Edinburgh

Vom Caravan Park Lothian Bridge bis in die City (North Bridge) brauchen wir mit dem Bus ca. 45 Minuten, die sich aber recht kurzweilig gestalten, da es in dem Bus tatsächlich ein freies WLAN-Netzwerk gibt. Das Wetter ist noch deutlich verbesserungsbedürftig … it`s raining cats and dogs! Trotzdem buchen wir eine Hop-on-Hop-off-Sightseeing-Tour mit dem Bus.

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East Princes Street Gardens, Blick von der Weaverly Bridge – Startpunkt der Sightseeing-Busse.

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Erster Ausstieg aus dem Bus beim Palace of Holyroodhouse, der offiziellen Residenz von Elisabeth II., wenn sie in Edinburgh weilt. 

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James IV. legte zu Beginn des 16. Jhdts. den Grundstein für die königliche Residenz neben der bereits 1128 an dieser Stelle gegründeten Augustinerabtei. Die Besuchermassen  (wir natürlich auch) kommen jedoch nur wegen ihr, Maria Stuart. Es hat aufgehört zu regnen – im Hintergrund “Arthur`s Seat”, Edinburghs Hausberg.

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ln den historischen Gemächern des alten Nordwestturms findet sich u. a. noch eine Stickerei mit einer kleinen Katze, welche die in Fotheringhay Gefangene Maria Stuart ei­genhändig anfertigte sowie eine angeblich originale Locke der Königin. Im Schlafgemach spielte sich 1566 das Rizzio-Drama ab. 56 Dolchstiche sollen den verhassten italieni­schen Sekretär und angeblichen Liebhaber der Königin durchbohrt haben, woraufhin die Königin ihrem Gatten und Mittäter Darnley die eheliche Gemeinschaft aufgekündigte und ihm Rache geschworen haben soll. Fotografieren in den Gemächern verboten.

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Das Dach der Abteikirche brach im Jahre 1768 zusammen und wurde nicht wieder aufgebaut.

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Wir beenden unsere Besichtigung beim Tee mit Erdbeerkuchen im Café im Stall Hof des Anwesens.

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Direkt gegenüber von Holyroodhouse gelegen, das neue Schottische Parlamentsgebäude des spanischen Architekten Enric Miralles. 2004 wurde es von Königin Elizabeth II. offiziell eröffnet.

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Mit dem Bus geht es weiter Richtung Royal Mile, vorbei am zeltartigen Gebäude  “Our Dynamic Earth” – einem Wissenschaftsmuseum.

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Royal Mile mit John Knox-House.

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Die Royal Mile überrascht uns mit Unmengen von Menschen – es ist Festival-Saison in Edinburgh. Theatergruppen, Schausteller, Musikgruppen, Tanz etc. bevölkern die Royal Mile, es ist der Bär los – mit einer Super-Stimmung! Macht total Spaß, dem munteren Treiben zuzuschauen.

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… und dann ist da auch noch

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… im Edinburgh Castle.

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Das Edinburgh Military Tattoo (= Zapfenstreich) ist das größte Musikfestival Schottlands. Es findet seit 1950 jedes Jahr im August auf dem Platz direkt vor dem Edinburgh Castle (der so genannten Esplanade) statt. Ursprünglich war das Edinburgh Military Tattoo ausschließlich der Militärmusik gewidmet. Heute verfügt es über ein stark erweitertes Programm.

Traditionell feste – da schottische – Bestandteile des Programms sind die Auftritte der Massed Pipes and Drums, der Highland Spring Dancers und des Lone Pipers. Die Massed Pipes and Drums sind eine eigens für das Military Tattoo aus mehreren Militärkapellen zusammengestellte Formation von etwa 180 Dudelsackspielern und Trommlern. Die etwa 80 Tänzerinnen der Highland Spring Dancers zeigen vor allem Tänze zu traditioneller schottischer Musik. Der Lone Piper spielt auf den Zinnen der Burg zum Gedenken an die Gefallenen der britischen Armee.

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Wir verlassen die Royal Mile langsam wieder Richtung Princes Gardens.

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Blick von oben auf die National Gallery.

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National Gallery mit Scott Monument (rechts).

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Mittagszeit – wir besuchen einen Pub und essen Haggis, dazu ein schottisches Bierchen. Dass es ohne Regen keinen Whiskey gibt, hatten sie uns beim Besuch der Talisker Destillerie schon erklärt – dort musste vor einigen Jahren im Sommer mangels Quellwasser für zwei Monate sogar die Produktion heruntergefahren werden.

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Weiter Richtung Princes Gardens.

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Waverley Station mit Balmoral Hotel und North Bridge.

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Jean Etienne Liotard-Ausstellung in der National Gallery.

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… und wieder Festivalbetrieb in den Princes Gardens.

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Wir schlendern die Princes Street entlang. Blick auf das Denkmal George IV, Hanover Street/Ecke George Street. Wir befinden uns jetzt in der Neustadt Edinburghs.

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Die georgianische Neustadt wurde ab 1766 nach Plänen des Architekten James Craig planmäßig neuangelegt. Sie bestand ursprünglich aus drei parallelen Straßen (Princes Street, George Street, Queen Street) nördlich der Altstadt und wurde später nach Norden erweitert. Die Edinburgher Neustadt gilt als eines der besterhaltenden Beispiele für georgianische Stadtarchitektur.

Edinburgh Castle von der Princes Street aus.

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Zurück geht es dann über die George Street. Die fast 40m breite Hauptschlagader der Neustadt ist die Heimat von Bars und Markenboutiquen des höheren Preissegments. Im Hintergrund Prince Albert Memorial mit Charlotte Square Gardens.

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Blick auf die Burg durch die Castle Street.

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Feine Adresse in der George Street – Commissioners of Northern Lighthouses. Davon gibt es in Schottland viele.

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Blick Richtung Firth of Forth.

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Die Schotten sind schlaue Leute!

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Gelesen und sofort berücksichtigt … . Schöne Mode in der George Street.

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Noch einmal George IV.

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Das Scott Monument.

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Monument aller Monumente für einen Schriftsteller – steht an der Princes Street. Von oben muss man einen schönen Blick auf die Stadt haben. Den konnten wir leider nicht genießen, da der Aufstieg bei unserem Besuch gesperrt war. Wie sich herausstellte, wollte ein Selbstmörder sich gerade vom Monument stürzen. Sir Walter Scott, geboren 1771 in Edinburgh, ist neben Robert Burns “der” schottische Dichter und Schriftsteller.

Als Walter Scott 1832 starb, entschied man sich für ein dramatisches Denkmal. Der Zeitgeist war neogotisch, die Design-Ära war gerade im Übergang vom nüchternen Georgianischen ins überkandidelte Viktorianische. Also bekam Scott einen 61 m hohen gotisch-verschnörkelten Turm aus Sandstein, in den man 64 Figuren aus Scott’schen Romanen und 16 Büsten Porträts von schottischen Dichtern einstellte.

Wir machen uns langsam auf den Rückweg – viel gesehen!

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North Bridge mit Feierabendverkehr.

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Wieder zu Hause am Caravan Park entdecke ich ein Bedford Wohnmobil, es muss natürlich ein Foto für Krocky gemacht werden, der seinen Bedford gerade verkauft hat.

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Am nächsten Morgen wieder mit dem Bus in die Stadt. Besichtigung von Edinburgh Castle. Die erste zweifelsfreie urkundliche Erwähnung von Edinburgh Castle findet sich in der Chronica gentis Scotorum, einer im 14. Jahrhundert verfassten Chronik Schottlands. In ihr wird im Zusammenhang mit dem Tod von König Malcom III im Jahr 1093 eine Burg in Edinburgh erwähnt. Das älteste noch erhaltene Gebäude, die St. Margaret’s Chapel, stammt vom Anfang des 12. Jahrhunderts. In den nachfolgenden Jahrhunderten wurde Edinburgh Castle vielfach belagert, zerstört und wieder aufgebaut. Als Folge der zahlreichen Kampfhandlungen wurden die Befestigungsanlagen immer wieder erneuert und ausgebaut, so dass sich heute auf dem Bergplateau Gebäude aus fast allen Jahrhunderten nach dem 12. Jahrhundert finden.

Mit dem Ende der Regentschaft der Dynastie bzw. des schottischen Clans der Bruce ging die Königswürde 1371 an die Stuarts über, unter deren Herrschaft das Schloss zu einer der wichtigsten Königsburgen Schottlands wurde. Hier residierte auch Maria Stuart, ehe sie 1567 im Loch Leven Castle gefangengesetzt und zur Abdankung zugunsten ihres einjährigen Sohnes Jakob VI. gezwungen wurde. Rundgang.

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Den Rest des Tages lassen wir uns durch die Stadt treiben. Zum nachmittäglichen Abschluss unseres Aufenthaltes in Edinburgh ein kleines Konzert in “The Tron Kirk” einer ehemaligen Kirche an der Royal Mile.

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Am nächsten Tag beginnt quasi schon unsere Rückreise Richtung Newcastle. Zuvor jedoch noch einen Abstecher zur von Spekulationen umwobenen wunderschönen Rosslyn Chapel nahe Edinburgh. Besonders zu erwähnen die sehr feinen Steinmetzarbeiten in der Kirche. Richtig berühmt wurde die Kirche allerdings aus einem anderen Grund: Die Journalisten Baigent und Leigh und ihnen nachfolgend der Romanautor Dan Brown (Sakrileg, 2003) vertreten in ihrem Buch „Der Tempel und die Loge” die Auffassung, dass einige Tempelritter im Jahr 1307 der Verhaftung in Frankreich durch eine Flucht nach Schottland entkommen seien, und wollen die Freimaurer als Nachfolger der Templer sehen. Johannes und Peter Fiebag vermuten in ihrem Buch „Die Ewigkeits-Maschine”, dass die Ordensarchive der Templer in Rosslyn untergebracht seien. Der Publizist Christopher Knight und der Naturwissenschaftler Robert Lomas gehen noch einen Schritt weiter: in ihrem Buch „Unter den Tempeln Jerusalems” vertreten sie die Spekulation, sowohl die Bundeslade als auch diverse frühchristliche Texte (Schriftrollen) seien in Rosslyn versteckt worden.

Legenden besagen überdies, dass Henry Sinclair, Earl of Orkney, bereits vor Christoph Kolumbus um 1398 nach Nordamerika gesegelt sei. Die Autoren Robert Lomas und Christopher Knight glauben, dass einige der Verzierungen an der Decke der Kirche Mais-Pflanzen seien, die Henry Sinclair auf seiner Reise nach Nordamerika entdeckt habe. Falls diese Abbildungen tatsächlich aus der Zeit der Erbauung der Kirche stammen sollten, wäre dies ein Hinweis auf die Kenntnis der Pflanzenwelt Mittel- oder Südamerikas bereits vor der Entdeckung dieser Länder im Jahr 1492 durch Christoph Kolumbus. Also ganz viele Geschichten und Spekulationen um so eine kleine Kirche.

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Und dann geht`s flott Richtung Süden – wir verlassen Schottland wieder.

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Abends Einschiffung in Newcastle zur nächtlichen Überfahrt nach Amsterdam. Fazit: wir müssen unbedingt noch einmal nach Schottland!

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