibirsk – nach unserem Verständnis keine wirklich schöne Stadt, aber mit einigen Superlativen durchaus. Erst vor 121 Jahren gegründet und mit etwa 1,6 Mio. Einwohnern bereits eine der größten Städte Russlands. Wahrscheinlich auch die am schnellsten gewachsene Stadt der Welt. 1893 suchte man beim Bau der Transsibirischen Eisenbahn den günstigsten Platz für die Überquerung des mächtigen Flusses Ob. Dank geringer Breite an dieser Stelle und felsiger Ufer entstand während des 1897 abgeschlossenen Brückenbaus am rechten Flussufer die Siedlung Novo-Nikolaevsk, benannt nach dem zu dieser Zeit regierenden Zaren, mit um die 7.000 Einwohnern.

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1926 dann wurde die Stadt umbenannt in Novosibirsk. Neues Zarendenkmal, aufgestellt 2012. Im Hintergrund ein Stück der alten Originalbrücke über den Ob.

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Das ist kein Flüsschen, da geht der Rhein locker 2-3 Mal hinein.

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Nach einem Besuch des Zentralmarktes zu Fuß zurück zum Russisch-Deutschen Haus.

In die Jahre gekommene Apotheken-Werbung.

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Novosibirsker Gorki-Park.

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Abends noch mal los, am Theater für Oper und Ballett vorbei ins Restaurant Puppenhaus.

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Hack-Steak vom Bären – durchaus lecker.

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Rückweg bei Sonnenuntergang – stimmungsvoller Abschied von der sibirischen Großstadt.

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… wer könnte es denn wohl sein? Aufmerksame Leser sollten ihn schon kennen!

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Abschied von Novosibirsk!

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Jekaterinburg

02.06.2018 Kurz vor Jekaterinburg überqueren wir die Kontinentalgrenze nach Asien, markiert durch ein kleines Denkmal. Dieses kleine Denkmal ist nach den Plänen der russischen Regierung jedoch lediglich das Modell für ein wesentlich größeres gleich aussehendes (Monstrum) mit geplanten 180 Metern Höhe. Das entspricht in etwa der höhe eines der Hochhäuser in Frankfurt/M.

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Ganz in der Nähe machen wir noch kurz halt an einer wirklichen Gedenkstätte, einem Denkmal für die im stalinistischen sibirischen Gulag Verstorbenen.

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Unser Stellplatz ist schön, direkt am Wasser (aufgestautes Flüsschen Isset) mal wieder neben einem Sportstadion gelegen.

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Blick aus dem Fenster.

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Nachmittags unternehmen wir noch einen kleinen Spaziergang das Staubecken entlang, aber das Wetter ist noch nass und kalt und so richtig Spaß macht das nicht.

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Wie man bei dem Wetter (um die 0 Grad) draußen Musik machen kann ist mir ein Rätsel.

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Am nächsten Morgen Besichtigungsausflug im Bus mit der Gruppe. Wir durchqueren zunächst Jekaterinburg und verlassen die Stadt in Richtung eines an den Mord der Zarenfamilie in Jekaterinburg erinnernden Klosters Ganina Jama, ein wenig außerhalb der Stadt, bei Schuwakisch gelegen.

Vorbei geht es an dem umgebauten für die bald stattfindende Fußballweltmeisterschaft fit gemachten Stadion der Stadt.

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Ganina Jama ist der Ort an dem die Leichen des letzten russischen Zaren Nikolaus II., seiner Ehefrau Alexandra Fjodorowna und ihrer fünf Kinder nachdem sie im Verlauf des russischen Bürgerkriegs im Ipatjew-Haus in Jakaterinburg in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1918 heimtückisch ermordet worden waren, in eine stillgelegte Grube geworfen wurden.

Die sieben Kirchen des Klosters sind jeweils einem Mitglied der Zarenfamilie gewidmet.

Das Kloster fungiert als Pilgerzentrum für die in Russland nach wie vor sehr beliebte Zarenfamilie.

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Zar und Zarin im Souvernir-Shop.

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Der Frühling hält hier gerade erst Einzug. Die Saison ist kurz, ab August ist bereits wieder Herbst.

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… brrrrhh, es ist kalt (Petra, Max und Heidi).

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Zurück mit dem Bus in die Stadt. Jekaterinburg (1924–1991 Swerdlowsk genannt) ist Industrie- und Universitätsstadt mit etwa 1,4 Mio. Einwohnern.

Jekaterinburg liegt am Fluss Isset knapp 40 Kilometer östlich der imaginären Trennlinie zwischen Europa und Asien (s.o.) . Die natürliche Grenze wird vom Ural gebildet.

Nach Moskau, Sankt Petersburg und Nowosibirsk ist Jekaterinburg die viertgrößte Stadt und Zentrum der drittwichtigsten Region Russlands.

Die bekannteste historische Sehenswürdigkeit der Stadt ist die Kathedrale auf dem Blut. Sie steht an der Stelle, wo sich bis 1977 das Ipatjew-Haus befand, in dessen Keller in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1918 die Bolschewiki den letzten Zaren Nikolaus II. und seine Familie ermordeten (s.o.). Auch dieser Ort ist ein Wallfahrtsort für Anhänger der russischen Monarchie.

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Häuser reicher Bürger der Stadt zur Zeit des Goldrausches im Ural.

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Mittagessen.

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Überall in Russland –  genauer nur in den Austragungs-Städten der Fußball-Weltmeisterschaft  –  wird mit Hochdruck repariert, geputzt, angepflanzt, gefegt etc.. Das Eröffnungsdatum der WM rückt näher.

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Spaziergang durch Jekaterinburg:

Häuser aus der Stalin-Zeit.

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Volksfest am Stausee.

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Im Hintergrund Sewastjanow-Haus.

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Lenin.

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Shopping-Center in der Innenstadt.

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Fußgängerzone.

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Zentraler Platz vor dem Rathaus mit Lenin.

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Rathaus, von deutschen Kriegsgefangenen erbaut.

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Blick über den innerstädtischen Stausee.

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Sewastjanow-Haus.

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Blick über das Staubecken.

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Zentrale des Gouverneurs – früherer Amtssitz Boris Jelzins bevor er Präsident wurde.

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Sportpalast auf der anderen Seite des Stausees – Standplatz unserer Wohnmobile.

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Jelzin-Center (Museum der 90er-Jahre).

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Jelzins Staatskarosse.

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Abends Essen in einem der Hochhäuser Jekaterinburgs im 53. Stock – nicht ganz billig, alles ein wenig steif, aber der Blick ist überragend.

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Nach dem Essen wieder zuhause, Blick auf Jelzin-Center etc. bei Nacht.

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West-Russland bis Ural

Am 23.05.2018 quälen wir uns morgens durch den dichten Moskauer Verkehr Richtung Osten bzw. Nordosten. Zunächst wollten wir noch einmal in eines der großen Shopping-Center bzw. zur METRO in Moskau richtig einkaufen gehen. Dies verwerfen wir  angesichts des Verkehrsaufkommens jedoch schnell wieder. Wir folgen dem Hinweis, dass bei der Stadt Wladimir, die auf unserem Weg zu unserem heutigen Ziel, dem historisch bedeutsamen Ort Susdal, liegt, sich ein großer Globus-Markt befinden soll.

Bevor wir Wladimir und Globus-Markt erreichen, haben wir jedoch noch einen wichtigen anderen Termin  in einem Betrieb der Windschutzscheiben nach Steinschlägen repariert wahrzunehmen. Ich vergaß zu erwähnen, dass bereits auf dem Weg nach Moskau uns ein dicker Stein in die Scheibe geflogen war, mit dem Ergebnis, dass sich nun Risse vor Petras Nase bildeten.

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Das haben die Männer ganz gut hinbekommen. Man sieht fast gar nichts mehr vom Steinschlag und wir brauchen nicht schon jetzt eine neue Windschutzscheibe.

Auf zum Globus Markt – Großeinkauf und ein kleiner mittaglicher Snack. Schon beeindruckend die Supermärkte in Russland, das hätten wir nicht erwartet. Sensationell breites Angebot in allen Bereichen.

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Vom Globus-Markt ist es nicht mehr weit zum Museumsstädtchen Susdal, das wir am nächsten Tag ausführlicher besichtigen wollen.

Mit über 300 historischen Bauten soll Susdal eine der wohl besterhaltenen altrussischen Städte sein und steht komplett unter Denkmalschutz.

Bereits im 10. Jahrhundert erhielt die Siedlung den Stadtstatus und wurde namentlich zum ersten Mal 1024 in den Chroniken erwähnt. Im Mittelalter war Susdal Hauptstadt verschiedener Fürstentümer. Nachdem die Stadt im 15. Jahrhundert endgültig zum Moskauer Großfürstentum überging, verlor sie ihre politische Bedeutung, wurde aber zu einem der größten religiösen Zentren Russlands. Seit dem 16. Jahrhundert wurden in Susdal intensiv verschiedene Gotteshäuser erbaut. Unter anderem befanden sich hier die zwei größten Klöster Russlands – das Erlöser-Euthymios Herrenkloster und das Pokrowski Frauenkloster. Beide Klöster sind noch gut erhalten und wurden zu Museen umfunktioniert.

Wir finden einen idyllischen Stellplatz am Flussufer Susdals und verbringen den restlichen Tag mit Wäsche waschen und entspannen.

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24.05.2018 Besichtigung Susdal. Spontan komme ich  wegen der vielen Sakralbauten auf die Idee für mich intern Susdal als das Bagan Russlands zu bezeichnen. Rundgang.

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Die erste befestigte Anlage (auf Russisch „Kreml“ genannt) entstand in der Krümmung des Flusses Kamenka bereits Ende des 11. Jhdts. Der Fluss schützte die Ostseite der Festung. Zum Schutz der Ostseite wurden überdies Wälle aus Erde aufgeschüttet und darauf eine Holzmauer und Türme errichtet. Die Erdwälle sind bis heute erhalten geblieben und sind die wohl älteste Sehenswürdigkeit von Susdal.

Die Mauern des altertümlichen Kremls in Susdal überragen die fünf blauen Kuppeln der Mariä-Geburts-Kathedrale. Erstmals in 1222-25 errichtet, wurde die Kathedrale mehrmals auf- und umgebaut. Sehenswert im Kreml sind auch die Erzbischöflichen Gemächer (15-18. Jhdt.), ein Glockenturm und fünf Kirchen.

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Erdwall flussseits.

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Holzkirche im Hintergrund.

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Kreml.

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Mariä-Geburts-Kathedrale.

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… erzbischöflicher Kachelofen im Speisezimmer.

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1950-80 wurde Susdal gründlich saniert. Außerdem wurden Holzkirchen aus der Region nach Susdal transportiert und im Museum für Holzarchitektur ausgestellt.

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Im Jahr 1992 nahm die UNESCO u.a. die weißen Kirchen und Klöster von Susdal in die Liste des Weltkulturerbes auf. Ein Grund für die Aufnahme soll der besondere Architekturstil, der im Fürstentum Wladimir-Susdal im 12. und 13. Jhdt. entstand gewesen sein. Dieser Stil prägte wohl die Bauweise in ganz Russland. Seine charakteristischen Merkmale sind: weißer Kalkstein, in den Stein geschnitzte Motive von Pflanzen und Tieren, eine harmonische Einbindung von Gebäuden in die natürliche Landschaft sowie die scheinbare Leichtigkeit der Bauten.

Alexandrowski-Kloster, Susdal

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Spaziergang entlang des Flüsschens vom Kloster nach Hause zum Wohnmobil.

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25. und 26.05.2018 Weiterfahrt von Susdal über Nizhnij Nowgorod (Stellplatz am Sport-Stadion)

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nach Tscheboksary. Unterwegs nähern wir uns der hier gestauten Wolga mit schönen Ausblicken auf zwei Klöster am Wolga-Ufer.

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Mittagspause unterwegs auf dem Land.

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In Tscheboksary Stellplatz auf dem Parkplatz der Oper oberhalb der Stadt bzw. dem bei Aufstauung der Wolga entstandenen Becken im ehemaligen Herzen der Stadt.

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Tscheboksary ist Hauptstadt der russischen Föderationsrepublik Tschuwaschien und liegt knapp 700 km östlich von Moskau. Tscheboksary ist bedeutendster Industriestandort und kulturelles Zentrum der Republik Tschuwaschien.

Der Ort ist seit dem 15. Jahrhundert als Siedlung bekannt und hat etwa ½ Mio. Einwohner.

Hauptwirtschaftszweige sind Maschinenbau und Metallverarbeitung, Chemie, Leichtindustrie, Lebensmittelindustrie, Forstwirtschaft, Holzverarbeitung und Bauindustrie. Etwa 13 Kilometer flussabwärts vom Stadtzentrum befindet sich der Damm des 2.274 qkm großen Tscheboksarsker Stausees mit Wasserkraftwerk.

Stadtrundgang.

Juri Gagarin.

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Denkmal Weltkrieg II oberhalb der Wolga.

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Blick auf Wolga und das, was von der Altstadt bei Aufstauung der Wolga über der aktuellen Wasserlinie übrig geblieben ist (im Hintergrund).

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Aufgestaute Wolga.

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Klostergebäude.

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Tschuwaschische Folkloregruppe in der Fußgängerzone.

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Blick über das anstelle der Altstadt bei Aufstauung der Wolga entstandene innerstädtische Becken mit Fontänen (Kloster im Hintergrund).

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Denkmal Mutter-Patronin der Tschuwaschen.

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27.05.2018 geht es Richtung der Millionenstadt Kasan, Hauptstadt der Republik Tatarstan, wo wir zwei Nächte bleiben und u.a. auch Petras Geburtstag feiern wollen.

Unterwegs besuchen wir die auf einer Anhöhe am Zusammenfluss der Wolga und ihres rechten Nebenarmes Swijaga gelegene kleine Kloster-Siedlung Swijaschsk. Zu einer Insel wurde sie erst in den 1960er Jahren des 20. Jahrhunderts. Grund dafür war (auch hier) die Errichtung eines bzw. des Kuibyschewer Stausees und des zu der Zeit weltweit größten Wasserkraftwerkes „V.l. Lenin“. Über einen Damm kann man bis an die Siedlung heran fahren – es ist viel los, russische Sonntagsausflügler.

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Unglaublich wie breit die aufgestaute Wolga hier ist – man weiß gar nicht mehr in welche Richtung sie eigentlich fliesen sollte oder tatsächlich fliest.

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Einfahrt in die Millionenstadt Kasan.

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Stellplatz auf dem Messegelände von Kasan. Schlechte Nachrichten: in Kasan angekommen stellen wir fest, dass die Steuerung unserer Jabsco-Bootstoilette mit Häxler und Pumpe nunmehr gänzlich ihren Geist aufgegeben hat. Schon Tage zuvor war sie nur noch eingeschränkt über das Panel bedienbar, wir waren allerdings noch guter Hoffnung  – nunmehr tut sie gar nichts mehr. Das ist bitter. Petra erstellt schon für den nächsten Tag eine Prioritätenliste:

1. Porta Potti kaufen (= transportable Camping-Toilette)

2. mit Fa. Woelcke (Wohnmobilbauer) telefonieren, ob noch etwas zu retten ist; wann können Ersatzteile eintreffen und wie bekommen wir sie zeitnah durch den russischen Zoll?

3. evtl. über eine mögliche Notreparatur nachdenken.

Die Nacht über behelfen wir uns ohne Toilette.

Am nächsten Morgen, Petras Geburtstag, geht Petra auf Besichtigungstour mit der Gruppe.

Kasan ist Hauptstadt der russischen Republik Tatarstan. Mit etwa 1,2 Mio. Einwohnern ist Kasan die achtgrößte Stadt Russlands. Die Stadt liegt an der Wolga und ist ein wichtiges Zentrum des russischen Islams sowie ein bedeutender Kultur-, Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort.

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Die Stadt gilt als eine Perle der Architektur, die Orient und Okzident in sich vereint. Der Kasaner Kreml gilt als einer der schönsten seiner Art und ist aus diesem Grund in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen worden. Panoramablick auf den Kreml von der Wolga aus.

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Im Kreml steht auch der ehemalige Gouverneurs-Palast, der von 1843 bis 1853 an Stelle des Khan-Palastes vom russischen Architekten Konstantin Thon errichtet wurde. Darüber hinaus errichtete Thon die daneben stehende Schlosskirche.

Anlässlich des erfolgreichen Feldzuges nach Kasan ließ Iwan IV. eine Kathedrale in Moskau errichten, die wohl jeder kennt: die Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz. Gleichzeitig wurde auf Befehl des Zaren eine kleine hölzerne Kirche im Kasaner Kreml gebaut, die schon nach drei Tagen fertig war. Später wurde diese Kirche umgebaut, und seit vermutlich 1556 steht im Kasaner Kreml eine prachtvolle orthodoxe Kathedrale: die Mariä-Verkündigungs-Kathedrale. Diese Kathedrale ist das älteste Baudenkmal des Kasaner Kremls.

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Nahe der Mariä-Verkündigungs-Kathedrale befindet sich ein Turm aus rotem Ziegelstein: der Sujumbike-Turm. Der nach der letzten Regentin des Kasaner Khanats benannte Turm entstand im 18. Jahrhundert. Hinter dem Turm befindet sich ein Mausoleum mit den Sarkophagen der tatarischen Khane.

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Anlässlich des 1000-jährigen Bestehens im Jahr 2005 wurden der Kreml und andere Gebäude komplett renoviert.

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Blick vom Kreml über die Wolga.

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Der Hauptturm des Kasaner Kremls ist der Spasski-Turm oder der Erlöser-Turm. Bis zur Oktoberrevolution 1917 befand sich im obersten Stockwerk eine Kapelle und noch heute kann man dort Umrisse der Kirchenfenster erkennen. Ganz oben auf dem Turm ist ein Stern angebracht, der in den 1930er Jahren aufgestellt wurde. Heute wird oft darum gestritten, ob der Stern hier passend ist. Aber die Regierung ist der Meinung, dass ein Kreuz die Tataren und ein Halbmond die Russen beleidigen könnte.

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Während der sowjetischen Zeit gab es in Kasan nur eine einzige geöffnete Moschee, nämlich die Mardjani-Moschee. Sie wurde von Mullas unterhalten, die über eine gewisse theologische Ausbildung verfügten. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion entstanden in Kasan zahlreiche neue Moscheen. Im Frühsommer 2005 wurde mit der Kul-Scharif-Moschee die größte Moschee Europas in Kasan eröffnet.

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Pompöser sogenannter “Palast der Landwirte” – beherbergt das Landwirtschaftsministerium der Republik.

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Geburtstagsmittagsessen.

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Ich derweil versuche nach ergebnislosem Telefonat mit Fa. Woelcke,  die uns auf die Schnelle nicht helfen kann (Lieferzeit Ersatzteile vrrs. 2 Wochen, dann DHL-Versand nach ? und dann noch mindestens 6 Tage durch den Zoll), mit Suren (einem technisch begabten, der Reiseleitung angehörenden Burjaten) zunächst einmal herauszufinden, wie das alles verkabelt ist etc.. Nachdem wir alles unter die Lupe genommen haben, öffnen wir den kleinen Steuerungskasten der Anlage, das Panel ansich ist fest verschweißtes Plastik und nicht zu öffnen. Innen drin sieht es irgendwie korrodiert aus. Wir versuchen die Lötstellen zu säubern. Ergebnis: ab und an kann man das WC in einzelnen Funktionen zunächst wieder bedienen. Letztlich funktioniert dann aber irgendwann mal wieder gar nichts mehr. Wir geben auf und kommen auf die Idee, dass Häxler/Absauger und Wasserpumpe man eigentlich auch mit Drückknöpfen einzeln über Relais ansteuern können müsste. Nach einem mehrstündigen durchaus spannenden Taxi-Ausflug über diverse teilweise dubiose Automärkte sowie einen Baumarkt haben wir alle Teile zusammen, die wir meinen zu benötigen (Taster, Relais, Kabel, Kleinmaterial, Bohrer etc.). Wir entfernen die Steuerung und Panel komplett, bohren unterhalb der ursprünglichen Befestigungsstelle des Bedienpanels Löcher für die Taster, Suren verkabelt das ganze und nach ca. 2 Stunden funktioniert das ganze wieder. Auf einen Knopf drückt man und der Häxler bzw. Absauger springt an, wenn man auf den anderen Knopf drückt kommt Wasser. Besonders schick finde ich ja die kleinen Hupen auf den Knöpfen!

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Petras schönstes Geburtstagsgeschenk: die Toilette geht wieder! Aber auch mir fallen mehrere Steine vom Herzen. So ohne Toilette ist einfach Sch… .

Nach nunmehr einiger Zeit der Benutzung unserer selbstgebastelten WC-Steuerung sind wir sogar einhellig der Meinung, dass das Ganze so viel feiner und auch wassersparender zu steuern.

Abends kleine Geburtstagsfeier mit unseren Freunden Heidi, Barbara, Max und Manfred in Manfreds “Wohnzimmer”. Heidi hat leckere “Ruebli-Torte” gebacken.

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… aber es gibt nicht nur Torte – auch “Wässerchen”, wie es sich für Russland gehört.

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… der weitere Verlauf des Abends erklärt sich wohl von selbst.

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Schön und feucht war es auf jeden Fall – aber jetzt steht ja erst noch die große Feier mit der ganzen Gruppe an.

29.05.2018 Weiterfahrt in die Industrie-Metropole Izhewsk. Stellplatz außerhalb der Stadt in einem Trainingscamp für russische Ski-Sportler.

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Abends die große Geburtstagsfeier mit der Gruppe in einem Saal des Trainigscamps. Der Eindruck täuscht nicht – schon wieder (zuviel) Wodka. Dazu gibt es Schaschlik vom Grill und Salate.

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Dima überreicht Petra das Geburtstagsgeschenk der Gruppe – ein Paar echte tschuwaschische Hauspantoffeln.

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“… yippppie, solche wollte ich doch schon immer mal haben!”

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Am nächsten Morgen Stadtbesichtigung mit der Gruppe. Ischewsk ist Hauptstadt der Republik Udmurtien der Russischen Föderation. Sie hat etwa 600 Tsd. Einwohner

Die Stadt ist heute noch durch die Waffenindustrie geprägt. Sie gilt auch nach der Sowjetzeit (neben Tula) als die „Waffenschmiede Russlands“. Der prominente russische Waffenkonstrukteur Michail Kalaschnikow lebte und arbeitete hier bis zu seinem Tod.

Die besonders bekannten Ischmasch-Maschinenwerke entstanden im Zweiten Weltkrieg aus Teilen von Fabriken, die aus dem Westen der Sowjetunion hierher verlegt wurden. Sie produziert Kleinwaffen und Autos. Ab 1946 wurden in den Ischmasch-Werken die zuvor im sächsischen Zschopau demontierten Motorrad-Fertigungsanlagen des DKW-Werkes wieder aufgebaut. Seit 2015 wird in Ischewsk der Lada Vesta gebaut. Darüber hinaus gibt es noch über zehn weitere große Industriebetriebe.

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Monumentales Denkmal zur Erinnerung an Kalaschnikow.

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Uferpromenade des Stausees mit Indistrie im Hintergrund.

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Typischer russischer Vergnügungspark nahe der Uferpromenade.

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Weiterfahrt zum Kalaschnikow-Museum.

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Kalschnikow-Museum.

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Kathedrale von Ischewsk.

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31.05.2018 Weiterfahrt über Perm Richtung Jekaterinburg und Übernachtung bei Kundur. Zuvor jedoch noch das Highlight des Tages: gut geführte Besichtigung des Geburtshauses von Tschaikowski im Ort Wotkinsk.

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Am 01.06.2018 weiterer Fahrtag mit mehr oder minder technischer Übernachtungsstop (=kein Sightseeing)  in einem winzigen russischen Dorf im Ural, Kalym genannt. Wir sind jetzt 5.000 km unterwegs!

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Stellplatz in Jalym am Rande des Ackers.

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Gegen Abend ein überraschender Empfang der örtlichen Babuschkas für uns – wir werden bewirtet (Tee, kein Wodka!) und besungen. Es ist wirklich superkalt, so um die null Grad. Zeitweise Schneeregen, nachts auch Minusgrade.

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Von Jalym aus geht es am 02.06.2018 weiter durch den Ural Richtung Jekaterinburg und der (fiktiven) Grenze zwischen Europa und Asien, die wir kurz vor Jekaterinburg erreichen werden. Der Ural stellt sich für mich überraschenderweise nicht als Hochgebirge dar, sondern sieht eher aus wie bei uns ein Mittelgebirge (wahrscheinlich wurde das in einem meiner Kurzschuljahre in den 70ern behandelt!) Ural im Regen bzw. Schneeregen – so schaut`s da aus!

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Abends Ankunft in Jekaterinburg – das Wetter scheint sich zu bessern.

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Russische Grenze-Psok-Moskau

Am 17.05.2018 brechen wir in Riga früh Richtung russische Grenze auf – man kann nie genau vorhersagen wie so etwas abläuft und wie lange es dauern wird inkl. Zoll etc. Letztlich ist es abhängig von der aktuellen Laune der Grenzbeamten; Liebeskummer ja oder nein / schlecht geschlafen / dicken Kopf von Wodka! Bei Misso kurz vor der Grenze treffen wir uns alle, um die Formalitäten gemeinsam über uns ergehen zu lassen.

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Es läuft ziemlich gut und wir kommen wohl überdurchschnittlich schnell durch, alle Grenzbeamten scheinen gut geschlafen zu haben und derzeit keinen Liebeskummer zu verspüren. Nachmittags fahren wir noch bis in die Stadt Pskov – Genosse Lenin begrüßt uns persönlich  –  wo wir denn auch durchaus beglückt übernachten.

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Am nächsten Morgen wird dann streng in Kultur gemacht, rrrrussische Rrrrreiseleiterrrrin zeigen uuuns Krämmel von Psok!

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Nachmittags superschöner Übernachtungsplatz auf dem weiteren Weg (bei Wellikije Luki) in die russische Hauptstadt. Immer noch Hochsommer.

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Einzig die Moskitos stören ein wenig – soll wohl in Russland erst einmal so bleiben mit den lästigen Viechern. 

Der restliche Weg Richtung Moskau verläuft nahezu ereignislos, nahezu, nicht ganz, … wir treffen unsere Freunde Manfred + Barbara mit Panne auf der Autobahn. In Kurzfassung wird diese Manfred den ganzen Moskau-Aufenthalt und noch einige Tage länger beschäftigen. Motor kaputt, ein gebrauchter Ersatzmotor  wird aus Weißrussland “besorgt” und eingebaut. Andere Lösungen verboten sich wg. vrrs. entstehender Zollprobleme/Zeitprobleme bei Einfuhr eines sicher besseren Ersatzmotors aus einem der EU-Länder. Späterer Motorwechsel in einer Moskauer Werkstatt.

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Doch zurück zur Einfahrt in die Metropole.

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Es wird ernst, wir fahren in Moskau ein – schon eine spannende Geschichte bei dem Verkehrsaufkommen –  Chaos pur, bevorrechtigte Kader-Fahrzeuge mit Lalülala verdrängen alles etc., sowie dem ausgeprägten Macho-Ellenbogen-Fahrstil, den die Russen an den Tag legen.  Fünfspurige Stadtautobahn – plötzlich bremst alles, die Polizei kontrolliert und hält die ganze fünfspurige Autobahn an, Stau – Wahnsinn pur, inkl. hohem Adrenalinspiegel. Endlich sind wir auf dem Moskauer Campingplatz im Park Sokolniki unversehrt angekommen. Großer Bruder ist auch dabei!

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20.05.2018 – erste Stadtrundfahrt mit Vera, supernette und kompetente Stadtführerin. Es schüttet aus Eimern. Wir werden am Yaroslav-Bahnhof, Startpunkt der Transsibrischen Eisenbahn, aus dem Bus entlassen.

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Schnell entscheidet Vera um und zieht den eigentlich erst für den Folgetag vorgesehenen Besichtigungsteil “METRO” vor. Wir verschwinden erst mal im Untergrund.

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Sowjetische Transportpaläste tief unter Tage!

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Damit der moderne Mensch auch weiß, wo er seine “selbstverliebten” Fotos zu schießen hat!

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… nahe des Kremls nehmen wir diesen! Moskau international!

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Es schüttet noch immer – wir retten uns mit Vera Richtung Kaufhaus GUM.

Vorbei am berühmten Hotel Metropol.

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Mittagessen im GUM mit Barbara, Heidi, Manfred und Max.

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Das Wetter bleibt “super”-mies.

Roter Platz.

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Erlöser-Kathedrale.

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Eines der von Stalin in Auftrag gegebenen typischen Hochhäuser Moskaus im Hintergrund – auch als Stalins sieben Schwestern bezeichnet, da es davon genau nur sieben Stück in Moskau gibt.

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Danach Heimfahrt zum Campingplatz. Petra öffnet das Wohnmobil – ihr schrillt eine Sirene entgegen. Nicht schon wieder! Diesmal kommt das unangenehme Geräusch allerdings aus dem Steuerungspanel für die Dieselheizung, die den Tag über eigenartigerweise gar nicht in Betrieb war. Das Ziehen von Sicherung Nr. 10 (mit Heizung beschriftet) sorgt zunächst einmal für Ruhe. Lesen der Bedienungsanleitung für das Panel führt zu dem Ergebnis, dass die Sirene bei Kurzschluss sich einschaltet. Wo soll der Kurzschluss herkommen? Ich öffne die Holzplatte des Hängeschrankes in der das Panel verbaut ist ein Wenig – mir läuft Wasser entgegen. Ok, so geht das nicht. Die Kabel sind zu kurz, um die Holzplatte so komplett abzunehmen. Zuvor muss das in der Holzplatte ebenfalls verbaute Radio separat ausgebaut werden (… wo habe ich bloß die beiden Schlüssel zum Herausziehen des Radios hin gepackt?). Endergebnis: Firma Woelcke hat wohl die Antenne des Radios im Dach des Aufbaus nicht sachgemäß abgedichtet, sodass beim Moskauer Starkregen Wasser eindringen konnte. Dieses hat das Steuerungspanel der Dieselheizung zum Absaufen gebracht. Wir versuchen nun zunächst mit dem Fön das Panel wieder trocken zu legen, allerdings zunächst mit gar keinem, später mit nur mäßigem Erfolg – Hieroglyphen auf dem Display, aber immerhin ein Lebenszeichen. Noch am Abend eine Mail an Firma Woelcke mit der Bitte um Versand eines neuen Ersatz-Panels. Am nächsten Morgen, der Regen hat sich verzogen – die Hieroglyphen auch, oh Wunder, das Panel funktioniert wieder. Antenne auf dem Dach interimistisch mit der Allzweckwaffe Panzerband abgedichtet.

Mit Vera geht es wieder in die Stadt. Sonne scheint, es ist heiß.

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FIFA`s Vorboten. Überall wird gewerkelt in Moskau, angepflanzt, sauber gemacht, auffällig … Präsident Putin möchte sich optimal präsentieren.

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Wir besuchen den Kreml. Großer Andrang – vor allem Unmengen von chinesischen Touristen überfallen Moskau.

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Putins Amtssitz.

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Diverse Gebetshäuser und Amtssitze unterschiedlichster Zaren und Herrscher.

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Wir verlassen den Kreml.

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Roter Platz bei Sonnenschein.

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Selbstverliebtheit und Darstellungsdrang der jungen Generation finde ich immer befremdlicher?

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Nach dem Roten Platz, Besuch der ältesten Fußgängerzone Moskaus, dem Arbat.

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An der Ecke zum Arbat steht wieder eine von Stalins “Sieben Schwestern”, in der heute das russische Außenministerium residiert.

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Spaziergang mit Mittagessen auf dem Arbat. Essen gut, die Läden sind ziemlich ramschige Souvenirläden. Petra hält Ausschau nach Matroschkas, findet aber nur solche aus chinesischer Produktion.

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Nach dem Arbat geht es noch zur Moskauer Uni auf den Sperlings-Bergen. Blick über Moskau inkl. dem neu gebauten Moskauer Hochhaus-Areal (ganz links).

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Dann Rückfahrt zum Campingplatz.

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Der 22.05.2018 steht uns zur freien Verfügung, wir fahren mit Straßenbahn und Metro in die Stadt – Petra möchte noch einmal in Ruhe ins GUM. Das Wetter ist zunächst nur mittelprächtig, aber wir wollen uns nicht beschweren, es regnet immerhin nicht.

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Schön, vielleicht auch kitschig, die Straßendekoration mit Schmetterlings- und Blumen-LED`s rund um das GUM.

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Nachdem wir den Konsum-Tempel ohne Einkäufe abgearbeitet haben, stellen wir uns in die gefühlt ein Kilometer lange Schlange zum Eintritt in das Lenin-Mausoleum. Am Ende warten wir eine knappe Stunde, Barbara stößt noch dazu – Manfred ist noch in der Werkstatt und beaufsichtigt den Motorentausch. Aber wir waren auch schon im Hotschimin-Mausoleum und haben dafür lange angestanden, Lenin darf da nicht fehlen. Leider keine Fotos von Lenin, da verboten. Wir stehen andächtig im Dunkeln vor dem “kleinen” Mann, besser wohl kurzen Mann.

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Nach dem Besuch bei Lenin machen wir uns zu Fuß auf den Weg zur ehemaligen Moskauer Schokoladenfabrik “Roter Oktober”, heute einem Kulturzentrum mit Galerien, Cafes, Medienunternehmen, Clubs etc.. Über die Moskwa-Brücke geht es auf die andere Seite des Flusses. Überall Stau. Im Hintergrund die Erlöser-Kathedrale.

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Neue Ausblicke auf den Kreml.

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Und dann kommen wir schon in der Schokoladenfabrik an. Kurzer Rundgang und ein kleines Mittagessen in einem der Cafes.

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Barbara versucht uns zu fotografieren.

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Wir verlassen die Schokoladenfabrik und weiter geht es am Ufer der Moskwa Richtung Neuer Tretjakow-Galerie (moderne sowjetische Kunst), vorbei am gigantischen Denkmal „zur Feier des 300. Jahrestages der Russischen Marine“. Die 1997 errichtete Statue, die den russischen Zaren Peter I. den Großen auf einem Schiff zeigt ist mit fast hundert Metern Höhe eine der höchsten Statuen der Welt. Geschmacksache.

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Neue Tretjakov-Galerie.

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Auf Höhe des Gorki-Parkes nehmen wir das Boot zur Weiterfahrt zurück Richtung Kreml.

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Nun also alles noch einmal Rückwärts vom Fluss aus betrachtet. Neue Tretjakov-Galerie.

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Schokoladenfabrik “Roter Oktober” und Marinedenkmal.

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Erlöser-Kathedrale.

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Kreml.

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Neue Aussichtsplattform in die Moskwa hineinragend, genannt auch die Zunge des Bürgermeisters, da dieser sie beauftragt hat.

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Noch eine von Stalins Schwestern.

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… und Rückfahrt zur Brücke nahe der Erlöser-Kathedrale. Wir steigen aus und nehmen zum Ausklang (Abschied von Moskau) noch ein großes Bier in einem der Cafes der Schokoladenfabrik mit Blick direkt auf die Kathedrale.

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Danach Heimfahrt mit Metro und Taxi.

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